
Der neue Bericht von HYCU, „State of SaaS Resilience Report 2025“, zeigt erhebliche Lücken im Schutz von Unternehmensanwendungen: 87 % der befragten Unternehmen lassen ihre SaaS-Anwendungen ungeschützt. Gleichzeitig erwarten 66 % der Unternehmen, dass ihre SaaS-Anbieter aktiv beim Schutz und der Absicherung ihrer Daten unterstützen könnten.
Der Report unterstreicht die versteckten Kosten des schnellen SaaS-Wachstums und die dringende Notwendigkeit, die Resilienz von SaaS-Umgebungen deutlich zu verbessern.
HYCU stellt heute die Ergebnisse des State of SaaS Resilience Report 2025 vor. Dies ist eine unabhängige internationale Umfrage unter 500 IT-Entscheidungsträgern. Aus den Ergebnissen geht klar hervor, dass sowohl die Nutzung von SaaS als auch damit verbundene Cybervorfälle zunehmen, während die Datenresilienz weit hinter den Anforderungen der Unternehmen zurückbleibt.
Laut des Berichts haben 87 % der befragten Unternehmen mindestens eine kritische SaaS-Anwendung, die aufgrund unzureichender Schutzmaßnahmen gefährdet ist, und 65 % der Unternehmen hatten im vergangenen Jahr einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit SaaS zu verzeichnen.
„Das Ausmaß der Störungen, denen Unternehmen ausgesetzt sind, ist sowohl aufschlussreich als auch alarmierend“, sagte Simon Taylor, Gründer und CEO von HYCU. „Viel zu viele bleiben ungeschützt und sind sich der Risiken nicht bewusst, bis es zu spät ist. Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit von Veränderungen. Als Führungskräfte spüren wir alle den Druck, schnell zu handeln und SaaS als Grundlage für Agilität zu nutzen. SaaS-Anwendungen sind nicht mehr optional. Sie sind geschäftskritisch und verdienen das gleiche Maß an Ausfallsicherheit und Sorgfalt wie jedes klassische Tier-1-System.“
SaaS: Der neue blinde Fleck in der Cyber-Resilienz
Laut den Befragten nutzen Unternehmen derzeit durchschnittlich 139 SaaS-Anwendungen, wobei viele zukunftsorientierte Unternehmen weit über 200 einsetzen. Die Einführung jeder neuen Anwendung schafft neue Daten, neue Berechtigungen und neue Schwachstellen. Mit dem Wachstum des SaaS-Portfolios wächst auch die Gefährdung.
Der Bericht zeigt eine Kluft zwischen Risiko und Risikomanagement durch die IT auf:
- 65 % der Unternehmen waren in den letzten 12 Monaten von einer SaaS-bezogenen Sicherheitsverletzung betroffen, wobei die durchschnittlichen täglichen Kosten für SaaS-Ausfallzeiten bei 405.770 US-Dollar lagen, was sich über einen Wiederherstellungszeitraum von 5 Tagen auf insgesamt 2,3 Millionen US-Dollar summierte.
- 87 % geben an, dass sie mindestens eine SaaS-Anwendung haben, die aufgrund unzureichender Schutzmaßnahmen gefährdet ist.
- Nur 56 % der SaaS-Anwendungen unterliegen der Kontrolle der IT-Abteilung.
- 43 % der Befragten geben an, dass niemand wirklich für die Ausfallsicherheit von SaaS-Daten verantwortlich ist.
„Die meisten Unternehmen gehen davon aus, dass ihre SaaS-Anbieter für die Wiederherstellung sorgen. In der Praxis handelt es sich jedoch um eine geteilte Verantwortung, und viel zu oft übernimmt niemand die Verantwortung dafür“, so Taylor.
Ein gefährliches Missverständnis der Verantwortung
Eine der besorgniserregendsten Erkenntnisse: 66 % der Befragten glauben, dass ihre SaaS-Anbieter allein für den Schutz ihrer Daten verantwortlich sind, doch mehr als die Hälfte gibt zu, dass sie kein Vertrauen in die Fähigkeiten der Anbieter haben. Selbst unter denjenigen, die verstehen, dass die Datenresilienz in ihrer Verantwortung liegt, sehen wir immer noch eine extrem geringe Anzahl von Unternehmen, die Best Practices für den Schutz von SaaS-Daten umsetzen, wobei nur eine Minderheit der Unternehmen grundlegende Regeln wie die 3-2-1-Regel befolgt.
Die Umfrage ergab, dass von allen Befragten:
- 70 % keine richtlinienbasierten Backups für bestimmte Anwendungen durchführen
- 74 % keine externe Datenspeicherung haben
- 75 % die Ausfallsicherheit nicht regelmäßig testen
Damit ist die überwiegende Mehrheit unzureichend vorbereitet, wenn SaaS-bezogene Cyber-Bedrohungen auftreten, Integrationen ausfallen, kleinere Störungen auftreten oder Daten versehentlich oder böswillig gelöscht werden.
„Die Vorstellung, dass man in SaaS keine Daten verlieren kann, ist gefährlich veraltet“, sagte Taylor. „Wir sprechen hier nicht mehr nur über Backups. Es geht um Geschäftskontinuität und um Wiederherstellung. Es geht darum, dass ihr Unternehmen am Tag nach einer Sicherheitsverletzung noch funktionsfähig ist.“
Unternehmensanwendungen im Fadenkreuz
Die Befragten hoben geschäftskritische Anwendungen wie GitHub, Salesforce, Microsoft 365, Box und Slack hervor. All dies sind Plattformen, die tief integriert, breit zugänglich und oft für den täglichen Betrieb unverzichtbar sind. Ein erfolgreicher Angriff auf nur einer dieser Anwendungen kann sich auf das gesamte Unternehmen auswirken.
Der Weg in die Zukunft: Wiederherstellung als oberste Priorität
Wie der Bericht deutlich macht, geht es bei Resilienz nicht darum, jede Bedrohung abzuwehren, sondern darum, sich schnell zu erholen, wenn die Eindringlinge erfolgreich waren. Das bedeutet:
- Genaue Kenntnis darüber, wie viele SaaS-Anwendungen verwendet werden
- Automatisierung von Backups mit sicheren, externen Kopien, die vom SaaS-Anbieter getrennt sind
- Präzise Wiederherstellung nach Fehlern, Bedrohungen und sogar Kompromittierungen der Lieferkette
Die HYCU R-Cloud-Plattform wurde entwickelt, um genau dieses Problem zu lösen. Mit speziell entwickelten Schutzfunktionen für mehr als 90 Workloads in SaaS- und Cloud-Diensten gibt R-Cloud Unternehmen die Möglichkeit, alle ihre SaaS-Daten zu erkennen, zu schützen und wiederherzustellen und die Daten sicher, souverän und ausschließlich unter ihrer Kontrolle zu halten.
„Früher bedeutete Resilienz, Ausfälle zu vermeiden. Heute bedeutet sie, sich schnell zu erholen, wenn Ausfälle unvermeidbar sind“, fügte Taylor hinzu. „Dieser Bericht ist ein Weckruf. Es ist an der Zeit, SaaS nicht mehr als das Problem anderer zu betrachten. Denn wenn es zu einer Sicherheitsverletzung kommt, sind es Ihre Daten, die auf dem Spiel stehen.“
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