
Erst Ende April haben die US-Regierung und internationale Industrievertreter auf eine Bitcoin-Regulierung zur Bekämpfung von Ransomware gedrängt, da Hacker Kryptowährung bevorzugt als Zahlungsmittel bei ihren Erpressungsversuchen verwenden. Nun reagiert mit AXA das erste globale Versicherungsunternehmen auf das wachsende Risiko und gab am vergangenen Donnerstag bekannt, dass es in Frankreich zukünftig keine Cyber-Versicherungspolicen mehr abschließen wird, die Kunden Erpressungszahlungen an Ransomware-Kriminelle erstatten.
Das Unternehmen reagiert mit diesem Schritt auf die Bedenken der französischen Justiz- und Cybersicherheitsbeamten, die während eines Round Tables des Senats in Paris geäußert wurden. Hier wurde nach Angaben von ABC News diskutiert, wie in Frankreich auf die verheerenden Auswirkungen von Ransomware-Angriffen reagiert werden kann. In Frankreich beliefen sich nach Angaben der Cybersecurity-Firma Emsisoft die Schäden durch Cybercrime im vergangenen Jahr auf insgesamt 4,5 Milliarden Euro.
Diesem Schritt könnten weitere Versicherungen folgen und ihre Maßnahmen auch auf andere Länder wie Deutschland ausdehnen, da Ransomware-Angriffe als globales Phänomen an keiner Grenze halt machen. Wie die Bitcoin-Regulierung, so soll auch diese Maßnahme die Einnahmen der Cyberkriminellen eindämmen, die sich inzwischen auf 250.000 Euro pro Erpressung beläuft.
Robuste Gegenmaßnahmen aufsetzen
„Es ist völlig verständlich, dass angegriffene Firmen den schnellsten und einfachsten Weg gehen, indem sie die Erpresser auszahlen und ihre Versicherung diese Geldsummen erstattet. Schließlich ist ihr Geschäft durch die Attacke existenziell bedroht“, sagt Eric Waltert, Regional Vice President DACH bei Veritas. „Allerdings existieren weder Garantien noch Rechtsansprüche gegenüber den Kriminellen, dass Firmen alle ihre Daten zurückbekommen oder die Hacker keine Kopien wichtiger Dateien für spätere Aktionen zurückhalten. Nun hat das erste große Versicherungsunternehmen klar gemacht, solche Zahlungen nicht zu erstatten. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund für Unternehmen, seine Daten zu schützen, anstatt sie nur zu versichern.“
Waltert empfiehlt allen Kunden, auf eine konsolidierte Plattform für Backup und Wiederherstellung zu setzen. Auf diese Weise können Firmen das Risiko von Datenverlusten und Angriffen über die gesamte Infrastruktur hinweg deutlich reduzieren.
Mehr Informationen finden Sie unter www.veritas.com/de
Fachartikel

Wenn Angreifer selbst zum Ziel werden: Wie Forscher eine Infostealer-Infrastruktur kompromittierten

Mehr Gesetze, mehr Druck: Was bei NIS2, CRA, DORA & Co. am Ende zählt

WinDbg-UI blockiert beim Kopieren: Ursachenforschung führt zu Zwischenablage-Deadlock in virtuellen Umgebungen

RISE with SAP: Wie Sicherheitsmaßnahmen den Return on Investment sichern

Jailbreaking: Die unterschätzte Sicherheitslücke moderner KI-Systeme
Studien

Deutsche Unicorn-Gründer bevorzugen zunehmend den Standort Deutschland

IT-Modernisierung entscheidet über KI-Erfolg und Cybersicherheit

Neue ISACA-Studie: Datenschutzbudgets werden trotz steigender Risiken voraussichtlich schrumpfen

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten
![Featured image for “Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum”](https://www.all-about-security.de/wp-content/uploads/2025/12/phishing-4.jpg)
Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum
Whitepaper

ETSI veröffentlicht weltweit führenden Standard für die Sicherung von KI

Allianz Risk Barometer 2026: Cyberrisiken führen das Ranking an, KI rückt auf Platz zwei vor

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten

NIS2-Richtlinie im Gesundheitswesen: Praxisleitfaden für die Geschäftsführung

Datenschutzkonformer KI-Einsatz in Bundesbehörden: Neue Handreichung gibt Orientierung
Hamsterrad-Rebell

Cyberversicherung ohne Datenbasis? Warum CIOs und CISOs jetzt auf quantifizierbare Risikomodelle setzen müssen

Identity Security Posture Management (ISPM): Rettung oder Hype?

Platform Security: Warum ERP-Systeme besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern

Daten in eigener Hand: Europas Souveränität im Fokus






