Die Entwicklungsplattform GitHub meldete für Januar 2026 zwei separate Zwischenfälle, die sich auf verschiedene Dienste und Nutzergruppen auswirkten. Beide Störungen konnten innerhalb weniger Stunden behoben werden.
Erste Störung: Copilot-Ausfall am 13. Januar
Am 13. Januar 2026 verzeichnete GitHub Copilot zwischen 09:25 und 10:11 UTC eine Dienstunterbrechung. Die Fehlerquote lag im Durchschnitt bei 18 Prozent, erreichte zeitweise jedoch 100 Prozent. Betroffen waren Chat-Funktionen in Copilot Chat, Visual Studio Code, JetBrains-Entwicklungsumgebungen sowie weitere abhängige Anwendungen.
Die Störung entstand durch einen fehlerhaften Konfigurationseintrag während einer Modellaktualisierung. Nach Rücknahme der Änderung konnte der Dienst zunächst wiederhergestellt werden. Die vollständige Behebung verzögerte sich bis 10:46 UTC aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit des GPT-4.1-Modells beim Upstream-Anbieter OpenAI. Die Gesamtdauer betrug 46 Minuten.
GitHub hat nach eigenen Angaben eine Ursachenanalyse durchgeführt und arbeitet an erweiterten Überwachungsmechanismen, optimierten Testumgebungen sowie verschärften Sicherheitsprotokollen für Konfigurationsänderungen.
Zweite Störung: Infrastrukturprobleme am 15. Januar
Am 15. Januar 2026 kam es zwischen 16:40 und 18:20 UTC zu erhöhten Latenzen und Timeouts bei mehreren Kerndiensten. Beeinträchtigt waren Issues, Pull Requests, Benachrichtigungen, Actions, Repositorys, API-Schnittstellen, Kontoanmeldungen sowie der interne Dienst „Alive“ für Live-Aktualisierungen.
Die Fehlerquote bei kombinierten Web- und API-Anfragen lag durchschnittlich bei 1,8 Prozent, erreichte zu Beginn kurzzeitig einen Spitzenwert von 10 Prozent. Nicht authentifizierte Nutzer waren primär betroffen, authentifizierte Nutzer erlebten ebenfalls Einschränkungen. Die Störung dauerte eine Stunde und 40 Minuten.
Auslöser war eine Infrastruktur-Aktualisierung mehrerer Datenspeicher. Die Migration auf eine neue Hauptversion verursachte unerwartete Ressourcenkonflikte, die zu verlangsamten Abfragen und erhöhten Timeouts bei allen abhängigen Diensten führten. GitHub behob das Problem durch Rückkehr zur vorherigen stabilen Version.
Das Unternehmen optimiert derzeit den Validierungsprozess für derartige Upgrades, um lastabhängige Probleme vor der vollständigen Implementierung zu identifizieren. Zudem sollen Erkennungszeiten verkürzt und Abhilfemaßnahmen beschleunigt werden.
Hinweis zu aktuellen Vorfällen
Störungen vom 9. Februar 2026 werden im kommenden Monatsbericht für Februar erfasst. Zusätzliche Informationen sind auf der GitHub-Status-Website verfügbar.
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