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Ex-CISA-Chefin warnt vor Führungskrise im US-Heimatschutzministerium

3. Februar 2026

Die frühere kommissarische Direktorin der US-Cybersicherheitsbehörde CISA übt deutliche Kritik am aktuellen Zustand des Heimatschutzministeriums. Bridget Bean bemängelt das Fehlen von Senat-bestätigten Führungskräften und sieht dadurch die Handlungsfähigkeit wichtiger Sicherheitsbehörden eingeschränkt.

Bridget Bean, die zu Beginn von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft vorübergehend die Leitung der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency innehatte, äußert sich kritisch zur personellen Situation im Department of Homeland Security. In ihrem ersten öffentlichen Statement seit ihrem Ausscheiden Ende vergangenen Jahres warnt sie vor den Folgen unbesetzter Führungspositionen.

„Der Mangel an fest verankerten, vom Senat konfirmierten Personen macht mir große Sorgen“, erklärte Bean gegenüber POLITICO. Die Unterscheidung zwischen einer senatsbestätigten Position und einer Interimsrolle sei erheblich.

Beans Äußerungen erfolgten, nachdem POLITICO sie zu ihrer Beteiligung an einem Signal-Gruppenchat befragt hatte. Darin hatte sie am 11. November die Lage im Ministerium als „heilloses Durcheinander“ bezeichnet.

Bean konkretisierte: „Mit meiner Bemerkung bezog ich mich darauf, dass effektive Arbeit ohne dauerhafte Führungsstrukturen nicht möglich ist.“

Das Heimatschutzministerium wies die Kritik als „offensichtlich unbegründet“ zurück und verwies auf die „außergewöhnlichen Leistungen“ im ersten Regierungsjahr. Die CISA betonte, seit Januar 2025 38 gemeinsame Warnmeldungen zur Cybersicherheit veröffentlicht zu haben.

Personelle Komplikationen

Bean verließ die CISA im September nach knapp vier Jahren in verschiedenen Leitungsfunktionen. Im Mai übernahm der stellvertretende Direktor Madhu Gottumukkala die kommissarische Leitung. Seine Amtszeit verlief nicht ohne Komplikationen: Laut POLITICO bestand er einen Lügendetektortest nicht und lud vertrauliche CISA-Dokumente in die öffentliche Version von ChatGPT hoch.

Präsident Trump nominierte im März 2025 Sean Plankey für die Position des CISA-Direktors. Die Nominierung kam im Senat jedoch nicht voran, da zwei republikanische Senatoren sie blockieren.

Massive Personalreduzierung

Das Führungsvakuum trifft die CISA in einer Phase erheblicher Kürzungen. Etwa ein Drittel der 3.000 Beschäftigten wurde im vergangenen Jahr entweder entlassen oder schied freiwillig aus.

Laut DHS-Organigramm sind 25 Spitzenpositionen entweder kommissarisch besetzt oder komplett vakant. Bean ist heute Präsidentin der Beratungsfirma Via Stella und Gastwissenschaftlerin bei der Heritage Foundation.

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit

Bean betonte, das Fehlen dauerhafter Führungsstrukturen erschwere die effektive Kommunikation mit der DHS-Zentrale über die Prioritäten der Behörden.

„Die Beamten leisten weiterhin ihre Arbeit nach bestem Wissen, tun dies aber möglicherweise ohne vollständiges Verständnis der übergeordneten Vision des Abteilungsleiters, des DHS und des Präsidenten.“

Auf die Frage, ob die Fokussierung des DHS auf Einwanderungsthemen unter Ministerin Kristi Noem zulasten der Cybersicherheitsarbeit gehe, antwortete Bean, Noem erkenne die Bedeutung von Cybersicherheit als zentrale Säule der inneren Sicherheit.

Quelle: POLITICO

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