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Studie: Weltweiter Fachkräftemangel im Cybersicherheitsbereich soll in fünf Jahren 1,8 Millionen-Marke knacken

Studie: Weltweiter Fachkräftemangel im Cybersicherheitsbereich soll in fünf Jahren 1,8 Millionen-Marke knacken

Die bisher größte Befragung von über 19.000 Fachleuten aus der Cybersicherheit zeigt ein großes Qualifikationsdefizit in Deutschland aufgrund anhaltender Versäumnisse bei der Rekrutierung von Millennials + Die „Global Information Security Workforce Study 2015“ prognostizierte ein Fehlen von 1,5 Millionen Cybersicherheitsmitarbeitern bis 2020 + Anstieg von 20 Prozent bei der vorhergesehenen Qualifikationslücke und Warnung vor drohendem „Qualifikationsabgrund“, da die ältere Generation in den Ruhestand geht + 70 Prozent der deutschen Unternehmen verfügen über zu wenig Cybersicherheitsfachkräfte; dabei sind nur 1 Prozent der Cybersicherheitsfachkräfte in DACH unter 30 Jahren + KMU sind besonders stark betroffen, denn nur 25 Prozent der Cyberprofis in DACH arbeiten für Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern

Die bisher größte durchgeführte Befragung des Centers für Cyber Safety und EducationTM, gesponsert von der gemeinnützigen Fachorganisation (ISC)², von über 19.000 Cybersicherheitsexperten weltweit zeigt, dass in der Cybersicherheits-branche bis 2022 1,8 Millionen Mitarbeiter fehlen werden. Das bedeutet einen Anstieg von 20 Prozent gegenüber der Fünf-Jahres-Prognose der letzten „Global Information Security Workforce“ -Studie von 2015. Die Ergebnisse belegen auch, dass 70 Prozent der Unternehmen in der DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz)-Region nicht über genügend IT-Sicherheitspersonal verfügen, um ihren Sicherheitsansprüchen gerecht zu werden. Dies wiederum beeinträchtigt die wirtschaftliche Sicherheit. Eine graphische Aufbereitung der wichtigsten Ergebnisse können Sie hier einsehen.

 

Die vom Center für Cyber Safety und Education durchgeführte „Global Information Security Workforce“-Studie befragt bereits seit 2004 Arbeitskräfte im Cybersicherheitsbereich und liefert die umfassendste Branchenstudie der letzten zehn Jahre. Die ersten veröffentlichten Daten der diesjährigen Ausgabe enthalten Antworten von über 600 führenden Cybersicherheitsprofis in Banken, Weltkonzernen und Regierungsstellen in DACH und machen deutlich, dass Organisationen Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden.

 

 

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Qualifikationsdefizit bereits auf DACH-Unternehmen auswirke, denn 45 Prozent der Unternehmen gaben an, der Mangel an Cybersicherheitspersonal habe erhebliche Konsequenzen für ihre Kunden. Ein ähnlicher Prozentsatz warnt davor, dass dies zu Cybersicherheitsverstößen führen könne. 37 Prozent der DACH-Unternehmen gehen in den nächsten 12 Monaten von einer Erweiterung ihrer Belegschaft um mehr als 16 Prozent aus, sehen sich dabei allerdings durch den Fachkräftemangel behindert.

 

Die Daten geben auch Hinweise, dass der Qualifikationsmangel mit einer schlechten Vorbereitung vieler Unternehmen in DACH auf die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einhergeht, die ab Mai 2018 ein obligatorisches 48-Stunden-Fenster zur Veröffentlichung von Datenschutz-verletzungen vorsieht.

 

24 Prozent der Befragten in DACH sagen derzeit voraus, ihre Unternehmen würden über acht Tage für die Behebung eines Schadens brauchen, sollten ihre Systeme oder Daten von Hackern kompromittiert werden - also bei weitem länger, als das verlangte Fenster zur Offenlegung von Datenschutzverletzungen vorsieht.

 

Millennials vor verschlossener Tür

Millennials sind als die am schnellsten wachsende Zielgruppe für die Behebung der Beschäfti-gungslücke von entscheidender Bedeutung.

 

In DACH allerdings versäumen es Unternehmen, Millennials einzustellen, denn nur 6 Prozent der Befragten geben an, Hochschulabsolventen zu rekrutieren. Die Daten zeigen auch, dass derzeit nur 15 Prozent der Mitarbeiter in der Cybersicherheitsbranche unter 35 Jahre alt sind, was bedeutet, dass die Pipeline an Talenten, die in jüngeren Jahren in die Branche eintreten, gezwungernermaßen am Versiegen ist.

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