
Die Fotoplattform Flickr hat ihre Nutzer über einen Sicherheitsvorfall informiert, der durch eine Schwachstelle bei einem externen E-Mail-Dienstleister verursacht wurde. Betroffen sind verschiedene Kontoinformationen, während sensible Zugangsdaten nach Unternehmensangaben geschützt blieben.
Vorfall bei externem Dienstleister
Am 5. Februar 2026 erhielt Flickr Kenntnis von einer Sicherheitslücke im System eines beauftragten E-Mail-Dienstleisters. Die Schwachstelle ermöglichte potenziell unbefugten Zugang zu bestimmten Nutzerdaten. Das Unternehmen sperrte nach eigenen Angaben den Zugriff auf das kompromittierte System innerhalb weniger Stunden.
Umfang der betroffenen Informationen
Laut Flickr blieben Passwörter und Kreditkartendaten von dem Vorfall unberührt. Abhängig vom jeweiligen Nutzerkonto könnten folgende Informationen zugänglich gewesen sein:
- Name und E-Mail-Adresse der Nutzer
- Flickr-Benutzername sowie Kontotyp
- IP-Adressen und ungefähre Standortdaten
- Nutzungsaktivitäten auf der Plattform
Maßnahmen des Unternehmens
Flickr hat nach eigener Darstellung umgehend reagiert: Der Zugang zum betroffenen System wurde blockiert und sämtliche Verbindungen zum anfälligen Endpunkt entfernt. Der betroffene Dienstleister wurde kontaktiert und zu einer vollständigen Aufklärung aufgefordert. Parallel dazu führt das Unternehmen eine interne Prüfung durch und verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Drittanbietern. Die zuständigen Datenschutzbehörden wurden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Empfehlungen für Nutzer
Die Plattform rät ihren Nutzern zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber Phishing-Versuchen im Zusammenhang mit Flickr-Konten. Das Unternehmen weist darauf hin, niemals per E-Mail nach Passwörtern zu fragen. Nutzer sollten ihre Kontoeinstellungen auf unerwartete Änderungen überprüfen. Falls das Flickr-Passwort auch für andere Dienste verwendet wird, empfiehlt sich eine Aktualisierung.
Rechtliche Hinweise und Kontaktmöglichkeiten
Flickr informiert betroffene Nutzer über ihre regionalen Beschwerdemöglichkeiten. Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum und Großbritannien können sich an ihre lokalen Datenschutzbehörden wenden. Kalifornische Nutzer haben die Möglichkeit, den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates zu kontaktieren oder sich an Kreditauskunfteien zu wenden. Für Rückfragen steht das Support-Team unter help@flickr.com zur Verfügung.
Das Unternehmen hat sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt und zusätzliche Verbesserungen der Systemarchitektur sowie eine intensivierte Überwachung externer Partner angekündigt.
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Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
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