01.02.10

Von: kol

File-Storage und Management: „Unternehmen stecken hier gerne den Kopf in den Sand“

Novell: Datenflut droht Unternehmen zu ersticken. Zurzeit beherrschen viele Themen die Gemüter der IT-Industrie. Ob unkontrollierbare Cloud, komplexe Virtualisierung oder unsichere Web-Browser – die Sorgen der IT-Entscheider sind vielfältig und bereits breit diskutiert.

 

Laut Infrastruktur-Software-Anbieter Novell stehen Unternehmen zukünftig jedoch außerdem einem viel simpleren Problem gegenüber, das von den Folgen her jedoch umso dramatischer scheint.

Michael Kleist, Director End User Computing, Novell Area Central:

„Eigentlich ist es ja verständlich: Das Thema Dateimanagement ist wenig sexy und wird von vielen Unternehmen deshalb stiefmütterlich behandelt. Die meisten Entscheider – vor allem auf der Business-Seite – sind sich jedoch nicht im Klaren darüber, dass sich auch im eigenen Unternehmen schrittweise etwas zusammenbraut, das über kurz oder lang über sie hereinbrechen wird: eine katastrophale Flut von Dateien! Wir müssen uns bewusst machen, wie viele unstrukturierte Daten allein in und zwischen Unternehmen täglich hin- und hergeschoben werden – unabhängig davon, ob in einem Betrieb dreitausend Leute oder nur fünfzehn Leute arbeiten. Das weltweite Datenvolumen schwillt exponentiell an, während die weltweiten Auflagen hinsichtlich langfristig vorzuhaltender Unterlagen für Unternehmen sukzessive zunehmen. Das Ergebnis: Marktforscher prognostizieren bis 2011 einen Anstieg des weltweit elektronisch gespeicherten Datenvolumens auf nahezu 2 Zettabytes – das ist eine 2 mit 21 Nullen!!! Herkömmliche File Management-Lösungen helfen da nicht weiter.“

„Das Problem ist, dass viele Unternehmen im Hinblick auf eine langfristig effiziente Dateiverwaltung und Speicherpolitik den Kopf gerne in den Sand stecken und langfristige Speicherung mit noch mehr Storagekapazität zu erschlagen versuchen. Natürlich haben die meisten Betriebe -  Storage-Management-Lösungen bereits implementiert. Das ist jedoch nicht der Punkt. Spannend wird es, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl dieser Lösungen sämtliche Daten lediglich auf Blockebene und ohne Rücksicht auf Kontext und Relevanz verwalten – und das evtl. sogar in verschiedenen Lösungen pro Storagehersteller. Anders gesagt: Ob die gespeicherten Daten relevant genug sind, um wertvolle Speicherkapazitäten berechtigterweise belegen zu dürfen, bleibt bei diesen Lösungen dem Zufall überlassen. In den betroffenen Unternehmen führt dies nicht nur zu einem sukzessiven „Ausbau“ von kostspieligen Storage-Kapazitäten, sondern vor allem zu einem undurchdringlichen Speicherchaos!“

„Unternehmen, die sich der Problematik stellen wollen – und früher oder später müssen das alle  - sollten „intelligente“ und Hersteller-unabhängige File Management und Storage-Lösungen in Betracht ziehen. Diese basieren auf unternehmensspezifischen Richtlinien und Identitäten, können eine Datei für den gesamten Lebenszyklus an einen Anwender knüpfen und so ihre Dateispeicherkapazitäten rollen- und kontextspezifisch verwalten. Nach dem Konzept des Intelligent Workload Managements können die Lösungen beispielsweise wichtigen Unternehmensdaten die besten Speicher-Ressourcen zuordnen. Das spart nicht nur eine Menge Platz, sondern auch Frust. Früher oder später wird sich dann zeigen, wer bei der Datensintflut oben schwimmt oder im Nullkommanix untergeht.“


Foto: Quelle-Fotolia.com

 

All-About-Security Artikel bookmarken
Mittwoch, 10. März 2010
Das unabhängige Security Portal