
Oracle hat im Rahmen seines regelmäßigen Critical Patch Update für Juli 2025 insgesamt 309 Sicherheitslücken in verschiedenen Produkten behoben. Das vierteljährliche Sicherheitsupdate zählt zu den umfangreichsten der vergangenen Jahre. Es betrifft zahlreiche Unternehmenslösungen und erfordert zeitnahes Handeln in IT-Abteilungen weltweit.
Das Update erstreckt sich über das gesamte Technologiespektrum des Konzerns – von Datenbanken über Middleware bis hin zu Cloud-Anwendungen. Besonders betroffen sind unter anderem Oracle Database Server, MySQL Server, WebLogic Server und Java SE. Auch branchenspezifische Lösungen wie Oracle Communications, Anwendungen für den Finanzsektor und Einzelhandelsplattformen sind Teil des Updates.
Die Schwachstellen betreffen verschiedene Produktgenerationen, darunter auch ältere Softwareversionen, die seit Jahren im Einsatz sind.
Ein Critical Patch Update ist eine Sammlung von Patches für mehrere Sicherheitslücken. Diese Patches beheben Schwachstellen im Oracle-Code und in Komponenten von Drittanbietern, die in Oracle-Produkten enthalten sind. Diese Patches sind in der Regel kumulativ, aber jede Sicherheitsempfehlung beschreibt nur die Sicherheitspatches, die seit der letzten Critical Patch Update-Empfehlung hinzugefügt wurden. Daher sollten frühere Critical Patch Update-Empfehlungen auf Informationen zu zuvor veröffentlichten Sicherheitspatches überprüft werden. Informationen zu Oracle-Sicherheitsempfehlungen finden Sie unter „Critical Patch Updates, Sicherheitswarnungen und Bulletins”.
Oracle erhält weiterhin regelmäßig Berichte über Versuche, Schwachstellen, für die Oracle bereits Sicherheitspatches veröffentlicht hat, böswillig auszunutzen. In einigen Fällen wurde berichtet, dass Angreifer erfolgreich waren, weil die betroffenen Kunden die verfügbaren Oracle-Patches nicht installiert hatten. Oracle empfiehlt daher dringend, dass Kunden weiterhin aktiv unterstützte Versionen verwenden und Critical Patch Update-Sicherheitspatches unverzüglich installieren.
Inhalt der Risikomatrix
Risikomatrizen listen nur Sicherheitslücken auf, die durch die mit diesem Hinweis verbundenen Patches neu behoben wurden. Risikomatrizen für frühere Sicherheitspatches finden Sie in früheren Critical Patch Update-Hinweisen und Warnmeldungen. Eine englische Textversion der in diesem Dokument bereitgestellten Risikomatrizen finden Sie hier.
Mehrere in diesem Critical Patch Update behobene Sicherheitslücken betreffen mehrere Produkte. Jede Sicherheitslücke wird durch eine CVE-ID identifiziert. Eine Sicherheitslücke, die mehrere Produkte betrifft, wird in allen Risikomatrizen mit derselben CVE-ID aufgeführt.
Sicherheitslücken werden anhand von CVSS Version 3.1 bewertet (eine Erläuterung dazu, wie Oracle CVSS Version 3.1 anwendet, finden Sie unter Oracle CVSS-Bewertung).
Oracle führt eine Analyse jeder Sicherheitslücke durch, die durch ein Critical Patch Update behoben wird. Oracle gibt keine detaillierten Informationen zu dieser Sicherheitsanalyse an Kunden weiter, aber die daraus resultierende Risikomatrix und die zugehörige Dokumentation enthalten Informationen zu den Bedingungen, unter denen die Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann, sowie zu den potenziellen Auswirkungen einer erfolgreichen Ausnutzung. Oracle stellt diese Informationen zur Verfügung, damit Kunden ihre eigene Risikoanalyse auf der Grundlage der Besonderheiten ihrer Produktnutzung durchführen können. Weitere Informationen finden Sie unter Oracle-Richtlinien zur Offenlegung von Sicherheitslücken.
Sicherheitslücken in Komponenten von Drittanbietern, die nicht durch ihre Einbindung in Oracle-Produkte ausgenutzt werden können, sind unter der Risikomatrix des jeweiligen Oracle-Produkts aufgeführt. Ab dem Critical Patch Update vom Juli 2023 wird auch eine VEX-Begründung angegeben.
Das Protokoll in der Risikomatrix impliziert, dass alle sicheren Varianten ebenfalls betroffen sind. Wenn beispielsweise HTTP als betroffenes Protokoll aufgeführt ist, bedeutet dies, dass auch HTTPS betroffen ist. Die sichere Variante eines Protokolls wird in der Risikomatrix nur aufgeführt, wenn es sich um die einzige betroffene Variante handelt.
Quelle: Oracle
Fachartikel

Wenn Angreifer selbst zum Ziel werden: Wie Forscher eine Infostealer-Infrastruktur kompromittierten

Mehr Gesetze, mehr Druck: Was bei NIS2, CRA, DORA & Co. am Ende zählt

WinDbg-UI blockiert beim Kopieren: Ursachenforschung führt zu Zwischenablage-Deadlock in virtuellen Umgebungen

RISE with SAP: Wie Sicherheitsmaßnahmen den Return on Investment sichern

Jailbreaking: Die unterschätzte Sicherheitslücke moderner KI-Systeme
Studien

Deutsche Unicorn-Gründer bevorzugen zunehmend den Standort Deutschland

IT-Modernisierung entscheidet über KI-Erfolg und Cybersicherheit

Neue ISACA-Studie: Datenschutzbudgets werden trotz steigender Risiken voraussichtlich schrumpfen

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten
![Featured image for “Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum”](https://www.all-about-security.de/wp-content/uploads/2025/12/phishing-4.jpg)
Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum
Whitepaper

ETSI veröffentlicht weltweit führenden Standard für die Sicherung von KI

Allianz Risk Barometer 2026: Cyberrisiken führen das Ranking an, KI rückt auf Platz zwei vor

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten

NIS2-Richtlinie im Gesundheitswesen: Praxisleitfaden für die Geschäftsführung

Datenschutzkonformer KI-Einsatz in Bundesbehörden: Neue Handreichung gibt Orientierung
Hamsterrad-Rebell

Cyberversicherung ohne Datenbasis? Warum CIOs und CISOs jetzt auf quantifizierbare Risikomodelle setzen müssen

Identity Security Posture Management (ISPM): Rettung oder Hype?

Platform Security: Warum ERP-Systeme besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern

Daten in eigener Hand: Europas Souveränität im Fokus







