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Gartner-Prognose: Bis 2026 verfügen 40 % der Unternehmensanwendungen über aufgabenspezifische KI-Agenten

26. August 2025

Bis Ende 2025 werden nahezu alle Unternehmensanwendungen mit integrierten KI-Assistenten ausgestattet sein. + Ab 2026 erhalten Unternehmensanwendungen zunehmend echte agentenbasierte KI-Funktionen. + CIOs haben ein Zeitfenster von drei bis sechs Monaten, um ihre Strategie und Investitionen in agentenbasierte KI zu definieren. 

Laut Gartner Inc., ein Anbieter von Geschäfts- und Technologieanalysen, werden bis 2026 rund 40 % aller Unternehmensanwendungen aufgabenspezifische KI-Agenten enthalten – ein signifikanter Anstieg gegenüber weniger als 5 % im Jahr 2025. Vor dem Hintergrund der beschleunigten digitalen Transformation werden agentenbasierte KI-Systeme weit über die individuelle Produktivitätssteigerung hinausgehen und durch intelligente Mensch-Agent-Interaktionen neue Maßstäbe für Teamarbeit und Prozessgestaltung setzen.

Gartner geht davon aus, dass agentenbasierte KI bis 2035 etwa 30 % des weltweiten Umsatzes mit Unternehmenssoftware ausmachen wird – mehr als 450 Milliarden US-Dollar, verglichen mit nur 2 % im Jahr 2025.

KI-Agenten entwickeln sich rasant weiter. Bis 2026 werden sie sich von einfachen, eingebetteten Assistenten hin zu aufgabenspezifischen Agenten wandeln und bis 2029 zu komplexen Multiagenten-Ökosystemen heranwachsen“, erklärt Anushree Verma, Senior Director Analyst bei Gartner. „Dieser Wandel transformiert Unternehmensanwendungen: von Werkzeugen zur Unterstützung der individuellen Produktivität hin zu Plattformen für autonome Zusammenarbeit und dynamische Workflow-Orchestrierung.“

CIOs müssen jetzt handeln: Ihnen bleiben zwischen drei und sechs Monaten, um eine fundierte Agentenstrategie zu entwickeln. Wer diese Frist versäumt, riskiert, im Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert einen strategischen Ansatz über alle fünf Phasen der agentenbasierten KI hinweg.

Abbildung 1: Die Zukunft der agentenbasierten KI in Unternehmensanwendungen Source: Gartner (August, 2025)

Phase 1: KI-Assistenten für jede Anwendung

Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2025 fast jede Unternehmensanwendung über integrierte Assistenten verfügen wird, die ineffiziente Apps in intelligente Systeme verwandeln, die im Namen der Benutzer arbeiten.

KI-Assistenten sind die Vorläufer der agentenbasierten KI. Sie vereinfachen Aufgaben und Interaktionen für Benutzer, sind jedoch auf menschliche Eingaben angewiesen und arbeiten nicht unabhängig. Das häufigste Missverständnis besteht darin, diese KI-Assistenten als Agenten zu bezeichnen, was durch das weit verbreitete „Agentwashing” noch verstärkt wird.

CIOs und Technologieführer müssen sich darauf konzentrieren, nahtlose Mitarbeitererfahrungen zu schaffen, indem sie KI-Assistenten mit robusten APIs integrieren und so einen Wechsel von traditionellen anwendungsorientierten Schnittstellen ermöglichen”, so Verma.

Stufe 2: Aufgabenspezifische Agentenanwendungen

Bis 2026 werden sich KI-Assistenten zu KI-Agenten mit Aufgabenspezialisierung entwickeln – ein bedeutender Schritt in Richtung echter agentenbasierter Fähigkeiten. Gartner prognostiziert, dass bis 2026 40 % der Unternehmensanwendungen mit aufgabenspezifischen Agenten integriert sein werden, gegenüber weniger als 5 % heute.

