
In einer zunehmend vernetzten Welt ist der Schutz digitaler Systeme essentiell – für Staaten, Unternehmen und Verwaltungen. Setzen Sie daher auf ein starkes, sicheres Fundament.
Digitaler Wandel muss sicher und souverän sein
Die Digitalisierung hat in den letzten Jahrzehnten enorme Chancen eröffnet. Gleichzeitig hat sie jedoch auch neue Abhängigkeiten und Risiken geschaffen. Internationale Cloud-Dienste, komplexe IT-Systeme und teilweise mehrstufige Lieferketten machen Organisationen angreifbarer als je zuvor.
In diesem Spannungsfeld gewinnt ein Begriff zunehmend an Bedeutung: digitale Souveränität.
Was bedeutet das? Wer im digitalen Raum unabhängig und handlungsfähig bleiben möchte, muss seine IT nicht nur effizient, sondern vor allem sicher und widerstandsfähig gestalten!
Daher wurde in Deutschland unter anderem das ZenDiS (Zentrum für Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung) ins Leben gerufen. Auch immer mehr Branchenverbände und einzelne Unternehmen arbeiten daran, dass Deutschland und Europa digital souveräner agieren können.
Das ist gut so. Doch oft wird ein zentraler Bestandteil übersehen: die konsequente Systemhärtung.
Der “unsichtbare” Grundpfeiler sicherer IT-Infrastrukturen
Damit Unternehmen oder gar Staaten digital souverän werden und bleiben können, müssen sie zahlreiche Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel gilt es, Abhängigkeiten so weit wie möglich zu verringern, indem eigene Infrastrukturen aufgebaut werden. Ebenso zählen die Förderung von digitalen Kompetenzen und die Sicherung der IT-Landschaften dazu.
Apropos Cybersecurity: Ein zentraler Baustein ist es, mögliche Angriffsflächen bei Betriebssystemen und Anwendungen von Beginn an zu minimieren. Zum Beispiel durch das Abschalten unnötiger Dienste, das Entfernen veralteter Funktionen und die Anwendung sowie Überwachung sicherer Konfigurationen nach weltweit anerkannten Standards.
So lassen sich viele potenzielle Einfallstore bereits im Vorfeld schließen, bevor diese durch Angreifer ausgenutzt werden können. Diese sogenannte Systemhärtung (engl. System Hardening) ist der entscheidende Schritt hin zu mehr proaktiver Sicherheit.
Systemhärtung – das klingt technisch und sperrig. Doch dahinter verbirgt sich eine präventive Sicherheitsmaßnahme mit großer Wirkung. Ziel ist es, die Angriffsfläche von Betriebssystemen und Anwendungen so weit wie möglich zu reduzieren, bevor diese bei Cyberangriffen ausgenutzt werden.
Was ist wichtig bei der Härtung von Systemen?
Was nie vergessen werden darf: Systemhärtung ist kein Ersatz für Firewalls, Virenschutz oder Intrusion Detection! Sie ist eine sinnvolle Ergänzung dieser Maßnahmen. Erst im Zusammenspiel mit einem umfassenden Sicherheitskonzept, das unter anderem regelmäßige Penetrationstests, Mitarbeiterschulungen und Incident-Response-Pläne umfasst, kann echte Resilienz erreicht werden. Die gesamte IT-Sicherheit muss dabei als kontinuierlicher Prozess – und nicht als einmalige Maßnahme – verstanden werden.
Das bedeutet somit: Auch die Systemhärtung als einzelne Maßnahme muss konsequent durchdacht und umfassend umgesetzt werden. Idealerweise automatisiert und in einem ganzheitlichen Prozess, der fortlaufend überwacht wird. Denn das Härten von einzelnen Anwendungen über Betriebssysteme bis hin zu ganzen IT-Landschaften ist mehr als ein technischer Schutz. Es ist ein Prozess der Implementierung, Überwachung und Optimierung. Denn so wie sich die Welt und damit die Bedrohungslagen ständig ändern, ändern sich auch die Systeme von Organisationen ständig.
Um die Angriffsflächen möglichst gering zu halten und den Schutz dauerhaft zu gewährleisten, sollte die Härtung selbst sowie deren Überwachung möglichst automatisiert umgesetzt werden. Manuell sind die Herausforderungen für die meist unterbesetzten IT-Abteilungen nicht zu bewältigen.
Daher ist es sinnvoll, für die Systemhärtung ein professionelles Härtungstool mit Automatisierungsmechanismen einzusetzen. Zudem sollte es “made in Germany” sein, um den Souveränitätsgedanken zu unterstreichen. Leider gibt es nur wenige Lösungen, die diese Anforderungen erfüllen. Eine davon ist der Enforce Administrator.
Fazit
Wer digital souverän sein will, muss bei den Grundlagen beginnen. Dazu gehört unter anderem eine konsequente Systemhärtung. Denn nur wenn Betriebssysteme und Anwendungen von Anfang an sicher konfiguriert und laufend überwacht werden, lassen sich viele Angriffe im Vorfeld verhindern.
Das Gute ist: Eine Systemhärtung lässt sich in bestehende Prozesse integrieren, zum Beispiel bestens in ein Windows 11 Rollout Projekt. Und auch Linux-Systeme können und müssen gehärtet werden. Mit Hardening-Lösungen, die eine Automatisierung integriert haben, lassen sich die eigenen Vorstellungen und wie auch die gesetzlichen Vorgaben (beispielsweise DORA) in kurzer Zeit realisieren.
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