
Authentifizierungsfehler nach Januar-Update: Windows-App blockiert Zugriff auf Cloud-Dienste
Das erste Sicherheitsupdate 2026 sorgt für Verbindungsabbrüche bei der Windows-App. Nutzer von Azure Virtual Desktop und Windows 365 können sich nicht mehr anmelden. Microsoft arbeitet an einer kurzfristigen Lösung.
Sicherheitspatch führt zu Anmeldeproblemen
Der Softwarekonzern aus Redmond hat das neue Jahr mit einem problematischen Update begonnen. Das am 13. Januar veröffentlichte Sicherheitsupdate KB5074109 verursacht gravierende Störungen bei der Authentifizierung von Remote-Desktop-Verbindungen. Anwender, die über die Windows-App auf Azure Virtual Desktop oder Windows 365 zugreifen möchten, scheitern an fehlerhaften Anmeldeprozessen.
Nach Angaben des Unternehmens treten die Schwierigkeiten bei der Abfrage von Zugangsdaten auf Windows-Clientgeräten auf. Die Verbindung zu den Cloud-basierten Desktop-Diensten bricht ab, sobald die Authentifizierung durchgeführt werden soll. Die zuständigen Entwicklerteams von Azure Virtual Desktop und Windows Update untersuchen derzeit gemeinsam die Fehlerursache.
Alle aktuellen Windows-Versionen betroffen
Die Reichweite des Problems ist erheblich. Sämtliche unterstützten Windows-Editionen sind von der Störung betroffen – angefangen bei Windows 10 Enterprise LTSC 2016 bis zur neuesten Version Windows 11 25H2. Auch Server-Betriebssysteme von Windows Server 2019 bis zur aktuellen Version 2025 weisen dieselben Authentifizierungsfehler auf.
Nutzer berichten von sofortigen Fehlermeldungen beim Verbindungsversuch. Die Meldung „Authentifizierung nicht möglich“ erscheint unmittelbar nach dem Klick auf die Verbindungsschaltfläche, ohne dass ein Anmeldevorgang stattfindet.
Provisorische Lösungswege verfügbar
Für Anwender, die auf ihre virtuellen Desktops angewiesen sind, hat Microsoft zwei Alternativen bereitgestellt. Als erste Option empfiehlt das Unternehmen den Einsatz des klassischen Remote Desktop-Clients für Windows, der von der Problematik nicht betroffen ist. Als zweite Möglichkeit steht der webbasierte Windows App Client unter der Adresse windows.cloud.microsoft zur Verfügung.
Die Windows-App wurde erst 2024 als zentrale Zugangslösung für sämtliche Windows-bezogenen Dienste eingeführt. Sie fungiert als Sicherheitsgateway für Windows 365, Azure Virtual Desktop, Remote Desktop Services und Microsoft Dev Box. Die aktuelle Situation zeigt jedoch die Abhängigkeit von einem einzelnen Zugangsweg.
Aus der Anwenderschaft kam entsprechende Kritik. Ein Nutzer kommentierte die Empfehlung zur Verwendung des älteren Clients mit dem Hinweis auf den Zeitaufwand, der in die Migration zur neuen Windows-App investiert wurde.
Out-of-Band-Update in Vorbereitung
Microsoft kündigt die Veröffentlichung eines außerplanmäßigen Updates an. Dieses Out-of-Band-Update soll in den kommenden Tagen bereitgestellt werden und die Authentifizierungsprobleme beheben. Konkrete Zeitangaben nannte das Unternehmen bislang nicht.
Berichten zufolge hat der Konzern intern bereits ein Rollback für die bekannten Probleme vorbereitet, um die fehlerhafte Anmeldeverarbeitung zu korrigieren. Eine offizielle Bestätigung über das Release Health-Dashboard steht allerdings noch aus.
Die Situation verdeutlicht erneut die Herausforderungen bei der Qualitätssicherung komplexer Softwareaktualisierungen in unternehmenskritischen Umgebungen.
Auch interessant:
Fachartikel

RISE with SAP: Wie Sicherheitsmaßnahmen den Return on Investment sichern

Jailbreaking: Die unterschätzte Sicherheitslücke moderner KI-Systeme

VoidLink: Cloud-native Linux-Malware mit über 30 Plug-ins entdeckt

Angriffsphasen verstehen: Cyber-Kill-Chain in Unternehmens-IT und Industrieanlagen

Schwachstelle in ServiceNow ermöglicht Übernahme von KI-Agenten
Studien

IT-Modernisierung entscheidet über KI-Erfolg und Cybersicherheit

Neue ISACA-Studie: Datenschutzbudgets werden trotz steigender Risiken voraussichtlich schrumpfen

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten
![Featured image for “Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum”](https://www.all-about-security.de/wp-content/uploads/2025/12/phishing-4.jpg)
Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum

Gartner-Umfrage: Mehrheit der nicht geschäftsführenden Direktoren zweifelt am wirtschaftlichen Wert von Cybersicherheit
Whitepaper

ETSI veröffentlicht weltweit führenden Standard für die Sicherung von KI

Allianz Risk Barometer 2026: Cyberrisiken führen das Ranking an, KI rückt auf Platz zwei vor

Cybersecurity-Jahresrückblick: Wie KI-Agenten und OAuth-Lücken die Bedrohungslandschaft 2025 veränderten

NIS2-Richtlinie im Gesundheitswesen: Praxisleitfaden für die Geschäftsführung

Datenschutzkonformer KI-Einsatz in Bundesbehörden: Neue Handreichung gibt Orientierung
Hamsterrad-Rebell

Identity Security Posture Management (ISPM): Rettung oder Hype?

Platform Security: Warum ERP-Systeme besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern

Daten in eigener Hand: Europas Souveränität im Fokus

Sicherer Remote-Zugriff (SRA) für Operational Technology (OT) und industrielle Steuerungs- und Produktionssysteme (ICS)







