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Studie: Unternehmen müssen ihre DNS- und IP-Management-Strukturen für das KI-Zeitalter neu denken

4. Februar 2026

Die zunehmende Verbreitung von generativer KI, Multi-Cloud-Architekturen und hybriden Infrastrukturen stellt IT-Teams vor neue Herausforderungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Technologieanalyse- und Beratungsunternehmens Moor Insights & Strategy (MI&S). Um Ausfälle, Sicherheitsrisiken und Kontrollverluste zu vermeiden, rät der Report zu einer strategischen Modernisierung der DNS-, DHCP- und IP-Adress-Management-Systeme (IPAM), zusammengefasst als DDI.

Herausforderungen im KI- und Multi-Cloud-Zeitalter

Mit dem Einsatz von KI-Anwendungen und agentenbasierten Frameworks steigen die Anforderungen an Netzwerkstabilität, Sichtbarkeit und Sicherheit. Gleichzeitig führen hybride IT-Strukturen – von lokalen Servern über Multi-Cloud-Umgebungen bis hin zu Edge-Systemen – zu wachsender Komplexität und einer fragmentierten Sicht auf die Netzwerklandschaft. Diese Kombination führt laut der Studie zu häufigeren Ausfällen, längeren Wiederherstellungszeiten und höheren Betriebskosten.

Empfehlungen: Sichtbarkeit, Automatisierung und klare Trennung von Diensten

Wolfgang Huber, Senior Director Regional Sales Central Europe bei Infoblox, hat auf Basis der im Report identifizierten Herausforderungen fünf Handlungsempfehlungen für IT-Verantwortliche:

  1. Sichtbarkeit schaffen: Unternehmen sollten eine ganzheitliche Sicht auf ihre Netzwerke entwickeln, die lokale und Cloud-Umgebungen gleichermaßen abdeckt. Nur so lassen sich Anomalien frühzeitig erkennen und KI-gestützte Systeme sicher betreiben.
  2. Komplexität reduzieren: Durch die Konsolidierung fragmentierter DDI-Tools und die Einführung standardisierter Prozesse können IT-Abteilungen Betriebsaufwand und Fehlerrisiken deutlich senken.
  3. Automatisierung nutzen: Moderne DDI-Systeme sollten Aufgaben wie IP-Adressverwaltung, Gerätekontrolle und Fehleranalyse automatisiert übernehmen, um IT-Teams zu entlasten und schnellere Reaktionszeiten zu ermöglichen.
  4. Trennung von DNS/DHCP und Identitätsdiensten: Die Studie verweist auf aktuelle Empfehlungen des US National Institute of Standards and Technology (NIST), das eine klare Trennung von DNS/DHCP-Diensten und Identitätsmanagementsystemen wie Active Directory empfiehlt – als Kernbestandteil eines sicheren Unternehmensnetzwerks.
  5. Resilienz gegenüber Angriffen: Angesichts zunehmender DDoS- und DNS-Angriffe sollten Organisationen in robuste Schutzmechanismen investieren, die legitimen Datenverkehr auch unter Last aufrechterhalten können.
Fokus auf Zukunftsfähigkeit

Die Analysten von Moor Insights & Strategy sehen im intelligenten Management von DNS, DHCP und IP-Adressen einen entscheidenden Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit in der Ära von KI und Cloud zu sichern. Besonders betont wird dabei die Notwendigkeit, Infrastrukturen „KI-ready“ zu gestalten – also so auszulegen, dass sie sowohl Trainings- als auch Produktions-Workloads großer Sprachmodelle zuverlässig unterstützen können. Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden: https://moorinsightsstrategy.com/research-papers/research-paper-infoblox-reimagines-universal-ddi-management/

Fazit

„Die Modernisierung von DDI-Architekturen ist laut dem Report von Moor Insights & Strategy kein optionaler Trend, sondern eine strategische Notwendigkeit“, so Wolfgang Huber. „Wer frühzeitig auf integrierte, transparente und automatisierte Netzwerkinfrastrukturen setzt, sichert nicht nur die betriebliche Stabilität, sondern schafft auch eine gute Basis für künftige KI-Anwendungen.“

Studien:


Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html