
Der japanische Halbleitertesthersteller Advantest Corporation hat am 19. Februar 2026 einen Cybersicherheitsvorfall öffentlich gemacht. Demnach wurde das Unternehmensnetzwerk des Tokioter Konzerns Opfer eines Ransomware-Angriffs, bei dem möglicherweise Kunden- und Mitarbeiterdaten kompromittiert wurden.
Nach eigenen Angaben des Unternehmens registrierte die IT-Abteilung am 15. Februar 2026 (Ortszeit Tokio) ungewöhnliche Aktivitäten in der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur. Advantest leitete umgehend interne Notfallprotokolle ein, isolierte betroffene Systeme und zog externe Cybersicherheitsspezialisten hinzu. Erste Erkenntnisse der noch laufenden Untersuchung deuten darauf hin, dass ein unbefugter Dritter in Teile des Netzwerks eingedrungen ist und dabei Ransomware eingesetzt hat. Ob und in welchem Umfang personenbezogene Daten abgeflossen sind, ist nach aktuellem Stand noch nicht abschließend geklärt. Betroffene Personen sollen bei entsprechenden Erkenntnissen direkt informiert werden.
Advantest ist an der Tokioter Börse notiert (TSE: 6857), beschäftigt rund 7.600 Mitarbeitende weltweit und zählt zu den führenden Herstellern von automatischen Test- und Messgeräten für die Halbleiterindustrie. Zu den Einsatzgebieten der Unternehmensprodukte gehören unter anderem 5G-Technologie, KI-Systeme, autonomes Fahren und das Internet der Dinge. Aktuelle Informationen zum Vorfall veröffentlicht das Unternehmen fortlaufend auf seiner Website.
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