
Der Online-Marktplatz Fiverr entlässt rund 30 Prozent seiner Belegschaft und richtet seine Geschäftsstrategie stärker auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus. Das teilte das israelische Unternehmen am Montag mit.
Von den Kürzungen sind etwa 250 Mitarbeiter betroffen. Laut Reuters beschäftigte Fiverr im Dezember 2024 noch 762 Personen. Die Streichungen betreffen vor allem Positionen, die nicht mit der neuen KI-Strategie übereinstimmen.
Fiverr-CEO Micha Kaufman sprach in einem Brief an die Belegschaft von einem „schmerzhaften Neustart“. Ziel sei es, das Unternehmen in ein „KI-zentriertes“ Geschäftsmodell zu überführen, das schlanker, schneller und produktiver arbeiten könne. Dazu werde eine moderne Technologieinfrastruktur aufgebaut und die Organisationsstruktur verschlankt.
Kaufman betonte, die Entscheidung gehöre zu den schwersten seiner Laufbahn. Konkrete Angaben zu den betroffenen Jobprofilen machte er nicht. Er verwies jedoch darauf, dass KI bereits interne Prozesse automatisiere und beschleunige sowie manuelle Aufgaben überflüssig mache.
Welche Stellen konkret wegfallen, bleibt offen. Klar ist nur: Wer nicht ins neue KI-Konzept passt, hat keinen Platz mehr. Kaufman räumt ein, dass KI schon heute viele Aufgaben billiger und effizienter erledigt – und damit Arbeitskräfte überflüssig macht.
Fiverr folgt damit dem Trend großer Tech-Firmen: Menschliche Mitarbeiter raus, smarte Maschinen rein.
Mit dem Schritt reiht sich Fiverr in eine Reihe von Unternehmen ein, die ihre Strukturen in den vergangenen Monaten konsequent auf Künstliche Intelligenz ausgerichtet haben.
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