Management , White Paper

TeleTrusT und VOICE überreichen "Manifest zur IT-Sicherheit" an BMI und BMWi

TeleTrusT und VOICE überreichen "Manifest zur IT-Sicherheit" an BMI und BMWi

Gemeinsames Thesenpapier von Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) und Bundesverband der IT-Anwender (VOICE) weist auf Defizite der IT-Sicherheit und bietet Handlungsempfehlungen

Zum Auftakt der CeBIT 2017 übergaben Vertreter von TeleTrusT und VOICE das gemeinsam erarbeitete "Manifest zur IT-Sicherheit" an die Bundesregierung. BMI-Staatssekretär Klaus Vitt, IT-Beauftragter der Bundesregierung, und Andreas Könen, Leiter der Stabsstelle "IT- und Cybersicherheit, sichere IT" im BMI, nahmen das Dokument im Beisein von BSI-Präsident Arne Schönbohm entgegen.

Das von TeleTrusT- und VOICE-Experten ausgearbeitete und an die Politik adressierte Leitliniendokument "Manifest für IT-Sicherheit" stellt Defizite und Probleme im IT-Security-Umfeld dar, die dringend behoben werden müssen. Das Manifest zeigt, dass Unternehmen die Digitalisierung ernst nehmen und sich für sichere Lösungen einsetzen.

Die in dem Manifest formulierten Ziele und Absichten ergänzen die im November 2016 von der Bundesregierung beschlossene "Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland". Vertrauensvolle Zusammenarbeit und enger Austausch zwischen Staat und Wirtschaft sind unabdingbar, um die Cyber-Sicherheit in Deutschland dauerhaft auf hohem Niveau zu gewährleisten.

TeleTrusT und VOICE haben gemeinsam sechs Thesen erarbeitet, die jeweils spezifische "Gemeinsame Aufgaben" innerhalb jeder These skizzieren, wie vorhandene Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden können:

1. Ohne IT-Sicherheit gelingt keine nachhaltige Digitalisierung.
2. Gemeinsam wirkungsvollere IT-Sicherheitslösungen nutzen.
3. Verschlüsselung und Vertrauen sind die digitalen Werkzeuge für informationelle Selbstbestimmung.
4. Security-by-Design, Privacy-by-Design und nachvollziehbare Qualitätssicherung sind unabdingbar.
5. Wir benötigen eigene Souveränität über unsere IT-Sicherheitsinfrastrukturen.
6. Cyber War, Cyber-Sabotage und Cyber-Spionage werden immer bedrohlicher.

Zugleich wird aufgezeigt, wie sich Defizite beheben lassen und eine angemessene Risikovorsorge in der IT erreicht werden kann.

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass der Grad an IT-Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit in Deutschland zur Zeit nicht ausreichend ist. Es gibt keine Perimeter und es fehlt allgemein an Wissen, Verständnis, Einschätzungskompetenz, Technologien und Vorgehensweisen. Viele IT-Produkte erreichen nicht den nötigen Reifegrad hinsichtlich IT-Sicherheit, um ein grundlegendes Maß an Vertrauenswürdigkeit zu etablieren.

Manifest-Mitherausgeber und TeleTrusT-Vorsitzender Prof. Dr. Norbert Pohlmann erkennt einen starken Hebel bei den Anwendern, mit dem sich mehr IT-Sicherheit erreichen lässt: "Wir müssen vom angebotsgetriebenen zum anforderungsgetriebenen IT-Sicherheitsmarkt gelangen. Dazu sollten die Anwenderunternehmen gemeinsam ihre Einkaufsmacht fair nutzen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Herstellern und Anwendern ist nötig, um angemessene, wirkungsvolle, sichere und vertrauenswürdige IT-Lösungen in den operativen Einsatz zu bringen und umfangreiche und übergreifende IT-Konzepte erfolgreich umzusetzen."

Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des VOICE-Präsidiums, versteht das Manifest als wichtigen, sichtbaren Zwischenschritt im Dialog zwischen Anwendern, Anbietern, Politik und Wissenschaft.

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