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Netzwerke sicher virtualisieren mit Software-defined Networking (SDN)

Netzwerke sicher virtualisieren mit Software-defined Networking (SDN)

Die Ansprüche, welchen unsere IT-Landschaft gerecht werden muss, verändern sich ständig. Agilität ist gerade im digitalen Zeitalter eine der wichtigsten Kenngrößen. Das Virtualisieren von IT-Ressourcen ist aktuell schon als „Best Practice“ zum Erlangen von höchstmöglicher Flexibilität anzusehen. Seit einiger Zeit ist nun auch das Virtualisieren der Netze in aller Munde. Entscheidungsträger sind aufgefordert, diese Architekturen zu bewerten, wenn es darum geht, den vorhandenen Netzwerkinfrastrukturen mehr Flexibilität zu geben oder neue hoch skalierbare Netze zu errichten. Software-defined Networking scheint die vielversprechendsten Lösungen für mehr Flexibilität und Agilität im Netz bereitzustellen. Ob es sich hierbei nur um den Hype einer neuen Netzarchitektur oder eine zukunftsträchtige Lösung handelt, soll dieser Artikel beleuchten.

Im Bereich der IT ist die Virtualisierungstechnik längst nicht mehr neu. Schon in den 60er Jahren experimentierten Hardwarehersteller wie IBM mit virtueller Speicherverwaltung zur Partitionierung von Ressourcen in deren Mainframes. Das ermöglichte ein quasi Multitasking und somit ein beinahe paralleles Rechnen. Virtualisierung beschreibt ein Verfahren in der IT, Rechentechnik zu abstrahieren und konsolidiert durch eine Virtualisierungssoftware auf physikalischen Maschinen zu reproduzieren. Auf einem physikalischen Rechner können so mehr als ein Betriebssystem parallel und voneinander gekapselt betrieben werden, obwohl sie sich die Hardware-Ressourcen teilen.

Der Virtualisierung der IT-Infrastruktur wird zukünftig eine immer größer werdende Bedeutung zukommen. Während ein Softwareprodukt durchschnittlich sechs Monate Entwicklungszeit benötigt, wird für ein vergleichbares, in Hardware umgesetztes Produkt, mehrere Jahre Entwicklung benötigt. Der Vorteil der kürzeren Entwicklungszeit beeinflusst Entscheidungsträger bei der Wahl der Mittel und wird so die Virtualisierung weiter vorantreiben. Der daraus resultierende finanzielle Vorteil gegenüber traditioneller Betreibertechnik wird der größte Treiber sein. Nach der mittlerweile etablierten Client/Server/Storage-Virtualisierung wird nun der nächste Schritt, hin zur Virtualisierung der Netzwerkinfrastruktur folgen.

So sollte gerade im Bereich der Automation und der flexibleren Administrierbarkeit ein Schritt nach vorn gegangen werden. Eine zentrale Steuerung der IT-Netzwerkinfrastruktur ist, nicht zuletzt aufgrund der angespannten personellen Lage bei den meisten Unternehmen, von enormer Bedeutung. Durch bessere Kontrollmöglichkeiten soll die Revisionsfähigkeit erhöht werden. Benötigt wird auch eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Skalierbarkeit im Netzwerk. Auch muss die Fähigkeit der bereits vorhandenen Netzwerkgeräte überprüft werden, SDN nutzen zu können. Sollte das nicht der Fall sein, muss geprüft werden, ob es grundsätzlich möglich ist und wie hoch der Aufwand ausfällt, die Geräte auf die neue Architektur zu migrieren. Allgemein muss die neue Architektur den zukünftigen Anforderungen gewachsen sein. Dazu zählen die ständig wachsenden Anforderungen der Benutzer an die Antwortzeiten der genutzten Applikationen, die stetige Steigerung der Anzahl der Benutzer, welche über das Netzwerk auf Dienste zugreifen und eine Dynamisierung der Applikationsarchitekturen. Das bedeutet auch das Betreiben von Netzwerk verteilten Applikationen. Ferner muss das Netzwerk dem Wachstum der systembedingten Kommunikation durch die allgemeine Virtualisierung standhalten können. Und nicht zuletzt, die erhöhten Anforderungen an die technischen Antwortzeiten durch die Systemkomponenten selbst (Netzwerk-Overhead).

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