Management , (ISC)², Studien

Frauen: In der Cybersicherheit unterrepräsentiert

Frauen: In der Cybersicherheit unterrepräsentiert

Studie mit mehr als 19.000 Cybersicherheitsfachleute belegt, dass der dramatische Engpass bei weiblichen Beschäftigten den Fachkräftemangel in der europäischen Cybersicherheit verschlimmert + Anteil von Frauen in der Cybersicherheit ist in Europa verglichen mit dem Rest der Welt am kleinsten + Weibliche Cybersicherheitsfachkräfte in Europa verdienen durchschnittlich 15 Prozent weniger als die Männer, eine größere Ungleichheit als in anderen Teilen der Welt + Empfehlungen enthalten die Schaffung von speziellen Arbeitsplätzen, die Steigerung von Zufriedenheit im Job und das Ende der Gehaltsungleichheit

Die größte Befragung von über 19.000 Cybersicherheitsfachkräften, beauftragt von (ISC)² gemeinnütziger Einrichtung, dem Center für Cyber Safety and Education (the Center), hat ergeben, dass der Fachkräftemangel von einem chronischen Engpass von Frauen in der Cybersicherheit unterfüttert wird. Frauen machen lediglich 7 Prozent der Beschäftigten in der Cybersicherheit in Europa aus, der geringste Wert verglichen mit anderen Teilen der Welt.

 

 

Für die achte Global Information Security Workforce Study (GISWS) wurden 3.694 Cybersicherheitsfachleute in Europa befragt, davon 616 aus der DACH-Region. Die Studie zeigt auf, dass die Cybersicherheitsindustrie in Europa die größten Gehaltsunterschiede weltweit aufweist. Männer verdienen im Durschnitt 14,7 Prozent mehr als Frauen (Durschnittlich 10.500 Euro). Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der DACH-Region wieder, Frauen (durschnittlich 81.000 Euro) verdienen hier im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen (durchschnittlich 102.000 Euro) 21.000 Euro weniger.

 

 

Diese Ungleichheit existiert, obwohl Frauen in verantwortungsvolleren Positionen arbeiten. Mehr als die Hälfte der befragten Frauen arbeiten nämlich in leitenden Positionen (51 %). Mehr als bei den Männern, die nur zu 47 Prozent in ihren Unternehmen in leitenden Funktionen tätig sind. Heruntergebrochen auf die DACH-Region sieht das ein wenig anders aus, denn hier arbeiten lediglich 33 Prozent der Frauen in leitender Position und bei den Männern sind es 45 Prozent.

 

 

Die Ergebnisse werfen auch ein Licht auf die Ungleichheit und zeigen auf, dass Frauen versehentlich von den Eintstellungskriterien der Arbeitgeber ausgeblendet werden. Der im letzten Monat veröffentlichte Zwischenbericht zu den jungen Fachkräften führte aus, dass 43 Prozent der Unternehmen in Europa bei der Einstellung von Fachkräften diejenigen mit einer Cybersicherheits- oder verwandten Ausbildung bevorzugen.

 

 

Darüber hinaus bevorzugen Arbeitgeber in Europa zu 93 Prozent Kandidaten mit Berufserfahrung, Frauen sind allerdings unter den zumeist eher unerfahrenen Kandidaten. 23 Prozent der befragten europäischen Frauen in der Cybersicherheit sind unter 35 Jahre alt, verglichen mit 17 Prozent bei den Männern. Zwei Drittel der befragten Frauen gaben außerdem an, dass der Cybersicherheitsberuf nicht ihr erster Job war, sondern der zweite und sie als Quereinsteiger zu dem Beruf kamen.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 Nächste > Letzte >>