Als ob Cyberangriffe nicht schon genug Kopfschmerzen bereiten, ruft die britische Cybersicherheitsbehörde Unternehmen dazu auf, ihre Systeme bis 2035 gegen Bedrohungen durch Quanten-Hacker zu wappnen.
Sich digital besser abzusichern, ist immer sinnvoll – besonders, wenn künftige Angreifer möglicherweise quantenbasierte Cyberattacken nutzen. Zwar existieren solche Angriffe noch nicht, doch laut dem britischen National Cyber Security Centre (NCSC) ist es nur eine Frage der Zeit.
Das NCSC empfiehlt insbesondere großen Unternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen wie Energie- und Transportunternehmen, auf „Post-Quanten-Kryptographie“ (PQC) umzusteigen. Diese soll verhindern, dass Quantencomputer bestehende Verschlüsselungsmethoden aushebeln und so Zugriff auf sensible Systeme erlangen.
Ein neuer Leitfaden der Behörde beschreibt einen dreistufigen Übergangsplan hin zu quantensicheren Verschlüsselungsmethoden bis 2035. „Die aktuellen Verschlüsselungsstandards, die etwa für Online-Banking und sichere Kommunikation genutzt werden, könnten der Rechenleistung von Quantencomputern nicht standhalten“, warnt das NCSC.
Der Grund: Herkömmliche Verschlüsselung basiert auf mathematischen Problemen, die klassische Computer nur schwer lösen können. Quantencomputer hingegen könnten diese Hürden mit ihrer überlegenen Rechenleistung deutlich schneller überwinden – und damit bestehende Sicherheitsmaßnahmen wirkungslos machen.
Als Teil des Government Communications Headquarters (GCHQ) betont das NCSC, dass der frühzeitige Wechsel zu PQC Unternehmen einen entscheidenden Vorteil verschafft. Durch den Einsatz quantensicherer Algorithmen könnten sie sich bereits jetzt vor potenziellen Angriffen schützen, bevor diese Realität werden.
