
Nur 23 Prozent der Befragten sind überzeugt, Betrugsversuche zu erkennen. Die Konsumenten fordern stärkere Sicherheit und eine Regulierung von KI.
Ping Identity hat seine Verbraucherumfrage 2025 veröffentlicht. Diese zeigt einen deutlichen Kontrast zwischen rasant steigender KI-Nutzung und dem zusammenbrechenden Vertrauen der Verbraucher in globale Marken. Der Bericht ergab, dass inzwischen 68 % der Verbraucher KI nutzen, gegenüber 46 % im Vorjahr. Gleichzeitig haben weniger als einer von fünf (17 %) „volles Vertrauen“ in die Organisationen, die ihre Identitätsdaten verwalten. Das Vertrauen bröckelt schnell: Eine Mehrheit gibt an, heute deutlich mehr Sorgen um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten zu haben als noch vor fünf Jahren. Damit einher geht eine wachsende Nachfrage nach stärkerer Authentifizierung und strengerer staatlicher Regulierung.
Vollständige Umfrage lesen: Bridging the Trust Gap in the Age of AI
„Das Vertrauen der Verbraucher in Marken erodiert, da wir in ein ‚Vertraue-nichts‘-Zeitalter eintreten, das durch KI-gestützten Betrug angeheizt wird“, sagte Henning Dittmer, Regional Vice President DACH bei Ping Identity. „KI und der Aufstieg von Agenten verschärfen den Angriff auf das Vertrauen, machen Bedrohungen überzeugender und schwerer erkennbar. Das erhöht den Druck auf Identitätsprüfung und -schutz. Die Marken, die erfolgreich sein werden, sind diejenigen, die Vertrauen zur obersten Priorität machen – durch stärkere Authentifizierung, KI-Transparenz und Identity-First-Sicherheit.“
Zentrale globale Ergebnisse
Die KI-Nutzung explodiert, aber die Sicherheitsbedenken sind größer denn je
- 68 % der Befragten geben an, KI zu nutzen (2024: 41 %).
- 75 % sagen, sie seien heute besorgter über die Sicherheit ihrer persönlichen Daten als noch vor fünf Jahren.
- 39 % nennen KI-getriebenes Phishing als den modernen Betrug, der ihnen die größten Sorgen bereitet.
Verbraucher verlangen KI-Schutzmaßnahmen, fühlen sich in dieser Hinsicht jedoch im Stich gelassen
- 73 % halten eine staatliche Regulierung von KI zum Schutz ihrer Identitätsdaten für wichtig.
- Gleichzeitig fühlen sich 52 % nicht ausreichend informiert oder durch Leitlinien von Sicherheitsorganisationen oder staatlichen Institutionen geschützt, was auf einen höheren Bedarf an Aufklärung hindeutet.
- Lediglich 23 % fühlen sich sehr sicher darin, zwischen legitimen und betrügerischen Inhalten unterscheiden zu können.
Biometrie ist derzeit sehr gefragt, um Vertrauen, Sicherheit und Nutzungserlebnisse zu verbessern
- 34 Prozent der Befragten nennen die biometrische Authentifizierung und 33 Prozent die Multi-Faktor-Authentifizierung als die wichtigsten Funktionen, die ihr Vertrauen in Online-Marken stärken würden.
- Die Nachfrage wird durch Betrug getrieben: Finanzbetrug (25 %) und Kontoübernahmen (21 %) waren die häufigsten Betrugsarten – viele davon hätten durch Biometrie verhindert werden können.
- Entsprechend wünschen sich die meisten Verbraucher eine Änderung des Login-Erlebnisses: 21 % wünschen sich mehr Biometrie.
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