
Die Europäische Union muss ihre Cyber-Strategie erweitern. Reine Verteidigungsmaßnahmen genügen nicht länger, um den wachsenden Bedrohungen im digitalen Raum zu begegnen. Die EU-Kommissarin macht sich für offensive Fähigkeiten stark.
Die Fähigkeit zu digitalen Gegenangriffen wird für Europa zunehmend relevant, da sich das bisherige Konzept der Abschreckung als unzureichend erweist. Dies betonte die für Technologie und Sicherheit verantwortliche EU-Kommissarin in einem Gespräch mit POLITICO.
„Eine rein defensive Haltung entspricht nicht mehr den Anforderungen … Offensive Fähigkeiten sind ebenfalls erforderlich“, erklärte Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, am Freitag während der Münchner Sicherheitskonferenz.
Über Jahre zeigten sich europäische Regierungen zurückhaltend, ihre Unterstützung für offensive Cyber-Operationen – das sogenannte „Zurück-Hacken“ – öffentlich zu kommunizieren. Die Sorge vor Vergeltungsaktionen durch Staaten wie Russland und China prägte diese Haltung.
Mittlerweile vollzieht sich ein Wandel. Mehrere EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland und Lettland, zeigen wachsendes Interesse an offensiven Cyber-Operationen. Auch die Kommission thematisierte im Verteidigungs-White-Paper vom Dezember die Notwendigkeit sowohl defensiver als auch offensiver Fähigkeiten.
Laut Virkkunen arbeitet die Kommission zudem an der Identifizierung kritischer Sektoren, in denen Europa größere Datenkontrolle anstrebt. Dies ist Teil eines Vorhabens zur Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Technologien und zum Aufbau einer eigenständigen Cyber-Industrie.
„Risikobehaftete Abhängigkeiten in kritischen Bereichen gilt es zu vermeiden“, führte sie aus. „Bei fehlenden eigenen Kapazitäten besteht die Bereitschaft zur Kooperation mit Partnern ähnlicher Ausrichtung, um resiliente Lieferketten zu etablieren.“
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