Backup und Datenrettung, Fachartikel
Tape-Backup-Systeme: Kosten sparen und Ökobilanz verbessern
So bieten Tape-Backup-Systeme gerade in Bezug auf die Lesbarkeit und die Kapazität der Bänder erhebliche Vorteile und sind darüber hinaus kostengünstig. Angesichts großer Mengen an Backup- und Archivdaten ist ein effizientes Management der Tape-Ressourcen allerdings unerlässlich: Denn nur durch eine optimale Nutzung der Tapes während ihres gesamten Lebenszyklus sparen Unternehmen nicht nur Kosten, sondern haben auch bei der Ökobilanz die Nase vorn. Sie fragen sich nun, wie ein optimaler Einsatz von Tapes und Laufwerken realisiert werden kann? Ganz einfach: Spezielle Lösungen übernehmen die Überwachung des Backup-Systems.
Um Daten gleichzeitig wirtschaftlich und im Sinne der „Green IT“ umweltschonend zu sichern, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes für das Management des Tape-basierten Backup-Prozess. Keine leichte Aufgabe, denn die in Unternehmen benötigte Menge an Tapes steigt nicht zuletzt durch immer neue gesetzliche Vorschriften zur Datensicherung.
Es gilt einerseits, den Lebenszyklus eines jeden Tapes optimal zu managen – vom Kauf, über die tatsächliche Nutzung bis hin zum rechtzeitigen Austausch eines Tapes. Darüber hinaus müssen Unternehmen, die „grün“ sein wollen, vor dem Hintergrund der Green-IT Debatte darüber nachdenken, ihre Tape-Medien am Ende des Lebenszyklus zu recyceln und wieder zu verwenden. Da auf den Tapes jedoch oftmals vertrauliche Informationen gespeichert sind, bevorzugen es viele Unternehmen die Bänder vor der Entsorgung zu zerstören und wählen damit den zunächst einfacheren Weg. Im Sinne des „Green-IT-Ansatzes“ ist dies jedoch nicht!
Vorausschauende und fortschrittliche IT-Administratoren haben daher ihren Ansatz, den kompletten Backup-Prozess im Unternehmen „grün“ zu machen, ausgeweitet. Mit dem so genannten „Resource Stewardship“ ist an die Stelle der Betrachtung einzelner Prozesse des Backups ein ganzheitlicher Ansatz getreten. Ein Ansatz, der verlangt, dass der umweltschädliche Einfluss aller Komponenten des Backup-Systems reduziert wird!
Mit ganzheitlichem Ansatz zum Ziel
Damit steht nicht allein das Recyceln der Tapes im Vordergrund, denn das „Resource Stewardship“ setzt bereits bei einem verbesserten Design des Backup-Systems an: Nicht nur vorhandene Hardware-Ressourcen und anderes Verbrauchsmaterial gilt es effizient einzusetzen, auch die Tape-Medien sollten während ihres gesamten Lebenszyklus in optimaler Auslastung genutzt werden. Nur so verringert sich die Anzahl der Tapes, die es zu managen, kontrollieren und am Ende zu entsorgen gilt. Kompression und Deduplizierung von Daten sind per se geeignete Mittel, den benötigten Speicherplatz für Backup- und Archivierungsdaten zu reduzieren. Gleichzeitig gilt es, beschädigte Tapes und fehlerhafte Laufwerke rechtzeitig zu entdecken, denn beides kann zu Fehlern oder Abbrüchen beim Backup oder gar zur Unleserlichkeit von Daten im Recovery-Fall führen. Um diese Risiken zu minimieren, erstellen IT-Administratoren in der Regel von ein und demselben Backup mehrere Kopien, sortieren Tapes frühzeitig aus oder vernichten Tape-Medien nach einem Fehler – ohne zu wissen, ob die Tapes noch einsatzfähig gewesen wären.
