
Ein weiteres prominentes Branchen-Schwergewicht schlägt Alarm: Jim Farley, CEO des US-Autobauers Ford, hat sich mit einer drastischen Prognose zur Zukunft der Arbeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu Wort gemeldet – und spricht aus, was viele in der Wirtschaftswelt bislang nur hinter vorgehaltener Hand sagten.
Auf dem renommierten Aspen Ideas Festival erklärte Farley, KI werde „buchstäblich die Hälfte aller Angestellten ersetzen“. Es ist ein Statement mit Sprengkraft – nicht nur für die Automobilindustrie. Bereits jetzt habe Ford 10 Prozent seiner Jobs abgebaut, weitere 10 bis 20 Prozent könnten in den kommenden fünf Jahren wegfallen, so der Konzernchef.
„KI und neue Technologien haben asymmetrische Auswirkungen auf unsere Wirtschaft“, sagte Farley im Gespräch mit Bestseller-Autor Walter Isaacson. „Einige Bereiche profitieren enorm – andere bleiben auf der Strecke.“ Die technologische Entwicklung sei zwar faszinierend, aber nicht folgenlos: „Es ist offensichtlich, dass viele dieser Innovationen Menschen zurücklassen.“
Was also tun mit all den Beschäftigten, die durch Automatisierung und KI überflüssig zu werden drohen? Farley fordert einen gesellschaftlichen Plan: „Wir müssen anerkennen, dass KI das Leben vieler verbessern kann – aber wir dürfen nicht ignorieren, was mit jenen geschieht, die zurückbleiben. Nachhaltigkeit bedeutet auch soziale Verantwortung. Und einen solchen Plan haben wir derzeit schlicht nicht.“
Isaacson hakte nach: Wird KI Arbeitskräfte unterstützen oder verdrängen? Farley antwortete diplomatisch: „Sie wird sehr hilfreich sein – etwa bei der Buchhaltung oder anderen Routinetätigkeiten.“ Doch auch auf physischer Ebene steht ein Wandel bevor. Zwar sei die komplette Automatisierung von Fabriken noch weit entfernt – „aber humanoide Roboter könnten künftig bis zu 20 Prozent der Aufgaben übernehmen.“
Gänzlich schwarz sieht Farley das Bild nicht. „Roboter sind teuer, und Menschen sind erstaunlich anpassungsfähig. Es gibt viele Dinge, die Maschinen einfach nicht leisten können.“ Doch der Trend ist klar: Die digitale Revolution trifft nicht nur die Blue-Collar-Jobs – auch die klassischen Bürojobs geraten zunehmend unter Druck.
Der Ton in der Chefetage großer Konzerne wird rauer. Was einst hinter verschlossenen Türen diskutiert wurde, wird nun öffentlich. Und das Signal ist eindeutig: Die KI-Ära wird nicht nur Technologien, sondern auch Arbeitsmärkte grundlegend verändern. Die Frage ist nicht mehr ob – sondern wie wir damit umgehen.
Quelle: Australiens führende Wirtschaftsnachrichten-Website, news.com.au
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