Netzwerke, Fachartikel

Netzwerkmanagement ganz einfach

Netzwerkmanagement ganz einfach

Udo Kalinna, IFASEC GmbH

Das Firmennetz in Minutenschnelle scannen, katalogisieren und abdichten, das wünscht sich jeder Administrator. Und wenn die Software zudem noch aus Deutschland kommt und daher nicht im Verdacht steht, sensible Daten an NSA und Co. zu übermitteln, dann freut sich auch der Unternehmens-Chef. SCUDOS tritt an, um beiden gerecht zu werden.

Ob im Büro oder in der Industrie-Produktion: Nur ein gut konzipiertes Netzwerk ist in der Lage, den zunehmenden Attacken einigermaßen standzuhalten. So bemühen sich IT-Verantwortliche, Zonen einzurichten, Policies zu entwickeln und per Software Hacker und Malware abzuwehren. Doch sind die geplanten Maßnahmen überhaupt erfolgreich umgesetzt? Und wie sieht es aus, wenn das Netz ein halbes oder ein ganzes Jahr läuft – haben sich im laufenden Betrieb neue Lücken eingeschlichen?

 

Solche Fragen kann SCUDOS, eine Software Defined Security Platform, in kurzer Zeit beantworten. Die Lösung scannt das Netzwerk, erfasst und katalogisiert sämtliche Geräte sowie die darauf laufenden Dienste und sichert im nächsten Schritt das Netzwerk gegen Angriffe von außen wie von innen. Dazu wird lediglich die Appliance ans Netzwerk angeschlossen und die darauf installierte Software gestartet – Agenten müssen dafür nicht installiert werden. So können Administratoren das Netzwerkmanagement wesentlich vereinfachen.

 

Ins Licht der Öffentlichkeit

Hinter SCUDOS steht die IFASEC GmbH aus Dortmund, die sich bereits in Expertenkreisen einen Namen gemacht hat. Sie hat sich seit der Gründung 2013 vor allem mit Code-Analysen, Penetrationstests, Sicherheitstrainings und App-Entwicklungen für Polizeikräfte, Kommunen, Landes- und Bundesbehörden sowie Unternehmen im In- und Ausland als Security-Spezialist etabliert. Firmengründer Udo Kalinna, der an der Hochschule Emden/Leer eine Verwaltungs-Professur für Informatik und IT-Sicherheit innehat, sieht nun die Zeit gekommen, mit SCUDOS eine breitere Öffentlichkeit anzusprechen. Zum einen, weil bereits einige namhafte Kunden gewonnen werden konnten, bei denen die Security-Lösung erfolgreich im Einsatz ist. Zum anderen, weil er im Security-Bereich eine Alternative bieten will, die nicht im Verdacht steht, Diener zweier Herren zu sein.

 

„Wir wollen in Deutschland ein Unternehmen etablieren, das auf dem europäischen und dem Weltmarkt eine echte Rolle spielt“, macht Kalinna deutlich, der seit 2001 Security-Lösungen entwickelt.

 

Die Weichen sind gestellt 

Bislang arbeiten rund 20 Mitarbeiter in Dortmund bei IFASEC, davon rund 60 Prozent in der Entwicklung, die anderen in Marketing, Vertrieb und Backoffice. Das Produkt selbst ist nach dreijähriger Entwicklungsarbeit und einem Dutzend Installationen bei kleinen und großen Industriekunden marktreif, doch die nächsten Entwicklungsschritte sind bereits vorgezeichnet. So wird SCUDOS bereits 2017 als cloudbasierte Lösung verfügbar sein. Kalinna sieht gerade im Mittelstand hohen Bedarf für eine gemanagte Security-Lösung, da es hier oft an qualifiziertem Personal fehle. Weitere Vorteile des Cloud-Angebots sollen eine granulare Skalierbarkeit sein, so dass nur diejenigen Funktionen gebucht werden müssen, die wirklich benötigt werden, und ein Pay-per-Use-Preismodell.

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Autor: Udo Kalinna

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