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Januar-Patch sorgt für Outlook-Blockaden bei Cloud-Speichern

22. Januar 2026

Das jüngste Windows-Update von Microsoft hat zahlreiche Anwender in Schwierigkeiten gebracht: Nach der Installation des Patches KB5074109 vom 13. Januar 2026 reagieren Outlook und weitere Anwendungen beim Zugriff auf Cloud-Speicherdienste wie OneDrive oder Dropbox nicht mehr. Besonders stark betroffen sind Nutzer, die ihre PST-Dateien in der Cloud ablegen – das Programm blockiert vollständig und lässt sich nur über den Task-Manager beenden. Microsoft hat das Problem mittlerweile offiziell bestätigt und stellt vorläufige Lösungswege bereit, während an einem dauerhaften Fix gearbeitet wird.

Cloud-Speicher führen zu Anwendungsabstürzen

Nur wenige Tage nach einem Notfall-Patch, der Verbindungsprobleme in der Windows-App beheben sollte, meldet der Softwarekonzern aus Redmond ein neues Problem. Nutzer, die das Update vom 13. Januar 2026 installiert haben, berichten von Anwendungen, die beim Öffnen oder Speichern von Dateien in Cloud-Diensten einfrieren oder Fehlermeldungen ausgeben.

Das Unternehmen dokumentiert in seinem Release Health Dashboard, dass verschiedene Programme nach dem Zugriff auf OneDrive oder Dropbox nicht mehr korrekt funktionieren. Die Symptomatik tritt plattformübergreifend auf mehreren Windows-Versionen auf.

Outlook besonders betroffen

Der E-Mail-Client zeigt die gravierendsten Auswirkungen. Wenn Anwender PST-Dateien (Personal Storage Table) auf OneDrive speichern, kann Outlook komplett blockieren. Die Anwendung lässt sich dann weder schließen noch neu starten, ohne den Prozess über den Task-Manager zu beenden oder das gesamte System neu zu booten.

Zusätzlich treten weitere Fehlfunktionen auf: Versendete Nachrichten erscheinen nicht im entsprechenden Ordner, bereits heruntergeladene E-Mails werden erneut vom Server geladen. Die Problematik betrifft klassische Outlook-Profile mit POP-Konten sowie alle Konfigurationen, bei denen PST-Dateien cloudbasiert gespeichert werden.

Provisorische Lösungen verfügbar

Als sofortige Abhilfe empfiehlt Microsoft, PST-Dateien von OneDrive auf lokale Laufwerke zu verschieben. Das Unternehmen weist in seiner Dokumentation darauf hin, dass Cloud-Speicherung von PST-Dateien grundsätzlich nur für Sicherungszwecke vorgesehen ist – in der Praxis nutzen jedoch viele Anwender und Administratoren diese Methode für den produktiven Einsatz.

Alternativ können Betroffene auf Webmail-Dienste ausweichen, sofern der jeweilige E-Mail-Anbieter diese Option bereitstellt. Bei anderen Anwendungen rät Microsoft, sich direkt an die jeweiligen Entwickler zu wenden.

Für Unternehmenskunden, die dringend Unterstützung benötigen, steht der Microsoft-Support zur Verfügung. Als letzte Option bleibt die Deinstallation des Updates.

Umfangreiche Systembetroffenheit

Das Problem zeigt sich auf einem breiten Spektrum von Betriebssystemen. Auf Client-Seite sind Windows 11 in den Versionen 25H2, 24H2 und 23H2 sowie Windows 10 Version 22H2 und die LTSC-Editionen 2021 und 2019 betroffen. Im Server-Bereich erstreckt sich die Problematik auf Windows Server 2025, Version 23H2, Windows Server 2022 und 2019.

Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben an einer dauerhaften Lösung und will zeitnah über Fortschritte informieren. Der Status des Problems wird derzeit als „in Untersuchung“ geführt.

Tipp: