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Weltweites Vertrauen in die Cybersicherheit fällt

Weltweites Vertrauen in die Cybersicherheit fällt

Die zweite jährliche Befragung von Sicherheitsprofis ergab, dass zwölf Prozent weniger als 2016 sicher sind, Cyber-Risiken richtig einordnen zu können + Deutschland liegt deutlich unter dem Durchschnitt und verliert vor allem im Bereich „Risk Assessment“

Tenable Network Security veröffentlicht die Ergebnisse der Global Cybersecurity Assurance Report Card 2017. IT-Sicherheitsexperten weltweit benoten darin die globale Cybersicherheits-Bereitschaft im Durchschnitt mit „3-“ mit einem Gesamtergebnis von 70 %.

Die Global Cybersecurity Assurance Report Card fragte Einblicke von 700 IT-Sicherheitspraktikern aus neun Ländern und innerhalb sieben vertikaler Branchen ab. Ziel war es, einen globalen Indexwert zu errechnen, der widerspiegelt, ob die weltweite Cyber-Abwehr die Erwartungen der Experten erfüllen kann.

Laut der diesjährigen Erhebung, fällt das weltweite Vertrauen in die Cyber Security um insgesamt sechs Prozentpunkte. Sie erreicht nun einen Gesamtwert von 70 %, was einer „3-“ entspricht.

Der generelle Vertrauensverlust ist das Resultat eines Rückgangs von 12 Prozentpunkten im „2017 Risk Assessment Index“. Der Index erfasst die Möglichkeiten der Befragten, IT-Sicherheitsrisiken bei elf entscheidenden Komponenten der Unternehmens-IT einzuschätzen.

In zwei aufeinanderfolgenden Jahren nannten die Fachleute die „besorgniserregende Bedrohungslandschaft“ als die größte, einzelne Herausforderung, mit denen IT Security-Experten heute konfrontiert sind. Direkt danach folgt die „geringe Sicherheitssensibilität unter Mitarbeitern“ und „mangelnder Einblick in Netzwerke (BYOD, Shadow-IT)“.

„Die heutigen Netzwerke verändern sich kontinuierlich, durch mobile Endgeräte, Cloud, IoT, Web-Applikationen, Container, virtuelle Maschinen. Unsere Daten weisen darauf hin, dass viele Unternehmen nicht genügend Einblicke gewinnen, um mit ihrer Sicherheitssituation zufrieden zu sein“, erklärt Cris Thomas, Strategist bei Tenable Network Security. „Es ist offensichtlich, dass neuere Technologien wie DevOps und Container zu einer schlechteren Gesamtnote beitragen. Dennoch müssen nicht nur diese beiden Aspekte, sondern das Gesamtrepertoire verbessert werden.“

Ergebnisse weltweit 2017

Die Wolken werden dunkler – Die Cloud als Software-as-a-Service (SaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) waren zwei der am schlechtesten eingestuften Risk-Assessment-Bereiche im Report 2016. Für die Befragung 2017 wurden SaaS und IaaS mit Platform-as-a-Service (PaaS) zusammengefasst. Die neue Kategorie „Cloud Environment“ erzielte 60 % (ausreichend). Das ist ein Rückgang von sieben Prozent im Vergleich mit den SaaS- und IaaS-Zahlen im vergangenen Jahr.

Der mobile Sumpf – Neben IaaS und SaaS waren mobile Endgeräte im letztjährigen Report eine der größten Schwächen von Enterprise-Security. In diesem Jahr sinkt der Wert für Risk Assessment mobiler Endgeräte um acht Prozentpunkte, von 65 % (ausreichend) (2016), auf 57 % (2017).

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