
Microsoft erweitert das Rollenkonzept in Teams um eine spezialisierte Administratorposition. Die neue RBAC-Rolle ermöglicht die granulare Steuerung externer Kollaborationseinstellungen und unterstützt Unternehmen bei der sicheren Delegation von Verwaltungsaufgaben.
Rollout der neuen RBAC-Funktion
Microsoft plant die Bereitstellung einer zusätzlichen rollenbasierten Zugriffskontrolle (RBAC) im Teams-Verwaltungsumfeld. Die Rolle trägt die Bezeichnung „Externer Teams-Kollaborationsadministrator“ und richtet sich an Organisationen, die Verwaltungsrechte für externe Verbundeinstellungen gezielt zuweisen möchten, ohne dabei umfassende Teams-Administratorberechtigungen zu vergeben.
Die weltweite Verfügbarkeit startet voraussichtlich Ende Januar 2026. Der Abschluss der Einführungsphase ist für Mitte Februar 2026 geplant.
Funktionsumfang und Einsatzbereich
Die neue Administratorrolle richtet sich primär an Personen, die für die Konfiguration externer Zusammenarbeit in Microsoft Teams zuständig sind. Im Zentrum stehen zwei Hauptaufgaben: die Verwaltung der Verbunddomänen im Rahmen des externen Zugriffs sowie die Steuerung entsprechender Richtlinien zur Freigabe oder Sperrung externer Domänen.
Die Verwaltung erfolgt ausschließlich über PowerShell-Kommandos. Ein Zugriff auf die grafische Oberfläche des Teams Admin Centers ist mit dieser Rolle nicht vorgesehen. Zudem besteht keine Möglichkeit, die Rolle Verwaltungseinheiten zuzuordnen.
Globale Administratoren können die Zuweisung der neuen Rolle über das Microsoft Entra Admin Center oder das Microsoft 365 Admin Center durchführen beziehungsweise widerrufen.
Vorbereitung und Implementierung
Für die Einführung sind keine manuellen Vorarbeiten erforderlich. Die Bereitstellung erfolgt automatisiert zum genannten Zeitplan. Organisationen sollten jedoch ihre globalen Administratoren über die Verfügbarkeit informieren und bestehende Dokumentationen sowie Schulungsmaterialien entsprechend aktualisieren, um die neue Rolle und deren Möglichkeiten abzubilden.
Detaillierte Informationen zur Rollenverwaltung in Teams sowie zu den integrierten Rollen in Microsoft Entra stehen in den entsprechenden Microsoft Learn-Dokumentationen zur Verfügung.
Nach Angaben von Microsoft ergeben sich aus der Einführung keine spezifischen Compliance-Anforderungen. Organisationen wird empfohlen, dies individuell zu prüfen.
Weitere Informationen
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
Fachartikel

Keepit KI-Integration: Warum Backup-Systeme andere KI-Regeln brauchen

Phishing über LiveChat: Wie Angreifer SaaS-Plattformen für Datendiebstahl nutzen

XWorm 7.1 und Remcos RAT: Angreifer setzen auf dateilose Techniken und Windows-Bordmittel

KI im Cyberkonflikt: Warum Verteidiger die Nase vorn haben

KadNap: Wie ein neues Botnetz tausende Asus-Router als Proxy-Knoten missbraucht
Studien

Drucksicherheit bleibt in vielen KMU ein vernachlässigter Bereich

Sieben Regierungen einigen sich auf 6G-Sicherheitsrahmen

Lieferkettenkollaps und Internetausfall: Unternehmen rechnen mit dem Unwahrscheinlichen

KI als Werkzeug für schnelle, kostengünstige Cyberangriffe

KI beschleunigt Cyberangriffe: IBM X-Force warnt vor wachsenden Schwachstellen in Unternehmen
Whitepaper

Cloudflare Threat Report 2026: Ransomware beginnt mit dem Login – KI und Botnetze treiben die Industrialisierung von Cyberangriffen

EBA-Folgebericht: Fortschritte bei IKT-Risikoaufsicht unter DORA – weitere Harmonisierung nötig

Böswillige KI-Nutzung erkennen und verhindern: Anthropics neuer Bedrohungsbericht mit Fallstudien

Third Party Risk Management – auch das Procurement benötigt technische Unterstützung

EU-Toolbox für IKT-Lieferkettensicherheit: Gemeinsamer Rahmen zur Risikominderung
Hamsterrad-Rebell

Sichere Enterprise Browser und Application Delivery für moderne IT-Organisationen

Sicherer Remote-Zugriff (SRA) für Operational Technology (OT) und industrielle Steuerungs- und Produktionssysteme (ICS) – Teil 2

Incident Response Retainer – worauf sollte man achten?

KI‑basierte E‑Mail‑Angriffe: Einfach gestartet, kaum zu stoppen








