
Das Deutsche Schutzportal (DSPortal) feiert zehnjähriges Bestehen. Seit 2015 hat die Plattform rund 50 Millionen Anträge auf Kredite, Leasingverträge und andere Finanzdienstleistungen geprüft und über 300.000 potenzielle Betrugsversuche aufgedeckt – ein präventiver Beitrag, der einen Schaden von 12,5 Milliarden Euro verhindert hat. Besonders häufig werden Einkommensnachweise manipuliert, gefolgt von gefälschten Identitäten und Kontoauszügen.
Zehn Jahre DSPortal: Ein Rückblick auf die Erfolge der Betrugsprävention
Seit Juni 2015 unterstützt das DSPortal Finanzinstitute und Leasinggesellschaften bei der Früherkennung von Betrugsfällen. Auf Initiative des Bankenfachverbands entwickelt, bündelt die Plattform die Kompetenzen verschiedener Anbieter und überprüft Anträge mithilfe modernster Technologien kontinuierlich auf verdächtige Muster.
In den vergangenen zehn Jahren wurden knapp 50 Millionen Anträge geprüft, von denen mehr als 300.000 als potenzielle Betrugsversuche identifiziert wurden. Bei einer durchschnittlichen Kreditsumme von rund 41.800 Euro entspricht das einem verhinderten Gesamtschaden von etwa 12,5 Milliarden Euro – ein eindrucksvoller Beleg für die Effektivität der Plattform.
Manipulierte Dokumente als Hauptangriffspunkt
Eine Analyse der Betrugsfälle zeigt, dass die Manipulation von Einkommensnachweisen die mit Abstand häufigste Betrugsart ist – sie macht über ein Drittel der Fälle aus. An zweiter Stelle stehen nicht existierende Personen, gefolgt von gefälschten oder unplausiblen Kontoauszügen. Auch die Unterschlagung von Sicherungsgut und Identitätsmissbrauch zählen zu den relevanten Betrugsformen.
Diese Daten verdeutlichen, dass Betrug heute vor allem auf die Fälschung von Dokumenten und Identitäten abzielt. Finanzinstitute müssen daher insbesondere Einkommens- und Kontonachweise sowie die Richtigkeit von Identitäten konsequent prüfen.
Breite Nutzung und zentrale Rolle im Finanzsektor
Seit dem Start nutzen zahlreiche Banken, Autobanken der größten deutschen Hersteller sowie Leasingunternehmen das DSPortal. Über 70 Prozent aller in Deutschland finanzierten oder geleasten Fahrzeuge werden mittlerweile über die Plattform abgewickelt. Darüber hinaus dient sie als wichtiges Werkzeug für Anbieter von Baufinanzierungen, Ratenkrediten, Anlagekonten, Kredit- und Girokarten sowie POS-Finanzierungen.
Betrugsprävention gewinnt weiter an Bedeutung
„Wir freuen uns, dass das DSPortal auch zehn Jahre nach der Einführung weiterhin erfolgreich im Einsatz ist“, kommentiert Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbands. „Betrugsprävention ist heute wichtiger denn je, und das DSP bleibt ein zentraler Baustein in der Abwehr von Finanzkriminalität.“
Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland, ergänzt: „Mit zunehmender Verfügbarkeit von KI-Technologien lassen sich täuschend echte synthetische Identitäten leicht erzeugen. Das DSPortal hat sich in den letzten zehn Jahren als effektives Werkzeug bewährt, auch raffinierte Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.“
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