
Am 10. November 2025 wurde der Supercomputer „Otus“ im Paderborn Center for Parallel Computing (PC2) offiziell in Betrieb genommen. Mit dieser High-Performance-Computing-Infrastruktur können Forschende innerhalb kürzester Zeit enorme Datenmengen analysieren, komplexe Simulationen durchführen und Experimente simulieren, die im realen Labor zu aufwendig, gefährlich oder gar unmöglich wären.
Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn, betont:
„High Performance Computing ist für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit unverzichtbar. Mit ‚Otus‘ verfügen wir über eine Infrastruktur auf Weltklasseniveau.“
Vielseitige Einsatzgebiete für Forschung und Praxis
„Otus“ ermöglicht eine breite Palette wissenschaftlicher Projekte:
-
Grundlagenforschung: Analyse physikalischer und chemischer Prozesse auf atomarer Ebene
-
Nachhaltigkeit & Logistik: Optimierung von Containerschiff-Routen zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs
-
Erneuerbare Energien: Verbesserung der Effizienz von Solarzellen
-
Künstliche Intelligenz: Entwicklung neuer, energieeffizienter KI-Methoden
Prof. Dr. Christian Plessl, Leiter des PC2, erklärt:
„Der Supercomputer eröffnet Forschenden völlig neue Möglichkeiten, komplexe Simulationen realistisch und effizient zu berechnen.“
Bundesweite Rechenkapazität auf Abruf
Als Nationales Hochleistungsrechenzentrum (NHR) steht „Otus“ Wissenschaftlern deutschlandweit zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt über ein transparentes Antragsverfahren, bei dem unabhängige Fachgutachter die Qualität der beantragten Projekte prüfen.
Ein intelligentes Warteschlangensystem sorgt dafür, dass der Rechner 365 Tage im Jahr rund um die Uhr ausgelastet wird – ein entscheidender Vorteil für zeitkritische Forschungsprojekte.
Nachhaltigkeit und Effizienz im Fokus
Neben der Leistung überzeugt „Otus“ auch in Sachen Nachhaltigkeit:
-
Indirekte freie Kühlung ermöglicht ganzjährigen energieeffizienten Betrieb
-
Abwärme wird zur Campus-Heizung genutzt
-
CO₂-freier Strom aus regenerativen Quellen
Dank dieser Maßnahmen erreichte die Universität Paderborn bereits Platz fünf in der „Green 500“, dem Ranking der weltweit effizientesten Hochleistungsrechner.
High-End-Technologie made in Germany
Der Supercomputer verfügt über 142.656 Prozessorkerne, 108 GPUs und ein 5 Petabyte großes Dateisystem. Entwickelt wurde die Anlage von Lenovo in Zusammenarbeit mit der pro-com Datensysteme GmbH.
Andreas Thomasch, CTO von Lenovo GAT, betont:
„Der Wert von Technologie zeigt sich erst in der Anwendung. In Paderborn wird aus enormer Rechenleistung konkrete Erkenntnis gewonnen.“
Torsten Keuter von AMD ergänzt:
„‚Otus‘ ist nicht nur leistungsstark, sondern auch höchst energieeffizient. Wir freuen uns, Teil dieser Spitzenforschung zu sein.“
Einweihungsfeier mit Spitzenforschung
Bei der offiziellen Eröffnung referierten renommierte Wissenschaftler*innen über aktuelle Themen der Hochleistungsforschung:
-
Prof. Dr. Jörg Behler (Ruhr-Universität Bochum) zu maschinellem Lernen in der Chemie
-
Prof. Dr. Stefan Schumacher & Prof. Dr. Axel Ngonga (Uni Paderborn) zu Quantenphotonik und Sprachmodellen
Im Anschluss konnten Gäste das Rechenzentrum besichtigen und sich einen direkten Eindruck von der Infrastruktur verschaffen.
Weitere Informationen gibt es auf der Themenseite zum High Performance Computing und auf der Webseite des PC2.
Quelle: Foto Universität Paderborn: Der Supercomputer „Otus“ beeindruckt nicht nur mit seiner Leistung, sondern auch mit seiner Nachhaltigkeit.
Ähnliche Themen:
Bild/Quelle: https://depositphotos.com/de/home.html
Fachartikel

Geparkte Domains als Einfallstor für Cyberkriminalität: Über 90 Prozent leiten zu Schadsoftware weiter

Umfassender Schutz für geschäftskritische SAP-Systeme: Strategien und Best Practices

Perfide Masche: Wie Cyberkriminelle über WhatsApp-Pairing ganze Konten übernehmen

KI-Agenten erreichen Profi-Niveau bei Penetrationstests: Studie zeigt überraschende Ergebnisse

React-Server-Komponenten: Neue Sicherheitslücken trotz React2Shell-Patch
Studien
![Featured image for “Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum”](https://www.all-about-security.de/wp-content/uploads/2025/12/phishing-4.jpg)
Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum

Gartner-Umfrage: Mehrheit der nicht geschäftsführenden Direktoren zweifelt am wirtschaftlichen Wert von Cybersicherheit

49 Prozent der IT-Verantwortlichen in Sicherheitsirrtum

Deutschland im Glasfaserausbau international abgehängt

NIS2 kommt – Proliance-Studie zeigt die Lage im Mittelstand
Whitepaper

State of Cloud Security Report 2025: Cloud-Angriffsfläche wächst schnell durch KI

BITMi zum Gutachten zum Datenzugriff von US-Behörden: EU-Unternehmen als Schlüssel zur Datensouveränität

Agentic AI als Katalysator: Wie die Software Defined Industry die Produktion revolutioniert

OWASP veröffentlicht Security-Framework für autonome KI-Systeme

Malware in Bewegung: Wie animierte Köder Nutzer in die Infektionsfalle locken
Hamsterrad-Rebell

Platform Security: Warum ERP-Systeme besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern

Daten in eigener Hand: Europas Souveränität im Fokus

Sicherer Remote-Zugriff (SRA) für Operational Technology (OT) und industrielle Steuerungs- und Produktionssysteme (ICS)

Identity und Access Management (IAM) im Zeitalter der KI-Agenten: Sichere Integration von KI in Unternehmenssysteme