„Da KI-Agenten beginnen, unabhängig zu agieren und Aufgaben von der Routineentwicklung bis hin zur komplexen Reaktion auf Vorfälle ohne menschliches Zutun zu übernehmen, müssen Führungskräfte für strenge Sicherheit und Governance sorgen“, so Verma.

Stufe 3: Kollaborative KI-Agenten innerhalb einer Anwendung

Die Zusammenarbeit zwischen KI-Agenten wird Unternehmensanwendungen neu definieren, da Unternehmen über die Automatisierung einzelner Aufgaben hinausgehen. Gartner prognostiziert, dass bis 2027 ein Drittel der agentenbasierten KI-Implementierungen Agenten mit unterschiedlichen Fähigkeiten kombinieren werden, um komplexe Aufgaben innerhalb von Anwendungs- und Datenumgebungen zu bewältigen.

Heutige KI-Agenten konzentrieren sich oft auf einzelne, aufgabenspezifische Funktionen, was ihre allgemeine geschäftliche Wirkung einschränken kann. Kollaborative Agenten werden anpassungsfähigere und skalierbarere Lösungen bieten, indem sie aus Echtzeitdaten lernen und sich an neue Bedingungen anpassen. In dieser Phase müssen Technologieführer Standardisierung und Interoperabilität priorisieren und Protokolle einführen, die eine nahtlose Kommunikation zwischen Agenten unterstützen.

Stufe 4: KI-Agenten-Ökosysteme über Anwendungen hinweg

Bis 2028 werden KI-Agenten-Ökosysteme Netzwerke spezialisierter Agenten ermöglichen, die dynamisch über mehrere Anwendungen hinweg zusammenarbeiten, sodass Benutzer ihre Ziele erreichen können, ohne mit jeder Anwendung einzeln interagieren zu müssen.

Dieser Wandel wird den Bedarf an neuen Geschäftsmodellen, mehr Transparenz, dynamischer Preisgestaltung und einer verstärkten Governance erhöhen, um einen ethischen Betrieb der agentenbasierten KI zu gewährleisten.

Gartner schätzt, dass bis 2028 ein Drittel der Benutzererfahrungen von nativen Anwendungen auf agentenbasierte Frontends verlagert werden, was neue Geschäftsmodelle erforderlich macht, um eine Disintermediation zu vermeiden.

Stufe 5: Die „neue Normalität“ für demokratisierte Unternehmensanwendungen

Gartner prognostiziert, dass bis 2029 mindestens 50 % der Wissensarbeiter neue Fähigkeiten entwickeln werden, um KI-Agenten für komplexe Aufgaben zu nutzen, zu steuern und bei Bedarf zu erstellen.

„Mit zunehmender Reife der agentenbasierten KI werden standardisierte Protokolle und Frameworks eine nahtlose Interoperabilität ermöglichen, sodass Agenten ihre Umgebung wahrnehmen, Projekte koordinieren und eine Vielzahl von Geschäftsszenarien unterstützen können“, so Verma. „Frühe Anwender werden den Standard für die neue Normalität setzen, während andere Gefahr laufen, ins Hintertreffen zu geraten, wenn Menschen beginnen, sich ebenso sehr auf KI-Agenten zu verlassen wie auf ihre Smartphones.“

Gartner-Kunden können mehr darüber in den Berichten „Emerging Tech: The Future of Agentic AI in Enterprise Applications“ und „Emerging Tech: Maximize Opportunities While Managing Risks of Agentic AI on Enterprise Software“ lesen.

Erfahren Sie in den kostenlosen Gartner-Einblicken „5 Schritte zur Nutzung der Chancen der agentenbasierten KI“, wie Sie umsetzbare Strategien entwickeln können, um Ihr Unternehmen auszurichten, Ihre Teams zu stärken und Ihren Umsatz im Zeitalter der agentenbasierten KI zu steigern.

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Bild Quelle: Pixabay

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