Management

Vertrauen in Disaster-Recovery-Pläne sinkt

Vertrauen in Disaster-Recovery-Pläne sinkt

Vision Solutions hat eine neue Studie zum Einsatz von Tools für Disaster Recovery und Business Continuity vorgestellt. Der Report "State of Resilience 2011" zeigt, mit welchen Technologien Unternehmen die 24x7-Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten sicherstellen möchten - unter anderem durch Virtualisierung und den Einsatz von Cloud-Lösungen.

Im heutigen Geschäftsleben, in dem Minute um Minute mehr Daten generiert, gespeichert und analysiert werden müssen, sind Sicherungs- und Wiederherstellungs-Strategien Stützpfeiler einer jeden widerstandsfähigen Organisation. Der diesjährige "State of Resilience"-Report zeigt detailliert, welche Herausforderungen die Datensicherheit und die Verfügbarkeit heute stellen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Organisationen und Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit disruptiven Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing, um andere Technologien potentiell abzulösen. Unter den an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen setzen mehr als je zuvor auf die Virtualisierung ihrer Produktions-Server, und auch die Zahl derer, die Cloud Computing implementiert haben oder dies planen, hat zugenommen.
  • Neue Technologien gewährleisten nicht notwendigerweise eine effiziente Sicherung und Wiederherstellung kritischer Daten. Die höhere Komplexität der Systeme erfordert einen sehr umfassenden Ansatz beim Management der Datensicherung. Während einzelne Backup-Lösungen einfach zu implementieren sein können, erfordern die Entwicklung eines umfassenden Planes und die Konfiguration unterschiedlicher Produkte ein hohes Maß an Fachwissen. Echte Ausfallsicherheit setzt interoperable und integrierte Sicherheitslösungen voraus, die als Ganzes einfach zu bedienen sind. Unternehmen müssen sich daher zunehmend mit einheitlichen Sicherungsmethoden beschäftigen, die plattformübergreifend eingesetzt werden können.
  • Generell setzen die Unternehmen in diesem Jahr auf den gleichen Mix aus Sicherungstechnologien wie 2010, und nach wie vor überwiegt die Bandsicherung. Unternehmen mit einer Virtualisierungsstrategie haben dabei mit Bedacht auf unterschiedliche Methoden zum Schutz von virtuellen und physischen Servern gesetzt. Insgesamt mussten die befragten Unternehmen mehr Datenverluste hinnehmen als im Vorjahr; auch die Toleranz gegenüber solchen Verlusten stieg. Hier bestehen ganz deutlich Schwachstellen, mit denen man sich beschäftigen muss. Die Umfrage zeigt zudem, dass das Vertrauen der Verantwortlichen in ihre Disaster-Recovery-Pläne dieses Jahr deutlich gesunken ist.
  • Die Forderung der Fachabteilungen nach 24/7-Verfügbarkeit scheint die treibende Kraft hinter dem Einsatz von performanten Hochverfügbarkeits-Technologien zu sein. Die Sicherungspläne und -methoden müssen dabei eng auf diese geschäftlichen Anforderungen abgestimmt werden - strategisch wie operational. Geschwindigkeit, Zugänglichkeit und Wiederherstellungsmöglichkeiten stehen hier im Zentrum der Betrachtung. Dabei bleibt abzuwarten, ob die Forderung nach 24/7-Zugang zu Daten auch Auswirkungen auf den Einsatz klassischer Tape-Lösungen haben wird und ob noch mehr Unternehmen auf Disk- und Software-basierte Recovery-Lösungen setzen werden.
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