
Digitale Sicherheit ist längst kein Randthema mehr – sie bildet die Grundlage für Vertrauen, schützt die finanzielle Stabilität und bewahrt die persönliche Identität. Die neue Ping Identity Consumer Survey 2025 macht deutlich, wie groß die Belastung durch digitale Betrugsversuche in Deutschland ist. Bereits ein Viertel der Verbraucher:innen hierzulande wurde Opfer von Betrug, Scam oder Identitätsdiebstahl. Das ist keine theoretische Gefahr, sondern für viele eine reale Erfahrung. Das Vertrauen der Deutschen in die Institutionen, die ihr digitales Leben verwalten, ist entsprechend erschüttert. Nur 12 % haben noch volles Vertrauen in Organisationen, die ihre Identitätsdaten online verwalten, während 29 % wenig oder gar kein Vertrauen haben. Zugleich geben 69 % an, heute besorgter um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten zu sein als noch vor fünf Jahren.
Ein Blick auf die größten Sorgen der Verbraucher zeigt, wie vielfältig Bedrohungen wahrgenommen werden: 41 % der Befragten fürchten, Opfer von Finanzbetrug zu werden. 28 % haben Angst vor Identitätsmissbrauch und weitere 28 % sorgen sich um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Besonders groß ist das Misstrauen gegenüber sozialen Medien (41 %), Glücksspiel- und Wettanbietern (39 %) sowie Online-Händlern (23 %).
Die Studie verdeutlicht zudem, dass KI-Technologien längst im Alltag angekommen sind. Bereits 38 % der Befragten nutzen KI privat, beispielsweise für Alltagshilfen, kreative Anwendungen oder die Informationssuche. 24 % setzen KI zum Lernen ein. Ein Drittel (35 %) hatte bislang noch keine Berührungspunkte mit KI. Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Erwartungshaltung gegenüber der Politik: 38 % der Befragten halten eine staatliche Regulierung von KI zum Schutz ihrer Identität und Daten für „sehr wichtig“.
Trotz der zunehmenden Bedrohungslage fühlen sich nur 48 % der Menschen ausreichend über aktuelle Betrugsmaschen informiert. Die andere Hälfte empfindet sich damit als ungeschützt und orientierungslos. Diese Unsicherheit führt dazu, dass viele Verbraucher bereit wären, auf digitale Bequemlichkeiten zu verzichten, um ihre Identität zu schützen, sei es bei der Nutzung sozialer Medien, beim Online-Shopping oder sogar beim Online-Banking.
Insgesamt ergibt sich für Deutschland ein deutliches Stimmungsbild: Die Verbraucher sind besorgt und zunehmend misstrauisch. Sie erwarten von Unternehmen, Politik und Technologieanbietern klare Maßnahmen. Nur durch transparente KI-Nutzung, verbindliche Regulierungen und eine konsequente „Identity-first“-Strategie kann das verlorene Vertrauen langfristig wiedergewonnen werden.
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