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Sicherheitsindex zeigt: Nur in Deutschland sind im weltweiten Vergleich die Sicherheitsbedenken gesunken

Sicherheitsindex zeigt: Nur in Deutschland sind im weltweiten Vergleich die Sicherheitsbedenken gesunken

Weltweiter Security Index seit 2014 um 20 Prozent gestiegen – auf einen Rekordwert von 173 + Trotz professioneller Cyberattacken und terroristischer Attentate sind die Sorgen der Deutschen seit 2014 um 7 Prozent zurückgegangen

Obwohl der diesjährige, globale Unisys Security Index (USI) seit der ersten Erhebung 2007 einen Rekordwert erreicht hat, ist Deutschland die einzige der 13 befragten Nationen, in der die Sicherheitsbedenken zurückgegangen sind.

 

Der Unisys Security Index 2017, eine Studie, die Bedenken von Verbrauchern aus 13 Nationen hinsichtlich nationaler, finanzieller, persönlicher und Internet-Sicherheit misst, zeigt: die globalen Sicherheitsbedenken sind seit der letzten Umfrage 2014 um 20 Prozent gestiegen – auf einen Rekordwert von 173 Punkten . Die höchsten Zunahmen sind dabei bei den Industrienationen zu verzeichnen – mit Ausnahme von Deutschland. Während in anderen europäischen Ländern die Sicherheitsbedenken zugenommen haben, ist Deutschland die einzige Nation, in der der Index gesunken ist.

 

Verschwindet das Phänomen der „German Angst“?

Während der USI für Deutschland 2014 bei 146 Punkten lag, liegt der Indexwert der aktuellen Umfrage bei 136 Punkten. Das entspricht einem moderaten Sorgenlevel. Von den 13 befragen Nationen, sind nur in den Niederlanden, mit einem Index von 125 Punkten, die Bedenken noch niedriger als in Deutschland. Die meisten Sicherheitsbedenken haben nach wie vor Bürger in Entwicklungsländern, angeführt von den Philippinen (243 Punkte), Mexiko (216 Punkte) und Malaysia (215 Punkte). 

 

Obwohl die Niederlande im internationalen Vergleich den niedrigsten Indexwert haben, sind die Bedenken der Verbraucher dort um 89 Prozent seit 2014 gestiegen – mehr als in jedem anderen Land. Aber auch bei den anderen europäischen Ländern sind die Bedenken gegenüber der vorherigen Erhebung gestiegen – um beispielsweise 40 Prozent in Großbritannien und 20 Prozent in Belgien (letzte Erhebung hier 2012). 

 

Unter Berücksichtigung der demografischen Variablen zeigt sich für Deutschland folgendes Bild: Frauen (Index: 145) haben größere Sicherheitsbedenken als Männer (Index: 127) und die 18-24 jährigen Befragten (Index: 143) äußerten größere Bedenken als die 45-54 Jährigen (Index: 134). Was das Einkommen betrifft, fühlen sich Menschen mit niedrigem Einkommen unsicherer (Index: 149) als solche mit höherem Einkommen (Index: 129).

 

„Früher war Deutschland im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn ein Land mit sehr hohen Index-Werten. Die Tatsache, dass Deutschland in diesem Jahr das einzige Land ist, in dem der Index abgenommen hat, stellt für mich die Frage in den Raum, ob denn das vielbesagte Phänomen der deutschen Angst verschwinden wird – und warum die Deutschen heute sorgenfreier sind als 2014“, so Sandro Lindner, Geschäftsführer der Unisys Deutschland GmbH. „Offenbar vertrauen die Bürger hierzulande mehr auf Behörden, Regierungen sowie in die geltenden Sicherheitsstandards und Datenschutzregelungen als in anderen Ländern. Allerdings zeigen Vorfälle wie der weltweite WannaCry-Angriff auch, wie angreifbar Organisationen im IoT-Zeitalter allgemein sind. Das bedeutet für Unternehmen und Regierungen nichts weniger, als IT-Sicherheit auch weiterhin in den Fokus zu rücken – um Datenverlust zu vermeiden, sich nicht erpressbar zu machen und das Vertrauen der Bürger in neue, vernetzte Technologien und den Datenschutz weiter zu stärken.“

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Autor: pat

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