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Daten von 6,5 Millionen Co-op-Mitgliedern bei Cyberangriff gestohlen

17. Juli 2025

Der britische Einzelhandelsriese Co-op ist Ziel eines massiven Cyberangriffs geworden. Wie Vorstandschefin Shirine Khoury-Haq gegenüber BBC Breakfast bestätigte, wurden bei dem Vorfall im April die persönlichen Daten aller 6,5 Millionen Mitglieder kompromittiert.

„Ich bin zutiefst erschüttert über den Diebstahl dieser Informationen und die Belastung, die das für unsere Mitarbeitenden bedeutet hat, die unermüdlich an der Bewältigung der Situation arbeiten“, sagte Khoury-Haq in ihrem ersten öffentlichen Interview seit dem Vorfall.

Laut der Konzernchefin handelt es sich bei den entwendeten Daten um Namen, Adressen und Kontaktdetails – Finanz- oder Transaktionsdaten seien nicht betroffen.

Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat die Polizei kürzlich vier Personen festgenommen. Die Festnahmen stehen in Verbindung mit den Angriffen auf Co-op und den Einzelhändler Marks & Spencer (M&S). Die Verdächtigen wurden inzwischen gegen Kaution freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Was ist bei den Cyberangriffen passiert?

Co-op war neben Marks and Spencer (M&S) und Harrods einer von drei Einzelhändlern, die im Frühjahr dieses Jahres Opfer von Cyberangriffen wurden.

Co-op gab am 30. April bekannt, dass es gehackt worden sei, und erklärte zunächst, dass dies nur „geringfügige Auswirkungen” auf sein Callcenter und Backoffice haben werde.

Doch wenige Tage später, nachdem die mutmaßlichen Hacker Kontakt aufgenommen hatten, berichtete BBC News, dass Kundendaten und Mitarbeiterdaten abgegriffen worden seien.

Co-op gab daraufhin zu, dass die Kriminellen „Zugriff auf Daten einer beträchtlichen Anzahl unserer aktuellen und ehemaligen Mitglieder” hatten.

BBC News erfuhr später von den mutmaßlichen Angreifern, dass das Unternehmen die Internetverbindung zu seinen IT-Netzwerken gerade noch rechtzeitig unterbrochen hatte, um die Hacker daran zu hindern, Ransomware einzusetzen und damit noch größere Schäden anzurichten.

Auch M&S wurden Kundendaten gestohlen, und das Unternehmen ist immer noch dabei, seine Systeme nach den massiven Störungen, die Millionen Pfund gekostet haben, wieder in den Normalzustand zu versetzen.