
Active Directory ist in Windows-basierten Netzwerken weltweit verbreitet und übernimmt die zentrale Verwaltung von Benutzerkonten, Zugriffsrechten und Netzwerkressourcen. Diese exponierte Stellung macht AD-Umgebungen zum bevorzugten Angriffsziel – mit potenziell weitreichenden Folgen für betroffene Organisationen. TÜV Rheinland hat nun ein Whitepaper veröffentlicht, das Unternehmen dabei unterstützen soll, ihre AD-Infrastruktur systematisch abzusichern.
Fehlkonfigurationen und veraltete Richtlinien als häufige Einfallstore
Gelingt es Angreifern, eine AD-Umgebung zu kompromittieren, können sie sich lateral im Netzwerk bewegen, Berechtigungen schrittweise ausweiten und Zugriff auf sensible Unternehmensdaten erlangen. Neben gezielten Angriffen tragen Fehlkonfigurationen sowie nicht mehr zeitgemäße Sicherheitsrichtlinien wesentlich dazu bei, das Risiko zu erhöhen. Die wachsende Komplexität moderner IT-Infrastrukturen verschärft diesen Umstand zusätzlich.
Mehrschichtiger Schutzansatz als Grundlage
TÜV Rheinland empfiehlt einen „Defense-in-Depth“-Ansatz, der verschiedene Sicherheitsebenen miteinander kombiniert. Dazu gehören die konsequente Anwendung des Prinzips minimaler Berechtigungen sowie deren regelmäßige Überprüfung. Administrationsaufgaben sollten klar voneinander getrennt und – etwa durch Just-in-Time-Administration – zeitlich begrenzt werden. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Sicherheitsaudits zur frühzeitigen Identifikation von Schwachstellen sowie ein kontinuierliches Patch-Management, um bekannte Sicherheitslücken in AD-Komponenten zeitnah zu schließen.
Kontinuierlicher Prozess statt einmaliges Projekt
TÜV Rheinland unterstützt Unternehmen mit Vulnerability-Assessments, internen Penetrationstests und umfassenden Security-Assessments bei der Absicherung ihrer AD-Infrastruktur. Daniel Hanke, Cybersecurity-Experte bei TÜV Rheinland, unterstreicht: Ein sicheres Active Directory erfordere fortlaufende Aufmerksamkeit und könne nicht als abgeschlossenes Einmalprojekt betrachtet werden. Mit etablierten Methoden und unabhängigen Bewertungen begleite TÜV Rheinland Organisationen dabei, ihre IT-Infrastruktur nachhaltig zu schützen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Whitepaper: Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Das neue Whitepaper „Active Directory sicher gestalten“ von TÜV Rheinland bietet praxisnahe Empfehlungen, um AD-Umgebungen widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe zu machen. Weitere Informationen sowie das Whitepaper unter: www.tuv.com/whitepaper-active-directory.
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