
Die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat einen Praxisleitfaden zum datenschutzkonformen Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung vorgelegt. Die Publikation richtet sich an Bundesbehörden und adressiert zentrale Rechtsfragen beim Einsatz von KI-Systemen, insbesondere im Kontext großer Sprachmodelle.
Orientierungshilfe für öffentliche Stellen
Die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat die Publikation „KI in Behörden – Datenschutz von Anfang an mitdenken“ herausgegeben. Das Dokument zielt darauf ab, Bundesbehörden bei der Identifikation datenschutzrelevanter Aspekte während der Entwicklung und Implementierung von KI-Technologien zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Large Language Models. Die Handreichung vermittelt methodische Ansätze für eine systematische und lösungsorientierte Umsetzung von KI-Projekten im behördlichen Kontext.
Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, erklärt die Motivation hinter der Veröffentlichung: „Insbesondere bei der Implementierung von Large Language Models existieren in öffentlichen Institutionen erhebliche Rechtsunsicherheiten. Diese Publikation soll zur Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen beitragen und verdeutlichen, welche datenschutzrechtlichen Faktoren bei der Integration Künstlicher Intelligenz in den unter meiner Aufsicht stehenden Institutionen berücksichtigt werden müssen.“ Zudem stellt sie weiterführende Beratungsleistungen ihrer Behörde für konkrete Projektvorhaben in Aussicht.
Die Handreichung konzentriert sich auf mehrere Kernbereiche: den Umgang mit personenbezogenen Informationen während des Trainings und der Anwendung von LLMs, die Problematik gespeicherter Daten in Sprachmodellen sowie die Anforderungen hinsichtlich Rechtmäßigkeit und Transparenz der KI-Nutzung.
Die Handreichung ist unter https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/DokumenteBfDI/Dokumente-allg/2025/Handreichung-KI.html abrufbar.
Auch interessant:
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
Fachartikel

Gefährliche Chrome-Erweiterung entwendet Zugangsdaten von Meta Business-Konten

Agentenbasierte KI im Unternehmen: Wie Rollback-Mechanismen Automatisierung absichern

Google dokumentiert zunehmenden Missbrauch von KI-Systemen durch Cyberkriminelle

Sicherheitslücke in Claude Desktop Extensions gefährdet Tausende Nutzer

KI-Agenten: Dateisystem vs. Datenbank – Welche Speicherlösung passt zu Ihrem Projekt?
Studien

Deutsche Wirtschaft unzureichend auf hybride Bedrohungen vorbereitet

Cyberkriminalität im Dark Web: Wie KI-Systeme Betrüger ausbremsen

Sicherheitsstudie 2026: Menschliche Faktoren übertreffen KI-Risiken

Studie: Unternehmen müssen ihre DNS- und IP-Management-Strukturen für das KI-Zeitalter neu denken

Deutsche Unicorn-Gründer bevorzugen zunehmend den Standort Deutschland
Whitepaper

MITRE ATLAS analysiert OpenClaw: Neue Exploit-Pfade in KI-Agentensystemen

BSI setzt Auslaufdatum für klassische Verschlüsselungsverfahren

Token Exchange: Sichere Authentifizierung über Identity-Provider-Grenzen

KI-Agenten in Unternehmen: Governance-Lücken als Sicherheitsrisiko

KuppingerCole legt Forschungsagenda für IAM und Cybersecurity 2026 vor
Hamsterrad-Rebell

KI‑basierte E‑Mail‑Angriffe: Einfach gestartet, kaum zu stoppen

NIS2: „Zum Glück gezwungen“ – mit OKR-basiertem Vorgehen zum nachhaltigen Erfolg

Cyberversicherung ohne Datenbasis? Warum CIOs und CISOs jetzt auf quantifizierbare Risikomodelle setzen müssen

Identity Security Posture Management (ISPM): Rettung oder Hype?








