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IT-Service: Bitte präventiv!

IT-Service: Bitte präventiv!

Stefan Schaffner, Geschäftsführer, ASS it-systemhaus GmbH

Wenn das Kind im Brunnen liegt, ist es buchstäblich zu spät. Im übertragenen Sinne verhält es sich so auch mit der Unternehmens-IT. Bricht beispielsweise das Netzwerk der eigenen Organisation zusammen, ist das Chaos in der Regel perfekt. Dabei lässt sich im Vorfeld nur mutmaßen, welches Ausmaß die Katastrophe annimmt. Kein Zweifel besteht allerdings darüber, dass sie negative Auswirkungen auf das Tagesgeschäft hat. Geschäftsführer und IT-Verantwortliche sind also gut beraten, wenn sie dem lieber vorbeugen. Bei der Vielzahl in Frage kommender, präventiver Leistungsangebote fällt es jedoch nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Denn die Verantwortlichen müssen Bedürfnisse, Chancen und Risiken gleichermaßen im Blick behalten.

IT-Organisation: Intern oder extern?

Wie relevant die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme für ein Unternehmen ist, wissen heute kleine und mittelständische Unternehmen genauso wie die Big Player der Wirtschaft. Die Wahl eines geeigneten Monitoring- und Servicemodells muss dabei immer in Abhängigkeit des jeweiligen  Organisationsmodells gefällt werden. Drei Lösungen beherrschen hier in der Regel die IT-Unternehmenslandschaften:

  • Ein externer Dienstleister übernimmt vollständig die Betreuung der Informationstechnologie und Telekommunikation.
  • Das Unternehmen beschäftigt eine kleine IT-Abteilung oder einen verantwortlichen Mitarbeiter als Ansprechpartner im Haus, lagert aber die Hauptleistungen an einen Dienstleister aus.  
  • Eine eigene, leistungsstarke IT-Abteilung kümmert sich um alle Belange und greift nur in besonderen Fällen auf Dienstleister zurück.

 

Die drei Ansätze eint der Versuch, die eigene IT möglichst uneingeschränkt betriebsbereit zu halten und dabei sicher aufzustellen. Dass das nicht selbstverständlich ist, fällt häufig erst im Ernstfall auf: Nämlich genau dann, wenn etwas eben nicht wie gewohnt funktioniert, Backups unbemerkt ausfallen oder ein Virus das Tagesgeschäft lahmlegt.

Prävention als Erfolgsmodell

Ist die IT erst einmal nicht mehr verfügbar, können die Fachverantwortlichen nur noch reagieren und versuchen, den Schaden zu begrenzen. Das ist weder effizient noch nachhaltig. „Aktion statt Reaktion!“ muss also die Devise lauten und „Prävention“ das Zauberwort.

Zu den zentralen, vorbeugenden Maßnahmen die IT betreffend zählt unter anderem auch die Planung einer Systemarchitektur, die in kritischen Bereichen mit Redundanzen arbeitet. Auch der Aufbau eines Kontrollmechanismus, um sich anbahnende Schäden frühzeitig zu erkennen und Ge-genmaßnahmen einzuleiten, gehört zu den „Must-Haves“ einer modernen IT-Organisation. Insbe-sondere automatisierte 24/7-Überwachungssysteme mit definierten Handlungsvorgaben und Aufgabenzuordnungen haben sich hier in der Praxis bewährt. Damit jene ihren Nutzen voll entfalten, sollten die Handlungsfahrpläne im Störfall definiert sein und die Ansprechpartner festgelegt werden. Daneben gilt es die Dienstleistungsvereinbarungen (SLA-Verträge) sorgsam auszuarbeiten sowie die Verfügbarkeit von Ersatz- oder Notfallsystemen sicherzustellen.

Monitoring-Systeme: Auf die Anwendung kommt es an!

Idealerweise laufen sämtliche Informationen und Daten in einem zentralen Dashboard zusammen, welches von einem Serviceteam betreut wird. Hat sich das Unternehmen für eine komplette Aus-lagerung der IT entschieden, bündelt ein externer Dienstleister die Daten. Dieser stößt auch die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen an. Bei der Kombination aus einer kleinen IT-Abteilung und externer Hauptleistung greifen beide Akteure auf die Informationen zu. Für ein effizientes Handling sind in diesem Fall die genaue Abstimmung von Handlungsreihenfolgen, -prioritäten und Zuweisungen von Verantwortlichkeiten im Vorfeld von zentraler Bedeutung.

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