
VPNs sorgen für Sicherheit und Privatsphäre im Netz, können aber manchmal hinderlich sein. Herkömmliche Lösungen erschweren den Zugriff auf bestimmte Websites oder lösen Captchas aus, sodass Nutzer zwischen Schutz und Komfort abwägen müssen. Die neue Mozilla VPN-Erweiterung für Firefox – jetzt für Windows verfügbar – bietet mehr Kontrolle und schützt Ihre Online-Aktivitäten, ohne die Benutzerfreundlichkeit einzuschränken.
Viele Websites – darunter Nachrichtenportale, soziale Netzwerke, Banken und Streaming-Dienste – erkennen VPN-Verkehr oft fälschlicherweise als verdächtig. Dies kann zu eingeschränktem Zugriff, zusätzlichen Sicherheitsabfragen oder verlangsamten Ladezeiten führen.
Mit der neuen Firefox-Erweiterung für Windows will Mozilla dieses Problem lösen. Die Erweiterung bringt zwei neue Funktionen: Nutzer können festlegen, welche Websites ohne VPN-Verbindung aufgerufen werden, und für verschiedene Seiten unterschiedliche VPN-Standorte einstellen.
„Kein mühsames Ein- und Ausschalten des VPNs mehr, nur um bestimmte Seiten zu erreichen. Ein deutlicher Hinweis in der URL-Leiste zeigt an, wenn eine Website ohne VPN aufgerufen wird, sodass der Schutz bei Bedarf leicht wieder aktiviert werden kann“, erklärt Mozilla.
Dadurch wird es möglich, gleichzeitig auf einer Website mit einer US-IP zu surfen und auf einer anderen mit einer französischen – innerhalb derselben Firefox-Sitzung.
Mozilla arbeitet bereits daran, diese Funktionen auf weitere Plattformen auszuweiten, und verbessert die Erweiterung kontinuierlich mit Fokus auf Stabilität, Zuverlässigkeit und Performance.
„Ich habe mein VPN oft deaktiviert, um eine bestimmte Website zu besuchen, und später vergessen, es wieder einzuschalten“, sagt Santiago Andrigo, Principal Product Manager bei Mozilla.
Allerdings betreibt Mozilla keine eigene VPN-Infrastruktur. Der Dienst basiert auf der Technologie von Mullvad, das die Server bereitstellt und einen günstigeren Tarif anbietet.
Mozilla VPN kostet 9,99 € pro Monat, während das Jahresabo mit 4,99 € pro Monat deutlich günstiger ist (rund 60 € jährlich). Im Vergleich dazu bietet Mullvad eine einheitliche Flatrate von 5 € pro Monat. Beide Dienste nutzen dieselben 500 Server in über 30 Ländern.
In seinem Blogbeitrag geht Mozilla nicht darauf ein, wie seine Lösung mit den zahlreichen zusätzlichen Domains umgeht, die Inhalte für dieselbe Website laden – darunter Tracker und Werbung.
Die Nutzung eines VPN-Dienstes, der nur als Zwischenhülle für Mullvad fungiert, kann im Vergleich zur direkten Verwendung von Mullvad oder anderen Anbietern zusätzliche Risiken bergen. Nutzer müssen nicht nur einem, sondern zwei Unternehmen vertrauen. Auch wenn beide behaupten, keine Logs zu speichern, erhöht diese doppelte Struktur die potenzielle Angriffsfläche und kann zu Unterschieden in den Richtlinien sowie zu rechtlichen Unsicherheiten führen.
Ein weiterer Punkt: Mozilla hat seinen Hauptsitz in den USA, wo strengere Überwachungsgesetze gelten, während Mullvad in Schweden ansässig ist. Schweden bietet zwar stärkeren Datenschutz, unterliegt jedoch dennoch den EU-Vorschriften.
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
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