
Eine aktuelle Analyse des DNS-Sicherheitsanbieters DNSFilter zeigt: Immer mehr Unternehmen sperren gezielt den Zugriff auf generative KI-Anwendungen. Ziel ist es, klare Richtlinien für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsumfeld zu etablieren und die Risiken sogenannter Schatten-KI zu minimieren – also Tools, die ohne Wissen oder Freigabe durch die IT-Abteilung genutzt werden.
Laut DNSFilter erreicht der Datenverkehr zu GenAI-Tools ein neues Rekordniveau. Allein im März 2025 blockierte das Unternehmen mehr als 60 Millionen KI-Anfragen – das entspricht rund zwölf Prozent aller registrierten Anfragen dieser Art. Die Zahlen belegen, dass Firmen nicht nur wachsende Kontrolle über den Datenverkehr ausüben, sondern sich zunehmend strategisch mit dem Thema KI-Nutzung auseinandersetzen.
Notion besonders häufig gesperrt
Besonders im Fokus: Die Plattform Notion, die laut DNSFilter im März 93 Prozent aller blockierten KI-Anfragen ausmachte. Damit wurde sie deutlich häufiger gesperrt als Microsoft Copilot, Quillbot oder OpenAI-Angebote. Unternehmen setzen offenbar verstärkt auf selektive Freigaben – je nach Unternehmensstrategie und Risikobewertung.
Bösartige KI-Seiten im Wandel
Auch die Bedrohungslage verändert sich: Zwar ging die Zahl böswilliger oder gefälschter KI-Websites wie Fake-ChatGPT-Seiten im Jahresvergleich um 92 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl schädlicher Domains mit dem Begriff „openai“ im Namen um satte 2.000 Prozent. Unternehmen sehen sich daher gezwungen, stärker auf Schutzmechanismen wie DNS-Filter zu setzen.
DNSFilter unterstützt gezielte Sperrung
Mit einer speziell entwickelten Kategorie für generative KI bietet DNSFilter Firmen eine Möglichkeit, den Zugriff auf entsprechende Dienste gezielt zu kontrollieren. CEO und Mitgründer Ken Carnesi betont: „Unternehmen erkennen die Chancen von GenAI, sind sich aber auch der Sicherheitsrisiken bewusst. Mit DNS-Filterlösungen können sie verhindern, dass Mitarbeiter unkontrolliert KI-Dienste nutzen oder versehentlich auf schädliche Tools zugreifen.“
Insgesamt zeigt die Studie: Der Umgang mit generativer KI wird in Unternehmen zunehmend zur strategischen Aufgabe – mit einem klaren Spannungsfeld zwischen Innovationsförderung und Sicherheitsbedenken.
Über das Unternehmen:
DNSFilter macht das Internet sicherer und Arbeitsplätze produktiver, indem es bösartige und unerwünschte Inhalte auf DNS-Ebene blockiert.
DNSFilter bearbeitet täglich mehr als 170 Milliarden Anfragen, von denen 200 Millionen Cyber-Bedrohungen sind. Da 79 % aller Angriffe über das Domain Name System (DNS) erfolgen, bietet DNSFilter den weltweit schnellsten KI-gestützten DNS-Schutz, der Bedrohungen durchschnittlich 10 Tage schneller blockiert als herkömmliche Threat Feeds. Über 40.000 Unternehmen vertrauen DNSFilter, um sich vor komplexen Cyber-Bedrohungen und unerwünschten Inhalten zu schützen.
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
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