Management

DEVK schützt Versicherte vor Datenklau

DEVK schützt Versicherte vor Datenklau

Die DEVK-Rechtsschutzversicherung rüstet ihre Kunden gegen Onlinekriminalität. Seit Januar bietet der Premium-Schutz u.a. Identitätsschutz im Internet, in Darknets und sogar im Deep Web. Neu ist auch ein Datentresor in Kooperation mit dem Online-Portal freenet.de: Damit können Versicherte Dateien verschlüsselt und sicher in einer Cloud speichern.

60 Prozent der Deutschen fürchten sich vor Identitätsdiebstahl, so eine Studie der Europäischen Kommission zur Sicherheit im Internet. Die Sorge ist berechtigt. Die Experten der Zeitschrift Finanztest verweisen in Ausgabe 1/2017 auf eine Studie von TNS Infratest. Danach sind 23 Prozent der Deutschen schon einmal Opfer von Identitätsdiebstahl geworden. Kriminelle sammeln im Internet systematisch Namen, Adressen, Geburtstage und Bankdaten. Sie nutzen die Informationen, um online Geschäften und illegalen Aktivitäten nachzugehen – im Namen der Bestohlenen.

So wehren sich Rechtsschutzversicherte gegen Datendiebe

Geschädigte merken das oft erst viel später: Wenn sie z. B. Rechnungen und Mahnungen für Dinge erhalten, die sie gar nicht bestellt haben, wenn sie nicht mehr als kreditwürdig gelten oder sogar die Polizei vor der Tür steht. Die klassische Privat-Rechtsschutzversicherung hilft, dagegen vorzugehen. Sie sorgt für anwaltliche Beratung und kommt auch für einen Unterlassungs- oder Schadenersatzprozess gegen den Datendieb auf. Solche Auseinandersetzungen sind für Betroffene zeit- und nervenaufreibend. Besser ist es, Identitätsdiebstahl von vornherein zu vermeiden.

Online-Monitoring schützt vor Identitätsmissbrauch

Seit 1. Januar 2017 gilt der neue Identitäts-Schutz der DEVK nicht nur wie bisher fürs Internet, sondern auch für sogenannte Darknets. Darunter versteht man Netzwerke, über die sich einzelne Menschen miteinander verbinden, die aber für Außenstehende kaum zugänglich sind – bei Tauschbörsen etwa. Der Identitäts-Schutz erstreckt sich sogar ins Deep Web, den versteckten Teil des Internets, der mit üblichen Suchmaschinen nicht auffindbar ist. Versicherte mit Premium-Schutz können über IDPROTECT des Dienstleisters Affinion International GmbH beobachten lassen, ob und wie sich persönliche Daten in solchen Netzen verbreiten. Ein tägliches Online-Monitoring warnt bei Treffern sofort. Auf Wunsch unterstützt Affinion bei der Löschung von Datenspuren auf öffentlich zugänglichen Seiten im Internet mit einem Online-Cleaner. Bei Daten in Darknets oder im Deep Web hilft es, z. B. die Kreditkarte zu sperren und Passwörter zu ändern.

<< Erste < Vorherige 1 2 Nächste > Letzte >>

Diesen Artikel empfehlen

Erpressung online

Die Erpressung von Lösegeld erfolgt in der Regel über Ransomware oder über Ransom Denial of Service (RDoS). Ransomware nennt man einen Trojaner, einen Wurm oder eine andere Schadsoftware, die ein System unter ihre Kontrolle bringt und den legitimen Zugriff darauf unmöglich macht, bis ein Lösegeld...

TU Darmstadt forscht an nächster Generation sicherer Verschlüsselung

Um sich auf das sogenannte Post-Quantum-Zeitalter vorzubereiten, forscht ein Team der TU Darmstadt um Professor Johannes Buchmann, Sprecher des Sonderforschungsbereichs CROSSING, mit Partnern aus der Industrie und Behörden an neuen kryptographischen Verfahren, die auch von einem Quantencomputer...

Ransomware nimmt kritische Infrastrukturen ins Visier

Die Entwicklung von Ransomware-Angriffen in kritischen Infrastrukturen ist demnach recht eindeutig und wird von Palo Alto Networks als ernsthafte Bedrohung gewertet. Erste erfolgreiche Angriffe gegen Netzwerke, die an OT-Umgebungen angrenzen, sind bereits bekannt geworden. Wenn sie Ausfallzeiten...

LogPoint integriert Threat-Intelligence-Modul

LogPoint erweitert seine gleichnamige Log-Management und SIEM-Lösung „LogPoint“ um Threat Intelligence-Funktionalitäten. Dazu zählen voreingestellte Analysen in Form von Warnungen per E-Mail, Reporting-Dashboards und Data Mapping. Mit der Threat Intelligence können Kunden Bedrohungsdaten vom...

Leaks und Ransomware weiter im Aufwind

Das Ransomware-Geschäftsmodell bewegt sich hin zu neuen Plattformen. Ransomware ist kein Malwareproblem, es ist ein kriminelles Geschäftsmodell. Malware ist in der Regel der Mechanismus, mittels dem die Angreifer Systeme und Daten für Lösegeld festhalten, aber es ist einfach nur ein Mittel zum...