
DDoS-Angriffe werden in ihrer Bedrohung häufig unterschätzt – dabei nehmen sie weiter rasant zu. Wie aus dem aktuellen DDoS-Report von Cloudflare hervorgeht, hat der IT-Sicherheitsanbieter im vergangenen Quartal mehr als 6.500 besonders leistungsstarke Angriffe abgewehrt – im Schnitt rund 71 pro Tag. Darunter war auch der bislang größte jemals registrierte Angriff: Mit einer Datenrate von 7,3 Tbit/s und 4,8 Milliarden Paketen pro Sekunde stellte dieser einen neuen Höchstwert dar.
Insgesamt verzeichnete Cloudflare im ersten Halbjahr 2025 bereits 27,8 Millionen DDoS-Angriffe – das sind 130 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2024. Die Zahlen zeigen deutlich: Die Gefahr durch verteilte Angriffe auf Online-Infrastrukturen nimmt weiter zu – und mit ihr der Handlungsdruck auf Unternehmen, ihre Netzwerke besser zu schützen.
Weitere zentrale Erkenntnisse aus dem Bericht:
- Angriffsvolumen im Q2 rückläufig, aber Intensität im Jahresvergleich gestiegen:
Cloudflare blockierte im zweiten Quartal 7,3 Millionen DDoS-Angriffe – ein Rückgang gegenüber 20,5 Millionen im ersten Quartal. Dennoch liegt das Niveau 44 % über dem zweiten Quartal des vergangenen Jahres. - Zunahme von HTTP-basierten Angriffen:
Während netzwerkbasierte DDoS-Angriffe im Quartalsvergleich um 81 % zurückgingen, stiegen HTTP-Angriffe um 9 % im Vergleich zu Q1 – und sogar um 129 % im Vergleich zum zweiten Quartal 2024, insgesamt auf 4,1 Millionen. - China erneut meistbetroffenes Ziel:
China kletterte zwei Plätze nach oben und war im Q2 das am häufigsten angegriffene Land, gefolgt von Brasilien und Deutschland. Russland und Vietnam machten auffällige Sprünge in die Top 10 – um 40 bzw. 15 Plätze. - Indonesien neue Top-Angriffsquelle:
Indonesien führt die Liste der Angriffsquellen an, gefolgt von Singapur und Hongkong. Auch Russland und Ecuador verzeichneten markante Anstiege und stiegen in die Top 10 auf. - Internet-Infrastruktur besonders im Visier:
Am häufigsten attackiert wurden Telekommunikationsunternehmen, Service Provider und Carrier. Danach folgen die Internet- und IT-Branche. Überraschend ist der Sprung des Agrarsektors um 38 Plätze auf Rang acht.
Den vollständigen Report mit weiteren Erkenntnissen und Informationen finden Sie hier.
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