Netzwerke, Fachartikel

Blinder Fleck Internet of Things

Blinder Fleck Internet of Things

Christian Knerr, Director Sales & Channel und Mitglied der Geschäftsleitung bei der IFASEC GmbH

Das Internet der Dinge bildet mittlerweile einen integralen Bestandteil unseres Alltags. Doch wissen nur Wenige um seine Möglichkeiten und Grenzen, noch weniger um die Risiken, die mit seiner wachsenden Komplexität einhergehen. Sicherheitsprogramme sind erforderlich, welche die Netzwerke wieder transparent und übersichtlich machen – Programme wie SCUDOS von IFASEC.

Im Alltag ist das Internet of Things (IoT) längst angekommen. Bereits heute tauschen unzählige über das Internet miteinander verbundene Endgeräte, vom Smartphone über die Waschmaschine bis hin zum Fernsehgerät, Daten aus. Sie ermöglichen komplexe vernetzte Infrastrukturen wie das Smart Home, in dem alle Vorgänge, von der Heizung, über die Lichtanlage, bis hin zum Soundsystem, zentral gesteuert und automatisch reguliert werden können. Laut der 2017 erschienenen IoT Awarness and Security Study  [1] von Bitdefender besitzt aktuell jeder deutsche Haushalt im Schnitt rund zehn mit dem Internet verbundene Endgeräte – meist Smartphones, Desktops und Tablets. Doch auch in der Arbeitswelt ist das IoT längst angekommen. Geräte, Maschinen und Sensoren sind miteinander vernetzt, tauschen Daten aus, ermöglichen es, Prozesse zu optimieren und Ressourcen einzusparen. Durch die Vernetzung der Endgeräte der Mitarbeiter lassen sich Flexibilität und Transparenz der Arbeitsprozesse steigern, kann die Produktivität erhöht, können Kosten gesenkt werden.

 

IoT-Hemmschuh Datensicherheit

Doch so groß die Vorteile auch sein mögen, die Bedenken gegenüber dem Einsatz des IoT sind es auch. Laut Bitdefender-Studie befürchten 43 Prozent der Deutschen einen Verlust ihrer Daten bei dessen Nutzung. 45 Prozent haben Angst vor der Übernahme ihrer Endgeräte durch einen Dritten. Und immerhin noch 25 Prozent befürchten, Opfer eines Diebstahls über eines ihrer Endgeräte zu werden. In der Arbeitswelt ist es nicht viel anders. Laut Trendreport 2016 [2] des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik machen neun von zehn deutschen Unternehmen als entscheidendes Kriterium für den weiteren Ausbau des IoT – und damit der Industrie 4.0 – dessen erfolgreiche Absicherung vor Angriffen aus.

 

Die Bedenken sind nicht unbegründet. So ermittelte die International Data Corporation (IDC) bereits 2016 in einer Studie, [3] dass jedes vierte Unternehmen, das IoT-Produkte anbietet, mindestens einmal Opfer eines Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) geworden ist. Seine Ursache hat dieser hohe Wert vor allem in der schlechten Absicherung der Netzwerke. Einfallstor sind meist die Endgeräte selbst, gefolgt von Apps auf dem mobilen Gerät, dem Backend und den Übertragungswegen. Mit der Zunahme der Endgeräte steigt die Komplexität der Netzwerke, sinkt ihre Transparenz. Viele IT-Sicherheitsabteilungen stoßen hier schnell an ihre Grenzen.

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Autor: Christian Knerr

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