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Warum Unternehmen weltweit auf Cybersecurity made in Irland setzen

IT-Leiter wenden sich in Pandemie-Zeiten an irische Cybersicherheitsunternehmen zum Schutz vor Angriffen 

Geld her oder Daten weg – so oder ähnlich geht es vielen Unternehmen, wenn sie von Cyberkriminellen erpresst werden. Die IT-Sicherheit ist daher schon längst eine zentrale Herausforderung, der sich jedes Unternehmen stellen muss. Um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, ist es unerlässlich nicht nur personenbezogene Daten zu schützen, für die der rechtlich geforderte Datenschutz Sicherheitsmaßnahmen verlangt, sondern alle Arten von Informationen und Systemen. Mit dem Ausbruch von Covid-19 hat sich die Situation in vielen Unternehmen verschärft: Mitarbeiter arbeiten nicht mehr vom Büro aus, sondern größtenteils im Home-Office. Die lokal geschützte IT-Infrastruktur wird anfälliger und Zugänge zu internen Netzwerken sowie Systeme von außen müssen erhöhten Sicherheitsstandards genügen. Enterprise Ireland, die irische Organisation zur Wirtschaftsförderung, erläutert, warum gerade während der Pandemie IT-Leiter auf Cybersecurity-Lösungen aus Irland setzen.

Laut einer Studie von IDC wurden bereits 78 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland während der Pandemie attackiert. Wenn Unberechtigte Zugriff auf die Datensammlung von Unternehmen haben, kann dies schnell teuer werden: Der Data Breach Report von IBM verrät, dass deutsche Unternehmen im Durchschnitt mit einem Schaden in Höhe von 4,45 Millionen US-Dollar rechnen müssen. Die durchschnittliche Zeit, um den Angriff aufzudecken, liegt bei ungefähr 160 Tagen – wertvolle Zeit, die sich sowohl negativ auf das Geschäft als auch auf den Ruf auswirken kann. Die Lösung: Unternehmen müssen die Qualität ihrer Abwehr- und Reaktionsfähigkeit deutlich steigern.

Irland an der Spitze für Cybersecurity-Lösungen

Cyberbedrohungen können überall und jederzeit auftreten. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen unter anderem sicherstellen, dass ihre Geräte und WiFi-Verbindungen sicher sind. Zudem sollten die Mitarbeiter gegen Phishing und Cyberangriffe gewappnet sein. Dabei gilt es nicht nur sich selbst als Unternehmen zu schützen, sondern auch Kunden und deren Daten. Um Angriffe erfolgreich abzuwehren, wenden sich immer mehr Unternehmen an irische Firmen. Der Grund: Die grüne Insel glänzt mit vorteilhafter Expertise in dem Bereich Cybersecurity.

  1. Irland als wichtiger globaler Knotenpunkt 

Mehr als 50 weltweit führende Cybersicherheitsunternehmen haben in Irland ihren Sitz. Dazu gehören unter anderem die großen Unternehmen Palo Alto Networks, Norton und Fortinet sowie die innovativsten KMU der Europäischen Union. Mit Lösungen, die beispielsweise mit maschinellem Lernen, IoT, KI und Cloud-Technologien ergänzt werden, leisten die Unternehmen Pionierarbeit zur Abwehr neuster Cyberbedrohungen. F&E-Zentren in irischen Universitäten und in nationalen Forschungszentren tragen stetig dazu bei, die Expertise des Landes weiterzuentwickeln, um mit innovativen Lösungen Cyberkriminalität die Stirn zu bieten. So sind bereits mehr als 6.000 Menschen in der irischen Cybersecurity-Branche beschäftigt, was sich auch in den Exporten widerspiegelt; diese stiegen 2019 um 25%.

  1. Irland ist vertrauenswürdig 

Durch seinen internationalen Ruf für militärische Neutralität und einer respektierten Erfolgsbilanz bei der Förderung des internationalen Friedens und der Zusammenarbeit, überrascht es nicht, dass Unternehmen Irland als führendes Land zum Datenhosting ansehen. Infolgedessen vertrauen globale Kunden irischen Cybersicherheitsunternehmen, die eigene IT-Infrastruktur mit innovativen Lösungen zu schützen.

„Unternehmen sind weltweit mit einer wachsenden Zahl von Bedrohungen der Cybersicherheit konfrontiert. Gerade jetzt benötigen sie Lösungen von vertrauenswürdigen Anbietern“, erklärt Manus Rooney, Regional Manager DACH bei Enterprise Ireland. „Die Angriffe von Hackern werden immer raffinierter und ihre Auswirkungen immer gravierender. Talent, Innovation und Vertrauen machen Irland zu dem idealen Partner, an den sich IT-Leiter für Lösungen gegen Cyberkriminalität wenden können.“

Beispiele irischer Unternehmen für Cybersecurity-Lösungen

Daon wurde im Jahr 2000 gegründet und ist ein privates Softwareunternehmen, das Produkte zur Verwaltung von Identitäten anbietet. Über den gesamten Lebenszyklus der digitalen Identität hinweg, einschließlich On-boarding, Authentifizierung und Wiederherstellung, eliminiert Daon so die Gefahr von biometrischen Sicherheitsverletzungen und Betrug. Die Lösungen ermöglichen staatlichen und kommerziellen Unternehmen Identitäten zu überprüfen und Vertrauen zu schaffen. Aufgrund der Corona-Pandemie erarbeitet Daon bereits mit dem Denver International Airport ein facettenreiches Programm für „nahtloses Reisen“: Durch den Einsatz von Technologien zur Identitätserfassung sollen Passagiere und Mitarbeiter zurück an die Flughäfen gebracht werden, um auf diese Weise Flexibilität und mehr Platz beim Check-In sowie bei der Gepäckaufgabe zu ermöglichen.

Edgescan, ein preisgekrönter Schwachstellen-Management-Service (SaaS) und einer der größten irischen Exporteure von Cybersicherheit, hilft seinen Kunden weltweit, Cybersicherheitsrisiken kontinuierlich zu verstehen, priorisieren und entschärfen, auch wenn die Mitarbeiter nicht vom Büro, sondern aus der Ferne arbeiten.

Druid Software bietet zelluläre Kernanwendungen für 5G, CBRS, IoT, öffentliche Sicherheit, neutrale Hosts sowie Patrouillen- und Unternehmenskommunikation. Das Unternehmen liefert ihre Kernnetztechnologie und Komponenten an globale Systemintegratoren und Netzwerkausrüster. Die Lösung ermöglicht private LTE-Netzwerke im Bergbau, im Transportwesen, in der Schifffahrt sowie der Fertigung.

Nova Leah, ein irisches Cybersicherheits-Start-up, sorgt mit seinen innovativen Produkten dafür, dass sich einzelne Geräte sicher mit Krankenhausnetzwerken verbinden. Die automatisierten Lösungen werden für die Implementierung und Aufrechterhaltung von Cybersicherheitsanforderungen für medizinische Geräte eingesetzt.