
Namen und E-Mail-Adressen durch Support-Panne bei Digital Charging Solutions (DCS) offengelegt – Abrechnung bleibt sicher
Das deutsche Unternehmen Digital Charging Solutions (DCS), Anbieter von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Abrechnungspartner für Herstellerstationen, hat seine Kunden über einen Sicherheitsvorfall informiert, bei dem persönliche Daten möglicherweise kompromittiert wurden.
In einer E-Mail an Kia-Kunden in Großbritannien, die The Register vorliegt, erklärte DCS: „Vor einigen Tagen haben wir Unregelmäßigkeiten bei der Verarbeitung von DCS-Datensätzen durch einen unserer Dienstleister festgestellt. Dieser Dienstleister unterstützt uns im Kundenservice und hat dafür Zugriff auf Kundendaten.“
Die Untersuchungen hätten ergeben, dass der Dienstleister in Einzelfällen ohne triftigen Grund auf Kundendaten zugegriffen habe. DCS arbeitet demnach eng mit der Geschäftsführung des Anbieters zusammen, hat zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und die Strafverfolgungs- sowie Datenschutzbehörden informiert. „Aus Vorsicht informieren wir Sie heute über diesen Vorfall“, heißt es in der Mitteilung.
DCS betreut nach eigenen Angaben mehr als eine Million Nutzer in über 30 Ländern und ist an der Betreibung von über 980.000 Ladestationen in Europa beteiligt. Auch eine ähnliche E-Mail in deutscher Sprache, die an einen BMW-eCharging-Nutzer verschickt wurde, kursiert in sozialen Medien.
Am 19. September richtete DCS eine spezielle Informationsseite zum Vorfall ein. Darin heißt es, dass Zahlungsinformationen nicht betroffen seien, da diese weder gespeichert noch verarbeitet würden. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass Daten anderer Kunden unbefugt eingesehen wurden. Die Untersuchung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Aus Datenschutzgründen und aus Vorsicht wurden die Kunden dennoch informiert. Der Ladeservice funktioniert weiterhin reibungslos. Die Abrechnung ist sicher.“
Demnach seien bisher nur wenige Fälle – im einstelligen Bereich – bestätigt worden, beschränkt auf Namen und E-Mail-Adressen. In einer Stellungnahme gegenüber The Register bestätigte DCS, dass dies weiterhin zutrifft.
Kunden müssen keine weiteren Schritte unternehmen, sollten jedoch generell wachsam bleiben und auf mögliche Phishing-Nachrichten achten.
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