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Auf sicherem Weg zu virtuellen Umgebungen

Auf sicherem Weg zu virtuellen Umgebungen

Die Automobilindustrie hat es im Laufe der Jahre geschafft, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass ein neues Kalenderjahr bereits im Oktober beginnt. Steht doch zu diesem Zeitpunkt die neue Modellgeneration in den Ausstellungsräumen und wirbt mit einer Vielzahl von vielversprechenden Neuerungen um die Gunst der Käufer.

In mancher Hinsicht folgt auch das Beschaffungsverhalten der IT-Branche diesem Muster: Fortlaufende Verbesserungen versprechen leichtere Bedienbarkeit, nahtlose Integration, neue Funktionen und höhere Produktivität. So wie die Frage, ob eine Urlaubsreise unvergesslich wird, weniger von dem neuen Auto als von dem gewählten Ziel oder der Route dorthin abhängt, hängt auch die erfolgreiche Implementierung neuer Technologien, wie die Virtualisierung, mehr von dem geschäftlichen Nutzen als von den jeweiligen Features dieser Technologie ab.

Das bedeutet nicht, dass ein Kleinwagen den gleichen Komfort wie eine Luxuslimousine bietet - die man mit zunehmendem Alter zu schätzen weiß - aber sechs Monate nach der Urlaubsreise werden Ledersitze, Zweizonenklimaanlage oder Navigationssystem einfach kein Thema mehr sein. In Erinnerung bleiben dagegen die besuchten Orte, die Restaurantbesuche, die schönen Augenblicke und die besonderen Erlebnisse. Besondere Erlebnisse sind allerdings nicht notwendigerweise positive Erlebnisse. Man denke an lange Staus oder eine Reifenpanne auf der Autobahn. Unvergesslich bleiben sie dennoch.

Zwar hat die Virtualisierungstechnik das Potenzial, IT-Prozesse zu verbessern, Betriebskosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Aber der Weg zum Erfolg oder Misserfolg und die „unvergesslichen Momente“ hängen auch bei dieser Technologie ganz wesentlich von der geplanten Route, von den Etappenzielen und von der Aktualität der „Verkehrsnachrichten“ ab, nach denen man sich orientiert. So wie die Wege zum gewünschten Urlaubsziel, so hält auch das Netzwerk eine Reihe von Gefahrenstellen und Schlaglöchern bereit, die entweder umfahren werden oder zu einem Unfall mit möglicherweise weitreichenden Folgen führen. Eine Routenplanung, die die physische Infrastruktur für das schicke neue Virtualisierungsvehikel berücksichtigt, führt nicht nur erfolgreich ins gewünschte Ziel, sondern macht auch den Weg dorthin zu einem entspannten Erlebnis.

Route sorgfältig planen

Für fundierte Entscheidungen über die richtige Mischung und Umsetzung der Virtualisierungstechnik reicht die übliche Betriebsdatenflut nicht aus. In einem dichten Datenwald besteht die Gefahr, die Bäume aus dem Blick zu verlieren, die dem wirtschaftlichen Erfolg im Wege stehen. Die durch Einsatz  virtueller Server erzielten Einsparungen bei der Hardware können sehr schnell von teuren Wartezeiten eingeholt werden, die den Benutzern von Unternehmensanwendungen auf einem virtuellen Server abverlangt werden.

Prinzipiell ermöglichen virtuelle Server eine bessere Auslastung der physischen Server und können so dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Mit jedem neuen virtuellen Server erhöht sich aber das wirtschaftliche Ausfallrisiko. Fällt ein physischer Server aus, der mehrere virtuelle Server unterstützt, ist nicht nur eine einzige Unternehmensanwendung betroffen, sondern eine Vielzahl von Anwendungen und eine größere Zahl von Endbenutzern. Zudem konkurriert eine größere Zahl von Benutzern um den Informationszugriff über die Netzwerkkarte des Servers. Hinzu kommt, dass das Verkehrsaufkommen aus mehreren Netzwerksegmenten steigt und von dem betreffenden Switch bewältigt werden muss. Die Entscheidung, eine weitere Unternehmensanwendung auf einem physischen Server zu hosten, hängt nicht allein von den CPU-Reserven des Servers ab. Es ist auch eine Frage des Verhältnisses zwischen Benutzerzahl, Verkehrsaufkommen und der physischen Kapazität der gesamten Infrastruktur entlang der Route vom Benutzer zum Server.

Bei der Analyse komplexer, voneinander abhängiger Datenmengen mit mehreren Variablen helfen einfache Reports und Tabellen nicht weiter. Hier sind flexible und interaktive Instrumente gefragt. Die neue Generation der grafischen, webgestützten Dashboards ermöglichen die Auswahl, Erforschung, Analyse und Visualisierung von Daten, um bislang unbekannte Trends und Muster zu erkennen und strategische geschäftliche Entscheidungen treffen zu können.

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