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Security as a Service ist das neue Normal - Softshell Vendor Report 2019

Der weltweite Anbietermarkt wächst um 13% im Vergleich zum Vorjahr und wird zunehmend unübersichtlicher + Security as a Service-Anbieter haben 2019 den Markt vollends erobert. Die Zahl der Hersteller, die ihre Leistungen als Service anbieten, steigt weiter an. Das ist ein Ergebnis des Softshell Vendor Report 2019, den der Value Added Distributor für Cybersecurity heute veröffentlicht. 37% machen die Service-Anbieter inzwischen aus, 2018 waren es noch 24%. Daneben sind es Markttrends wie IoT und Künstliche Intelligenz (KI), die in die Technologieschwerpunkte der Hersteller stärker Einzug halten, ebenso wie das Thema Security Operations Center (SOC).

Der SaaS-Trend spitzt sich weiter zu. Immer mehr Technologien sind direkt vom Hersteller beziehbar, allen voran Endpoint-Sicherheit und Firewalls, Lösungen für Patch Management und Web Scanning.

„Spannend zu sehen ist, dass manche Technologie-Kategorien erst boomen, seit sie als Service verfügbar sind. Vulnerability-Management-Lösungen sind dafür ein gutes Beispiel“, erklärt Gerald Hahn, Vorstandsvorsitzender von Softshell und Herausgeber der jährlich erscheinenden Marktübersicht.

Auch tendieren Hersteller immer öfter dazu, SOC-Dienstleistungen mitanzubieten. Rund 6% aller Hersteller tummeln sich bereits in dieser Technologiekategorie. Dabei werden nicht nur einzelne Aufgaben ausgelagert, sondern alle denkbaren Dienstleistungen im Security-Kontext, etwa die Suche nach einem passenden Anbieter für die eigene Sicherheits-herausforderung. „Hier zeichnet sich ein klarer Trend ab. Viele Kunden wollen sich um gar nichts mehr selbst kümmern“, berichtet Hahn.
 


37% aller Hersteller setzen inzwischen auf SaaS, 2018 waren es noch 24%. (Quelle: Softshell AG)
Der Markt wird unübersichtlicher

13% wächst Softshell zufolge der weltweite Anbieter-Markt von 2018 auf 2019 – obwohl gleichzeitig 10% der im Vorjahr aktiven Unternehmen vom Markt verschwunden sind. Sie wurden übernommen oder haben ihren Betrieb eingestellt.

„Das starke Marktwachstum der letzten Jahre beginnt abzuflachen“, ordnet Gerald Hahn die Entwicklung ein. „Jetzt sind es strukturelle und thematische Entwicklungen, die die Übersicht zunehmend erschweren.“

Der Report 2019 listet 1945 IT-Security-Hersteller weltweit. Rund 12% aller analysierten Unternehmen haben ihre Zentrale in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, zusätzlich verfügen 14% aller weltweit agierenden Anbieter über eine Niederlassung im DACH-Raum.

Um der wachsenden Markt-Dynamik gerecht zu werden und noch mehr Übersicht zu schaffen, gliedert sich der Report erstmals in zwei Teile. Teil eins bilden die klassischen Software- und Hardware-Anbieter, Teil zwei gibt eine Übersicht über die wachsende Zahl der SaaS-Anbieter und ihrer Angebote.

Mehr Hersteller richten Ihren Fokus auf den deutschen Markt

Etwa 10% aller weltweiten Akteure sind hierzulande ernsthaft aktiv, das sind rund 200 Firmen. 55 – und damit doppelt so viele Player wie noch 2018 – haben 2019 die beste Bewertung im Softshell Vendor Report erreicht und erhalten den Softshell Vendor Award in Gold (3% aller Security-Hersteller).

Die Absicht, verbindlich im deutschen Markt aktiv zu werden, ist meist leicht zu erkennen. Wer eine Gesellschaft nach deutschem Recht gründet, eine aktuelle Webseite in deutscher Sprache pflegt und Support in deutscher Sprache aus der DACH-Region heraus zur Verfügung stellt, hat gute Chancen auf Erfolg. „Die Zahl der Glücksritter, die ein neues Produkt einfach mal auf den deutschen Markt werfen, aber sonst keine Ambitionen an den Tag legen, ist jedoch gleichbleibend hoch“, beobachtet Hahn. „Sie sind aus dem Raum DACH oft genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind.“

IoT mit steigender Tendenz, KI mit Luft nach oben

Weiter auf Wachstumskurs ist die Technologiekategorie IoT / Industrial IoT (IIoT): 15% der Hersteller bieten gegenwärtig Lösungen zum Schutz von IoT-Umgebungen an. Je mehr Anwender aus dem produzierenden Gewerbe IoT-Projekte planen, desto mehr Marktpotenzial eröffnet sich für die Security-Hersteller.

In Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning sehen viele die Zukunft von IT-Sicherheits-technologien. Allerdings ist der Einsatz von KI im Security-Umfeld im deutschen Raum noch nicht sehr weit entwickelt. 9,1 % der in DACH aktiven Hersteller setzen in ihren Sicherheitslösungen zwar bereits auf KI – meist handelt es sich dabei jedoch um klassische, althergebrachte Funktionen, die in der Lösung bereits hinterlegt sind.

„Wir gehen davon aus, dass echte KI-Innovationen vornehmlich im Industrial Internet of Things (IIoT) und im Rahmen von Industrie-4.0-Strategien an Fahrt gewinnen“, erklärt Gerald Hahn. „Vernetzte Produktions- und Industrieanlagen sind schließlich die Achillesferse der Unternehmen, und die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen wirken sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus.“
 
Zum Report:
http://www.softshellvendorreport.de/

Mehr Informationen unter: http://www.softshell.ag

Über den Softshell Vendor Report

Softshell analysiert als neutrale Instanz einmal im Jahr, welche nationalen und internationalen Anbieter es hierzulande gibt, aus welchen Ländern sie stammen und auf welche Technologien sie setzen. Der Distributor stellt auf den Prüfstand, wie gut sich die Marktteilnehmer auf die Anforderungen des deutschsprachigen Marktes einstellen und bewertet ihre Marktreife mithilfe des Softshell Vendor Score.

55 Hersteller haben 2019 die beste Bewertung im Softshell Vendor Report erreicht und erhalten den Softshell Vendor Award in Gold. Das sind 3% aller Security-Hersteller und damit doppelt so viele Player wie noch 2018. Sie alle zeichnet eine solide, seriöse und langfristige Geschäftsplanung aus, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Channel, direkter Endkundenkontakt und Kontinuität in der Zusammenarbeit.

In die Bewertung der Hersteller fließt unter anderem ein, ob sie eine eingetragene Gesellschaft nach deutschem Recht im DACH-Raum haben, eine aktuelle Webseite in deutscher Sprache pflegen und Support in deutscher Sprache aus der DACH-Region heraus zur Verfügung stellen. Mitentscheidend war auch, ob relevante Zertifizierungen oder Bewertungen vorliegen, etwa nach Common Criteria oder von Gartner.  

Alle Hersteller wurden im Vorfeld auf Basis von Gesprächen mit einem Unternehmens-repräsentanten durchleuchtet und analysiert. Die abgefragten und recherchierten Ergebnisse nutzt Softshell, um Zusammenhänge zu ergründen sowie Trends und Entwicklungen auf dem Security-Markt abzuleiten.


Autor: kro

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