
Am Freitag vergangener Woche veröffentlichte der EU-Rat eine Pressemitteilung, in der er Russland wegen seiner Beziehungen zur Hacker-Gruppierung „Ghostwriter“ anprangert, die in letzter Zeit eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, angegriffen hat. Die Europäische Union fordert den Staat auf, sich an die Normen für verantwortungsvolles Verhalten im Cyberspace zu halten und hat damit gedroht, Maßnahmen gegen Russland zu ergreifen, sollte das Problem weiterhin bestehen.
Der Cyberraum als Mittel zur Einflussnahme
Die jüngsten Aktivitäten Russlands, vor allem des militärischen Nachrichtendienstes GU (früher GRU), sind nur Teil einer langen Reihe von operativen Handlungen des Staates, die schon seit Jahrzehnten andauern. Die Nutzung des Internets und der sozialen Medien ist ein neues Instrument, aber die Taktik und die Ziele bleiben dieselben.
Russland setzt seine bösartigen Beeinflussungsaktionen fort – aus dem einfachen Grund, dass es keine wirksame Methode zur Bekämpfung von Desinformation gibt und diese Aktivitäten daher sehr wirksam sind. Es braucht nur eine kleine Gruppe von Lesern, die gewisse Informationen für echt halten und sie dann mit anderen Personen teilen, die ihnen vertrauen. So entwickelt sich schnell eine gefährliche Eigendynamik. Es ist zu befürchten, dass Russland unter dem derzeitigen Regime kein „verantwortungsbewusstes“ Mitglied der Cyber-Gemeinschaft werden wird, da dies weder seinen wirtschaftlichen Interessen noch seinen nationalen Zielen im Bereich der Aufklärung und Spionage dient.
Aktionen, die vor einigen Jahrzehnten vielleicht nur eine geringe Wirkung hatten, sind im heutigen Umfeld wesentlich effektiver. Das Ergebnis ist ein verstärkter Vertrauensverlust in die Regierung und die Institutionen, die der Öffentlichkeit dienen. Das ist Russlands ultimatives Ziel für seine böswilligen Einflussoperationen, und daran wird sich wohl nichts ändern, solange Wladimir Putin an der Macht ist.
Autor: Morgan Wright, Chief Security Advisor bei SentinelOne
Fachartikel

Wie eine Klinik KIM-Dienste gegen Malware absichert

Sicherheitslücken und verstecktes Mikrofon: Analyse des Sipeed NanoKVM-Fernwartungsgeräts

KI-Agenten werden zum entscheidenden Faktor für Cyberversicherungen

Millionenschaden durch Sicherheitslücken: KI-Coding-Plattform Cursor ermöglicht Budget-Manipulation

Omega: Neue Plattform sichert KI-Agenten in der Cloud gegen Datenlecks und Manipulation
Studien
![Featured image for “Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum”](https://www.all-about-security.de/wp-content/uploads/2025/12/phishing-4.jpg)
Phishing-Studie deckt auf: [EXTERN]-Markierung schützt Klinikpersonal kaum

Gartner-Umfrage: Mehrheit der nicht geschäftsführenden Direktoren zweifelt am wirtschaftlichen Wert von Cybersicherheit

49 Prozent der IT-Verantwortlichen in Sicherheitsirrtum

Deutschland im Glasfaserausbau international abgehängt

NIS2 kommt – Proliance-Studie zeigt die Lage im Mittelstand
Whitepaper

Malware in Bewegung: Wie animierte Köder Nutzer in die Infektionsfalle locken

Ransomware-Welle: Über 2 Milliarden Dollar Lösegeldzahlungen in drei Jahren

BSI sieht Optimierungsbedarf bei der Sicherheit populärer Passwortmanager

Omega: Neue Plattform sichert KI-Agenten in der Cloud gegen Datenlecks und Manipulation

Von der Idee zur Praxis: Fraunhofer skizziert nachhaltigen KI-Einsatz in Unternehmen
Hamsterrad-Rebell

Platform Security: Warum ERP-Systeme besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern

Daten in eigener Hand: Europas Souveränität im Fokus

Sicherer Remote-Zugriff (SRA) für Operational Technology (OT) und industrielle Steuerungs- und Produktionssysteme (ICS)

Identity und Access Management (IAM) im Zeitalter der KI-Agenten: Sichere Integration von KI in Unternehmenssysteme






