All About Security
  • Aktuelle Sicherheitsartikeln als RSS Feed
  • All About Security auf Twitter
  • All About Security auf Xing
  • Unter4Ohren IT-Security Podcast auf YouTube

NAC - Network Access Control, Fachartikel

Kostenloses Überwachungstool für kleine Netze

Kostenloses Überwachungstool für kleine Netze

Im Test: CA Nimsoft Monitor Snap + Mit CA Nimsoft Monitor Snap bietet CA Technologies eine kostenlose Variante der Nimsoft Monitor-Lösung an. Sie unterstützt Netzwerke mit bis zu 30 Geräten und überwacht Clients, Server, Datenbanken, virtuelle Umgebungen, Anwendungen, Speicherprodukte und Netzwerklösungen. Umfassende Dashboards und Alarme helfen den Anwendern während des Betriebs beim Beseitigen von Fehlern. Wir haben uns im Testlabor angesehen, wie sich das Produkt bei der täglichen Arbeit verhält.

Mit Nimsoft Monitor Snap wendet sich CA vor allem an kleinere und mittelgroße Organisationen ohne große IT-Budgets und ohne tiefgehendes Fachwissen im Bereich Netzwerküberwachung. Also an Einrichtungen, die weder willens sind, Geld für ein Monitoring-Produkt auszugeben, noch über das Know-How verfügen, eine Open Source-Lösung zur Überwachung in ihrem Netzwerk einzurichten. Deswegen hat CA großen Wert darauf gelegt, dass sowohl die Installation als auch der Betrieb von Nimsoft Monitor Snap sehr einfach ablaufen.

Das Produkt basiert auf der CA Nimsoft Monitor-Lösung und bringt einen wesentlichen Teil des Leistungsumfangs des Produkts mit. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: So wurde die Zahl der zu überwachenden Geräte auf 30 begrenzt, und die maximale Größe des Datenspeichers liegt bei 10 GByte. Außerdem hat der Hersteller diverse Features gestrichen, wie beispielsweise die Überwachungsfunktionen für Cloud-Dienste und die End User Experience. Erstere misst durch simulierte Logins und Web-Eingaben die Performance von Web-Anwendungen, während letztere End-User-Aktionen mit Keyboardeingaben und Mausbewegungen simuliert. Auch die Multi-Site-Fähigkeit, die benutzerdefinierten Dashboards, die erweiterten Reports und Benachrichtigungen, die SaaS-Option, der RCA Topology/Relationship-Viewer sowie das Service Level Management lassen sich mit der Snap-Variante nicht nutzen. CA liefert für Snap im Gegensatz zum vollwertigen Produkt keinen eigenen Support, diese Aufgabe übernimmt die Community. Agenten auf den Client-Systemen gehören ebenfalls nicht zum Leistungsumfang der Snap-Variante, sie bleiben den Anwendern der Vollversion vorbehalten. Nimsoft Monitor Snap holt sich alle Informationen mit Hilfe von Protokollen und Diensten wie SNMP und WIM über das Netz.

CA gibt an, dass die Anwender von Nimsoft Monitor Snap weniger als eine Stunde brauchen, um die Lösung in Betrieb zu nehmen. Anschließend sorgen Dashboards und Alarmfunktionen dafür, dass die Verantwortlichen und Executives Kenntnis über auftretende Schwierigkeiten erhalten und sich frühzeitig der Problemlösung widmen können. Um einen noch besseren Überblick zu erlangen, bietet das Tool auch umfassende Reports, die sich bei Bedarf automatisch zu bestimmten Intervallen erstellen lassen.

Der Test

Im Test installierten wir Nimsoft Monitor Snap auf einem IBM X-Server mit einer Quad-Core Intel Xeon-CPU mit 1,6 GHz Taktfrequenz, 10 GByte RAM und 1,5 TByte Festplattenplatz. Laut CA benötigt die Software mindestens 3 GByte Arbeitsspeicher plus das RAM für das Betriebssystem, eine Dual Core-CPU mit 1,6 GHz Taktfrequenz und 15 GByte freie Harddisk-Kapazität. Das System muss über eine feste IP-Adresse verfügen. Soll die IP-Adresse nachträglich geändert werden, so müssen die zuständigen Mitarbeiter CA Nimsoft Monitor Snap neu installieren. Als Betriebssystem können die 64-Bit-Version von Windows 7 mit Service Pack 1 oder neuer beziehungsweise Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 oder neuer zum Einsatz kommen. Wir verwendeten im Test Windows Server 2012 R2. Damit der Zugriff auf das System funktioniert, müssen die dafür verwendeten Browser zudem Flash unterstützen. Momentan arbeitet CA Technologies an einem HTML-5-Web-Interface, das Flash ersetzen soll und das voraussichtlich im nächsten Release der Software auf den Markt kommen wird.

