
Technische Störungen bremsen die Arbeitsleistung in vielen Unternehmen erheblich aus. Laut einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters Ivanti summieren sich die dadurch verursachten Produktivitätsverluste jedes Jahr auf Millionenbeträge.
Besonders ernüchternd fällt der Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Büroalltag aus: Lediglich 21 Prozent der befragten Angestellten gaben an, dass KI ihre Produktivität spürbar steigert. Damit bleibt der erhoffte Effizienzgewinn durch neue Technologien bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Ivanti hat seinen Report zur digitalen Mitarbeitererfahrung (DEX) veröffentlicht, für den mehr als 3.300 IT-Experten und User weltweit befragt wurden. Die Studie verdeutlicht die wachsende Diskrepanz zwischen der angenommenen digitalen Reife von Unternehmen und den realen technischen Herausforderungen, die Büroangestellte und IT-Fachkräfte betreffen.
In den nächsten drei Jahren planen 92 % der Unternehmen, stärker in KI zu investieren, so McKinsey. Laut der Studie von Ivanti geben lediglich 21 % der Büroangestellten an, dass KI ihre Produktivität deutlich steigert. Im Zeitalter der KI gefährden digitale Hürden und daraus resultierende Unzufriedenheit das Potenzial der Technologie, verstärken technische Probleme und mindern die Mitarbeiterproduktivität. Mitarbeitende werden im Durchschnitt 3,6 Mal pro Monat durch technische Störungen unterbrochen. Für ein Unternehmen mit 2.000 Beschäftigten bedeutet dies einen jährlichen Produktivitätsverlust von nahezu 4 Millionen Euro.
Fast die Hälfte der Büroangestellten gibt an, dass sie sich den Umgang mit neuen Technologien selbst beibringen muss, was zu einer Quelle der Frustration für die Mitarbeitenden und einem Effizienzhemmnis für das Unternehmen wird. Unter 93 % der Firmen, die den Einsatz von KI nicht untersagt haben, haben bislang nur 40 % entsprechende Trainings angeboten – weitere 24 % planen dies in naher Zukunft.
Während Unternehmen ihre Investitionen in KI beschleunigen, wird deutlich: Um das Potenzial der Technologie auszuschöpfen, ist ein tieferes Verständnis der Mitarbeitererfahrung und ihrer Auswirkungen auf die Produktivität erforderlich. Tools, die in Echtzeit erfassen und analysieren, wie Mitarbeitende mit Technologie arbeiten – wie etwa Lösungen im Bereich der digitalen Mitarbeitererfahrung (DEX) – liefern datengestützte Erkenntnisse, decken Engpässe in Workflows auf und stoßen Self-Healing-Maßnahmen an“, sagt Dennis Kozak, CEO von Ivanti. „Mit dem Einsatz von DEX können Unternehmen ihre KI-Initiativen gezielt vorantreiben und ihre Mitarbeitenden in die Lage versetzen, reaktive Problemlösung durch proaktive Verbesserungen zu ersetzen. DEX ist der Motor, der KI fest in Unternehmenskultur und die täglichen Abläufe verankert.”
Zu den weiteren wichtigen Erkenntnissen des Reports zählen:
- Die technologische Selbstbestimmung der Mitarbeitenden ist entscheidend:
- Ein neuer Trend bei Benefits am Arbeitsplatz gibt Mitarbeitenden mehr Selbstbestimmung im Umgang mit Technologie. Im Durchschnitt bewerten Büroangestellte ihre Arbeitsplatz-Tools nur mit „B-“ (akzeptabel). Noch aussagekräftiger ist, dass 65 % der Befragten berichten, dass negative Erfahrungen mit Tools und Apps tatsächlich ihre Stimmung und Arbeitsmoral beeinträchtigen. Die Entscheidung über die Arbeitsgeräte ist ebenfalls ein wichtiger Punkt: Zwei Drittel aller Büroangestellten (67 %) halten die freie Wahl darüber für wichtig – doch nur 36 % können aktuell wirklich mitentscheiden.
- Der Helpdesk entwickelt sich dank KI weiter:
- KI entwickelt Helpdesks über das traditionelle „Break-Fix“-Modell hinaus weiter, das den IT-Support über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Beispielsweise setzen viele Unternehmen bereits auf Automatisierung bei Basisprozessen wie dem Patch-Management (72 %) oder dem IT-Ticket-Routing (67 %).
Mit der beschleunigten Einführung von KI müssen Unternehmen über eine fragmentarische Einführung von DEX hinausgehen und in Strategien investieren, die messbare Verbesserungen sowohl bei der Mitarbeiterzufriedenheit als auch beim Geschäftsergebnis erzielen und auch den Mitarbeitenden im Technologiebereich mehr Freiraum einräumen.
Weitere Informationen zur Ivanti-Studie und zu praxisnahen Strategien von Experten finden Sie unter: Report zur digitalen Mitarbeitererfahrung 2025: DEX der nächsten Generation.
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