
Einige Smartphones bieten die Möglichkeit, Notfallmeldungen über Satelliten zu senden. Ein Forschungsteam des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE hat gemeinsam mit Experten des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering erstmals eine umfassende Sicherheitsanalyse von Apples Satellitenkommunikationssystem durchgeführt. Dabei identifizierten sie mehrere Schwachstellen, die potenziellen Angreifern erlauben könnten, geografische Einschränkungen zu umgehen und unautorisierte Nachrichten zu versenden.
Ein Forschenden-Team hat erstmals Apples Satellitenkommunikationssystem einer umfassenden Sicherheitsanalyse unterzogen.
Unfälle in abgelegenen Regionen können lebensgefährlich sein – insbesondere dann, wenn kein Mobilfunkempfang vorhanden ist und kein Notruf abgesetzt werden kann. Seit 2022 bietet Apple mit dem iPhone 14 eine Satellitenkommunikationsfunktion an, die in solchen Notfällen eine Verbindung ermöglicht. Prof. Matthias Hollick, ATHENE-PI und Leiter des Secure Mobile Networking Lab an der TU Darmstadt, erklärt: „Die direkte Kommunikation zwischen Smartphone und Satellit, die Apple als ‚Emergency SOS via Satellite‘ bezeichnet, erlaubt Notrufe, Standortübertragungen und mittlerweile auch das Senden von Kurznachrichten über Satelliten. Besonders in Krisensituationen kann dieser Dienst betroffenen Menschen helfen.“
Ein Forschungsteam hat erstmals das von Apple entwickelte Satellitenkommunikationsprotokoll detailliert analysiert. Ihre Untersuchung ergab, dass trotz mehrschichtiger Verschlüsselung und einer komplexen Sicherheitsarchitektur Schwachstellen existieren, die für unautorisierte Kommunikation ausgenutzt werden könnten.
Forschungsergebnisse auf Top-Konferenz veröffentlicht
Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in der Publikation „Starshields for iOS: Navigating the Security Cosmos in Satellite Communication (wird in neuem Tab geöffnet)“ zusammengefast und auf der renommierten Network and Distributed System Security (NDSS) Symposium 2025 in San Diego der Wissenschafts-Community vorgestellt.
Über ATHENE
ATHENE ist ein Forschungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft unter Mitwirkung der Fraunhofer-Institute SIT und IGD sowie der Hochschulen TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Hochschule Darmstadt. Es wird seit 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) gefördert. ATHENE ist heute das größte und erfolgreichste Forschungszentrum für Cybersicherheit in Europa und betreibt missionsorientierte Spitzenforschung, die auf effizienten Wissenstransfer und schnelle Nutzung von Forschungsergebnissen ausgerichtet ist.
Quelle: TU Darmstadt
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
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