Nach dem Abschluss des Setups führten wir eine Erkennung der Geräte in unserem Netz durch und fügten den gefundenen Systemen anschließend die Probes – also die Überwachungsmethoden – hinzu, die für die jeweils darauf laufenden Dienste geeignet waren. Insbesondere behielten wir dabei Datenbanken, Hypervisoren, Webseiten, diverse Anwendungen beziehungsweise Dienste sowie Netzwerkkomponenten und Datenspeicher im Auge. Anschließend nahmen wir den Leistungsumfang des Produkts unter die Lupe, setzten Alerts und Reports ein und analysierten, wie die tägliche Arbeit mit der Lösung ablief. Außerdem prüften wir, wie sich Grenzwerte zum Auslösen von Alarmen modifizieren ließen und warfen einen Blick auf die Dashboards.

Installation

Die Installation muss von einem Administratorkonto aus erfolgen und wird keinen IT-Mitarbeiter vor unüberwindliche Hindernisse stellen. Es genügt, die Setup-Datei aufzurufen und die Sprache sowie den Zielpfad auszuwählen. Außerdem ist es noch erforderlich, die Kunden-ID, die man bei der Registrierung des Produkts erhält, einzugeben. Danach prüft das System, ob alle Voraussetzungen zum Einspielen der Software gegeben sind und fragt nach einem Passwort für das Administratorkonto. Anschließend läuft die Installation durch. Dabei spielt die Setup-Routine auch gleich den Microsoft SQL Server 2012 Express als Datenbank mit ein. Nach dem Abschluss der Installation öffnet sich automatisch ein Browserfenster, das die Snap Login-Seite anzeigt.

<< Erste < Vorherige Page 1 Page 2 Page 3 Page 4 Nächste > Letzte >>

Diesen Artikel empfehlen

Autor: Dr. Götz Güttich

Datenverluste kosten deutsche Unternehmen jährlich 33,6 Milliarden Euro

Deutsche Unternehmen haben in den letzten zwölf Monaten 33,6 Milliarden Euro durch Datenverluste eingebüßt. Das entspricht fast einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes. Seit 2012 ist die Datenverlustrate um 400 Prozent gestiegen. 74 Prozent der Befragten sind sich heutzutage nicht...

Voller Schutz für's ganze Netz

Im Test CounterACT 7.0.0 von ForeScout CounterACT benötigt im Betrieb keine Software oder Agenten auf den abzusichernden Systemen. Es sind auch keine Konfigurationsänderungen auf den Clients im Netz erforderlich. Das Produkt steht als Appliance sowie als virtuelle Appliance zur Verfügung und...

Voller Durchblick für Administratoren?

WhatsUp Gold unterstützt bis zu 20.000 zu überwachende Geräte. Im Betrieb verwendet die Lösung drei verschiedene Methoden zum Überwachen der Netzwerkkomponenten: "Active Monitors" kommunizieren mit den Geräten, um ihren Status zu bestimmen. Dazu gehören unter anderem Ping, Echo, POP und...

Lagebericht zum Web-Tracking

Für Verbraucher können dadurch unerwartete Nachteile entstehen, etwa schlechtere Konditionen bei Krankenversicherungen oder Benachteiligungen beim Online-Shopping. Die Studie liefert einen umfangreichen Überblick über die aktuelle Praxis, Risiken und Schutzmöglichkeiten. Auf vielen Webseiten wird...

Das ganze Netz im Griff

Mit der LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack 1 erhalten Administratoren alle Werkzeuge in die Hand, die sie benötigen, um ihr heterogenes Netzwerk von einer zentralen Stelle aus zu verwalten. Das Werkzeug ist nicht nur dazu in der Lage, Windows Clients und Server zu installieren, zu patchen...

Runderneuerte Überwachungslösung für Unternehmensumgebungen

PRTG von Paessler stellt ein Werkzeug zum Überwachen von IT-Infrastrukturen dar. Die Lösung eignet sich nicht nur für den Einsatz in lokalen Netzen, sondern auch zum Monitoring von WAN-Verbindungen, Webseiten, Servern, URLs und ähnlichem. Das Produkt arbeitet auf einem Windows-System und sammelt...

Volle Flexibilität beim Speichereinsatz

SANsymphony-V realisiert eine transparente Virtualisierungsschicht über verschiedene Speichergeräte hinweg. Das System sorgt damit für hohe Leistung und Verfügbarkeit. Darüber hinaus optimiert das Produkt die Nutzung der Speicher- und Prozessorkapazitäten. Zum Leistungsumfang gehören neben den...

Service Bus für Unternehmen

Ein Enterprise Service Bus (ESB) dient dazu, Dienste in einem Unternehmensnetz bereit zu stellen. Dazu übernimmt er als Middleware die Datenübertragung zwischen den einzelnen Anwendungen. Es ist beim Einsatz eines ESB folglich nicht mehr erforderlich, spezielle Kommunikationsschnittstellen zwischen...

Security as a Service

F-Secure hostet den Protection Service for Business selbst. Die Verwaltung erfolgt bei Bedarf über einen zertifizierten lokalen IT-Partner. Neben der Antivirus-Funktion, dem Internet-Schutzschild (der aus Firewall, Intrusion Protection System und Anwendungssteuerung besteht), dem Schutz des Mail-...