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CIO-Umfrage: Europa in der Cloud angekommen

Die größten Barrieren

Umfrage unter europäischen CIOs zeigt Trend zu Virtualisierung und Cloud Computing trotz Sicherheitsbedenken. Europäische Unternehmen nutzen zunehmend das Potenzial, das sich durch Virtualisierung und den Zugriff auf Applikationen in der Cloud bietet.

Laut einer Umfrage von Brocade, die im Frühjahr 2010 unter 200 CIOs in Europa durchgeführt wurde, ist in 60 Prozent der Unternehmen der Einsatz eines Cloud Computing-Modells in den nächsten zwei Jahre geplant. Die Gründe liegen in einer Reduzierung der Kosten (30 Prozent), Verbesserung der Effizienz (21 Prozent) und Erhöhung der Flexibilität (16 Prozent).

Die Ergebnisse bestätigen aktuelle Marktforschungsergebnisse von IDC.
Die Analysten schätzen das weltweite Marktvolumen von Cloud IT-Services auf knapp 13 Milliarden Euro und rechnen mit einem Anstieg auf rund 32,7 Milliarden Euro bis 2013.


 In Großunternehmen wird in der Regel in Private Cloud-Infrastrukturen investiert, was teilweise auf Sicherheitsbedenken zurückgeht. Mehr als ein Drittel aller Befragten nannte Sicherheit als größte Hürde für den Einstieg in die Cloud, dicht gefolgt von der Komplexität der Virtualisierung von Rechenzentrum, Netzwerkinfrastruktur und Bandbreite.


In der Umfrage wurden auch kleinere und mittelgroße Unternehmen befragt, die sich im Gegensatz zu Großunternehmen verhaltener beim Thema Cloud zeigen. Nur 42 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre den Schritt in die Cloud wagen. So ist es wenig überraschend, dass 63 Prozent der Cloud-Befürworter ein Hosting/Oursourcing-Modell ins Auge fassen.

Weitere Resultate der Umfrage sind:

 

  • Über ein Viertel der Großunternehmen planen die Umstellung auf ein Cloud-Modell innerhalb der nächsten zwei Jahre; 11 Prozent innerhalb eines Jahres
  • Ein Viertel der Befragten gab die Konsolidierung der Anzahl an Rechenzentren als wichtigen Grund an
  • Für 14 Prozent der Befragten spielte die verfügbare Bandbreite ebenfalls eine entscheidende Rolle


"Die IT befindet sich mitten im Umbruch. Wir bewegen uns von Infrastrukturen für die Prozessautomatisierung hin zu serviceorientierten Architekturen, die neuartige Dienste schnell einsatzbereit machen", sagt Heiko Schrader, Regional Sales Director DACH bei Brocade. "Die Tage, in denen die Rechenleistung überwiegend im Rechenzentrum stattfand, sind vorbei. Informationen und Applikationen sind virtualisiert und können überall in einer Cloud-Infrastruktur sitzen. Damit die Cloud funktioniert, muss das Netzwerk skalierbar sein und eine hohe Leistung und Sicherheit bieten. Ohne diese Voraussetzungen ist eine Migration zum Scheitern verurteilt. Der Umfrage zufolge haben Unternehmen die profunden ökonomischen Implikationen einer Cloud-Lösung erkannt und sind bereit für die Umsetzung. Allerdings nur, wenn die Basisinfrastruktur stimmt."

Autor: mir

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