20.11.2008 Speichersysteme, Fachartikel
DataCore: In 10 Schritten zum virtuellen IP-SAN
Das Konzept ist einfach: Ein Windows-Standard-Server stellt mit der entsprechenden Software im LAN angeschlossene Speicherkapazität über iSCSI zentral zur Verfügung und bringt Tools zu seiner Verwaltung mit. Weitere iSCSI-Hardware ist nicht erforderlich. Lediglich die Hosts müssen mit für Windows und Linux kostenlos zur Verfügung stehenden iSCSI-Initiatoren, die die SCSI-Kommandos in TCP/IP-Pakete verpacken, für das Speichernetz fit gemacht werden.
1. Auswahl des Software
Bei der Auswahl der Lösung ist neben der Performance auch die Flexibilität und Skalierbarkeit zu beachten, um die Speicherkapazität je nach Bedarf beliebig und problemlos den Client Servern zuweisen zu können. Manche Lösungen funktionieren nur im Gigabit Ethernet, andere im Fibre Channel oder wie bei DataCore sogar zusätzlich im 100 Mbit-Ethernet bzw. eignen sich für den Mischbetrieb. Bereits im Vorfeld empfiehlt sich ein Überblick über die individuellen Anforderungen an die Funktionalität der Lösung.
2. Überprüfung der erforderlichen Bandbreite
Letztlich entscheidet die Bandbreite des Netzwerks über die Leistungsfähigkeit des Speichers. In kleinen Umgebungen (3-6 Server) kann der Datendurchsatz über eine bestehende Ethernet-Topologie noch ausreichend sein; in größeren oder schnell wachsenden System-Umgebungen scheint es sinnvoller, ein separates Speichernetz (Gigabit Ethernet) aufzubauen und/oder besonders leistungsfordernde Anwendungen über FC anzubinden.
3. Auswahl des entsprechenden PC-Servers und Anbindung an das LAN
Die Anbindung des Disk Servers erfolgt über einen Ethernet-Switch. Je nach System eignen sich Windows Server 2000/XP/2003; in den ersten beiden Fällen ist zusätzlich Microsofts NET-Framework Version 1.1 erforderlich.
4. Installation der iSCSI Disk Server-Software
Die iSCSI Disk Server-Software beansprucht einen Teil des Hauptspeichers als Cache und installiert eigene iSCSI Target- und je nach Produkt auch FC Target-Treiber. Der Installationsaufwand ist minimal und nach ca. 10 min können den Client-Servern Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.
5. Download und Installation der iSCSI Initiator-Treiber für die Clients
Es werden Standard-Treiber verwendet, die z.B. von Microsoft für Windows oder von Cisco für Linux kostenlos verfügbar sind.
6. Einbettung der Disk Server-Applikation
Die Disk Server-Applikation klinkt sich gleich neben dem Plattenmanager in die Management-Konsole von Windows ein. Dort werden die freien Partitionen als verfügbare LUNs (Logical Unit Number) sowie die über die iSCSI-/FC-Initiatoren gemeldeten Speicherkonsumenten aufgelistet. Allerdings dürfen die angelegten Partitionen weder formatiert noch mit einem Laufwerksbuchstaben benannt sein, um sie später über den Disk Server zuweisen zu können.
7. Partionierung
Über den Logical Disk Manager (LDM) von Windows kann eine vorhandene Festplatte in beliebig große Partitionen unterteilt werden. Der Typ (SATA, SCSI, FC etc.) spielt dabei keine Rolle. Somit ist es möglich, von einer Platte mehreren Servern Kapazitäten zuzuweisen.
8. Speicherzuweisung
Über die Management-Schnittstelle der Disk Server-Software wandelt der Systemverwalter die Partitionen in Virtual Volumes um und weist sie per Drag&-Drop den Anwendungen zu.
9. LUN-Zugriff der Hosts
Die Applikationsserver greifen über das LAN auf den ihnen zugewiesenen Plattenbereich zu und sehen diesen als lokale Festplatte, die weiter partitioniert und formatiert werden kann.
10. Zusatzoptionen
Je nach Hersteller wird ein umfangreiches zusätzliches Funktionsspektrum geboten wie FC-Unterstützung für Mischbetrieb (Ethernet, GbE, FC), Auto Failover, Snapshot, asynchrone IP-Replikation, Autoprovisioning. Diese Funktionen, die im FC-SAN längst wertvolle Dienste leisten, können durch den neuen Ansatz jetzt auch über das LAN genutzt werden. Sie bieten Flexibilität für Datenspiegelung, Hochverfügbarkeit und Automatisierung, Backup und Disaster Recovery.
http://germany.datacore.com/




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