Das Resultat? Noch mehr Tapes, die es zu verwalten und überwachen gilt, noch mehr Tapes, die entsorgt werden müssen und damit unnötig viel Abfall produzieren.
Auch die Vorgaben des Tape-Verkäufers oder -Herstellers helfen nicht weiter. Empfehlungen wie „Tapes regelmäßig austauschen“ oder „Laufwerke regelmäßig reinigen“ sind viel zu allgemein und führen zu Entscheidungen, die vor allem eins sind: willkürlich. Was fehlt ist eine Aussage über die tatsächliche Qualität oder Lebensdauer eines Tapes. Zudem ist nicht gewährleistet, dass fehlerhafte Tapes schnell gefunden und ausgetauscht werden. Um die Zuverlässigkeit des gesamten Backup-Prozesses zu verbessern und das Management der Tape-Ressourcen umweltfreundlich und effizient zu gestalten, wird ein Werkzeug benötigt, das das gesamte Backup-System und die Performance der Tape-Medien erfasst, misst und analysiert.
Ökonomische und ökologische Anforderungen erfüllt
Die ReadVerify Appliance (RVA) von Crossroads ist eine solche Lösung. Die Appliance findet im Tape-Backup Umfeld Einsatz und macht Aussagen zur Qualität und dem Zustand der Tape-Medien sowie zur Performance von Tape-Laufwerken. Damit bietet die Lösung einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Backup-Applikationen, denn diese melden zwar Fehler im Backup-System, weisen als Handlungsempfehlung aber nur darauf hin, dass die verwendeten Tapes nicht mehr einwandfrei sind und entsorgt werden müssen. Da jedoch die Ursache für Fehler beim Backup häufig auch in fehlerhaften Laufwerken liegt, ist dieser Ansatz nicht ausreichend – weder ökologisch, noch ökonomisch. So führt diese unzureichende Fehleranalyse dazu, dass qualitativ gute Tapes und damit bares Geld „aus dem Fenster geworfen“ werden. Von der unnötigen Umweltbelastung ganz zu schweigen.
Die RVA bietet eine Möglichkeit, das gesamte Backup-System – Tape-Medien und Tape-Laufwerke – zu überwachen und Fehler beim Backup und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen. Indem genaue Aussagen über die Qualität und den Zustand der Tape-Medien getroffen werden, lässt sich vermeiden, dass noch brauchbare Tapes aus der Library genommen und entsorgt werden. Die Informationen, die die Lösung liefert, machen es vielmehr möglich, jedes Tape tatsächlich bis zum Ende seines Lebenszyklus zu nutzen.
Darüber hinaus entsprechen Anwender dem Ansatz des „Resource Stewardship“: Die Erkenntnisse, die mit Hilfe der Lösung gewonnen werden, tragen dazu bei, die Effizienz und die Zuverlässigkeit des Backup-Systems zu verbessern. So werden die Performance und Auslastung eines jeden Tape-Laufwerkes gemessen und Aussagen über eine etwaige Überlastung oder Unterauslastung einzelner Laufwerke getroffen. Auf Basis individuell festgelegter Grenzwerte werden die Backup-Administratoren dann über Auffälligkeiten bei den Tapes und Laufwerken im Backup-System alarmiert. So können frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um fehlerhafte oder abgebrochene Backups zu vermeiden.
Das Ergebnis? Die Effizienz und die Zuverlässigkeit des Backup-Systems werden erheblich verbessert, Ausgaben für neue Tape-Medien reduziert und unnötige Abfälle und damit Umweltverschmutzung vermieden. Somit wird mit dieser Lösung für ein „grünes“ Tape-Backup in gleichem Maße ökologischen und ökonomischen Bestrebungen Rechnung getragen.
Bernd Krieger, Geschäftsführer der Crossroads Europe GmbH
Marie-Curie-Strasse 19
73529 Schwäbisch Gmünd
Weitere Informationen unter: www.crossroads.com




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